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Nur 3.000 statt 3.600 Meter lange Piste: Flughafen Münster/Osnabrück und Naturschutzbund einigen sich
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Nur 3.000 statt 3.600 Meter lange Piste: Flughafen Münster/Osnabrück und Naturschutzbund einigen sich
Nur 3.000 statt 3.600 Meter lange Piste: Flughafen Münster/Osnabrück und Naturschutzbund einigen sich
ra Münster/Osnabrück. Die wahrscheinlich entscheidende Hürde für den Ausbau der Start- und Landebahn am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ist genommen: Die FMO-Geschäftsführung und der Hauptkritiker des Projektes, der Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen haben sich auf einen verkürzten Ausbau von jetzt 2200 auf nur 3000 Meter geeinigt. Ursprünglich war eine 3600 Meter lange Piste geplant.
FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer bestätigte am Donnerstag, dass in Verhandlungen mit dem nordrhein-westfälischen NABU-Vorsitzenden Josef Tumbrinck bereits im November der Durchbruch gelungen sei. Neben der kürzeren Startbahn zählt zur Einigung auch die Verlegung des Elting-Mühlenbach um die verlängerte Piste herum. Nach den bisherigen Planungen sollte für das Gewässer ein Tunnel gebaut werden. „In diesen Grundzügen haben wir uns geeinigt“, sagte Stöwer, allerdings müssten in den kommenden Wochen und Monaten noch viele Details geklärt werden. Auch Tumbrinck bestätigte, „dass für den NABU die wichtigste Hürde genommen ist“, eine unterschriftsreife Vereinbarung gebe es aber noch nicht.
Eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses hält FMO-Geschäftsführer Stöwer bis Ende 2013/Anfang 2014 für möglich. Bis sämtliche Unterlagen für eine entsprechende Änderung vorliegen und dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium vorgelegt werden können, werde vermutlich noch ein Jahr vergehen. Mit einer Entscheidung der Landesregierung in Düsseldorf rechnet Stöwer spätestens nach einem weiteren Jahr. Der Flughafenmanager hofft auf einen positiven Ausgang des Genehmigungsverfahrens, weil der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) selbst eine Einigung zwischen FMO und NABU zur umstrittenen Frage der Start- und Landebahn angeregt habe.
Ein um 600 auf 3000 Meter verkürzter Ausbau der Piste ist mittlerweile auch aus Sicht des Flughafens Münster/Osnabrück machbar, weil sich die Luftfahrt in den vergangenen 17 Jahren seit dem Beginn der Planungen technisch rasant weiterentwickelt habe. Auch unter den veränderten Voraussetzungen könnten Flugziele wie New York oder die Dominikanische Republik angeflogen werden. Weiter entfernte Ziele wie Tokio oder Sydney hat der FMO nach Stöwers Angaben ohnehin nicht im Fokus.
„Die Weichen für eine Einigung sind gestellt“, fasste Josef Tumbrinck die bisherigen Verhandlungen am Donnerstag zusammen. Die Gespräche müssten aber in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden. Für den NABU-Vorsitzenden in NRW ist aber schon jetzt klar, dass die „ökologische Situation des Elting-Mühlenbachs in jedem Fall verbessert werden kann“. Tumbrinck hält es für möglich, dass bis Mitte nächsten Jahres alle Bedenken des Naturschutzbundes aus dem Weg geräumt sein könnten: „Die ökologischen Probleme sind sehr wahrscheinlich in den Griff zu bekommen“. Neben den entsprechenden ökologischen Gutachten müsse der FMO für eine Genehmigung zum verkürzten Startbahnausbau allerdings auch eine neue Verkehrsprognose vorlegen.
Auslöser der erneuten Verhandlungen zwischen FMO und NABU ist das Oberverwaltungsgericht Münster. Mitte dieses Jahres hatte das OVG in einem Beschluss die Pläne für den Flughafenausbau gebremst und eine erneute Überprüfung der Startbahnverlängerung gefordert.
Der FMO zählt zu den 19 internationalen Verkehrsflughäfen Deutschlands und wurde 1972 eröffnet. Ende der 90er-Jahre pendelten sich die Fluggastzahlen bei 1,5 Millionen im Jahr ein. Seit zwei Jahren muss der FMO jedoch leicht rückläufige Zahlen hinnehmen. Der Flughafen gehört 15 Gesellschaftern, darunter die Stadtwerke Münster, die Stadt Osnabrück, die Landkreise Osnabrück und Emsland, die Grafschaft Bentheim sowie die Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt und die Grevener Verkehrs GmbH.
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Schlimm bleibt aber trotzdem, daß eine Änderung des Planfestellungsverfahrens noch mal bis 2012/14 dauert. Und wann könnte mit dem Bau begonnen werde, wann die Startbahn einsatzbereit sein?
Schlimm wie extrem langsam in Deutschland die Mühlen mahlen.