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Stadtentwicklungsausschuss gibt grünes Licht für Lückenschluss im Baugebiet auf dem Bramscher Berg
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Stadtentwicklungsausschuss gibt grünes Licht für Lückenschluss im Baugebiet auf dem Bramscher Berg
Stadtentwicklungsausschuss gibt grünes Licht für Lückenschluss im Baugebiet auf dem Bramscher Berg
Bramsche/Achmer. Mit historischen Beschlüssen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am Mittwochabend zwei lang ersehnte Planungen auf den Weg gebracht: die Erweiterung des Industriegebiets am Flugplatz in Achmer und das Baugebiet Hemke III auf dem Bramscher Berg.
Historisch waren die Beschlüsse deshalb, weil zum ersten Mal die Aufstellungsbeschlüsse für die entsprechenden Bebauungspläne direkt vom Fachausschuss gefasst wurden und keiner Genehmigung durch den Stadtrat mehr bedürfen. Diese Möglichkeit, die die neue niedersächsische Kommunalverfassung bietet, wird in Bramsche genutzt.
Die Hasestadt sei damit eine der ersten Kommunen überhaupt, die dieses beschleunigte Verfahren anwende, betonte Andreas Quebbemann als CDU-Fraktionsvorsitzender.
In der Sache geht es um lange von allen gemeinsam verfolgte Ziele: Das Baugebiet Hemke III umfasst die Fläche zwischen den Baugebieten Hemke und Hemke II, die derzeit noch beackert wird. Innerhalb der bestehenden Plangebiete stehen keine Baugrundstücke mehr zur Verfügung, es gebe aber immer noch Nachfrage, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die gestalterischen Festsetzungen des Bebauungsplanes Hemke II sollen auch im neuen Gebiet gelten.
Auf einer Fläche von 4,8 Hektar werden überwiegend Einzel- und Doppelhäuser sowie in geringer Zahl auch Reihenhäuser entstehen. Die Dachausrichtung wird so festgelegt, dass sich Sonnenenergie optimal nutzen lässt.
An der überhöhten Preisvorstellung des Eigentümers seien vorher alle Bemühungen gescheitert, hier Bauplätze auszuweisen, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Bergander. Nunmehr sei eine Einigung auf einem „ordentlichen Preisniveau“ erfolgt, sodass der Abrundung des Baugebietes auf dem Bramscher Berg nichts mehr im Wege stehe.
Es handele sich um „hoch attraktive Flächen“, die sich sicher gut vermarkten ließen, ergänzte Quebbemann. Es bleibe aber beim Anspruch der „neuen Mehrheit“, auch in „Alt-Achmer“ Bauplätze auszuweisen. Auch wenn das Baugebiet „Hemke“ direkt an den Bramscher Berg anschließt, zählt es zu Achmer.
Jahrelange vergebliche Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer sind auch der Erweiterung des Industriegebietes am Flugplatz in Achmer vorausgegangen. Die britischen Streitkräfte hätten sich immer wieder dagegen gesperrt, die erforderlichen Flächen am Rande ihres Truppenübungsplatzes abzugeben, erinnerte Baudirektor Hartmut Greife an die Vorgeschichte dieser Planung. Nun sei es endlich zu einer Einigung gekommen, und ein etwa 100 Meter tiefer Streifen südlich der Straße „Am Flugplatz“ könne als Industriegebiet ausgewiesen werden.
Damit könne es der hier ansässigen Firma Kohl ermöglicht werden, ihren Logistikstandort auszulagern und den Betriebsstandort endgültig zu sichern. In dem etwa 6,6 Hektar großen Gebiet gebe es ökologisch hochwertige Bereiche, die es im Rahmen der Planung zu schützen gelte, sagte Greife.
Die Ausschussmitglieder begrüßten die Planung einhellig und fassten den Aufstellungsbeschluss einstimmig. Damit kann die Verwaltung mit der Aufstellung des Bebauungsplanes ohne weiteren Ratsbeschluss beginnen. Der Stadtrat muss allerdings noch die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes absegnen.
Es sei zu überlegen, ob künftig nicht auch die Aufstellungsbeschlüsse von Flächennutzungsplänen direkt im Ausschuss erfolgen sollten, meinte Quebbemann.
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