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Nordmann-Tanne als Weihnachtsbaum am beliebtesten
Spahnharrenstätte. Das Weihnachtsfest naht, und damit wird die Frage nach dem richtigen Handel beim Einkauf des Weihnachtsbaums immer aktueller. Welche Arten auf dem Markt sind und warum die Fichte von der Nordmann-Tanne verdrängt wurde, erklärte Revierförster Gerd Heyen aus Spahnharrenstätte im Gespräch mit unserer Zeitung. Er betreut für den Privatforstbetrieb Arenberg-Meppen GmbH in seinem Forstdienstbezirk auch die Weihnachtsbaum- und Schmuckgrünproduktion. Das Interview im Wortlaut:
Welche Weihnachtsbaumarten sind die gängigsten in unserer Region?
Das sind fünf. Dazu gehört an erster Stelle die Nordmanntanne. Dann folgen die Fichte, die Blau-Fichte, die Edel-Tanne und die Schwarz-Kiefer, die aber eher als ein Exot anzusehen ist. Die Nordmann-Tannen werden heutzutage hauptsächlich in eigens dafür angelegten Beständen aufgezogen.
Warum ist die Nordmann-Tanne so beliebt?
Sie sieht durch ihr tiefes Grün einfach richtig schön aus. Dabei sind die Zweige bis an dem Stamm voll benadelt. Gegenüber der Fichte fallen diese später im Wohnzimmer längst nicht so schnell ab. Man kann sagen, dass die Nordmann-Tanne die früher dominierende Fichte verdrängt hat. Kurz: Sie ist zweckmäßig, und die Optik stimmt.
Wie sieht es mit den Preisen aus?
Die Nordmann-Tanne kostet beim Händler etwa 10 bis 18 Euro pro Meter Höhe. Die Fichte ist etwas günstiger. Es gibt aber riesige Preisunterschiede. In Großstädten kann der Preis pro Meter um die 30 Euro betragen.
Wann sollte man den Kauf eines Weihnachtsbaumes für das eigene Wohnzimmer tätigen?
Der Baum sollte so frisch wie möglich kurz vor dem Fest eingekauft werden. Dabei ist es durchaus von Vorteil, wenn man sich diesen bei einem Produzenten selbst aussuchen kann.
Welche Weihnachtsbaumarten produziert der Privatforstbetrieb Arenberg-Meppen GmbH?
Wir liefern nahezu ausschließlich Nordmann-Tannen, und die verkaufen wir deutschlandweit an den Großhandel. In Schnitt sind das rund 2000 bis 10000 Tannen im Jahr. Das gilt übrigens auch für Schmuckgrün, das wir als Zweige von unseren Weymouth-Kiefern ernten. Es wird beispielsweise für Gestecke, Vasengrün und Blumensträuße unter dem Handelsnamen „Seiden-Kiefer“ gebraucht. Dieses Schmuckgrün ist in diesem Jahr besonders gefragt. Im gesamten Unternehmen werden wir es wohl auf mehr als 300 Tonnen bringen. Man kann von einem regelrechten Boom sprechen.
Wie ist es um die Qualität der Weihnachtsbäume bestellt?
Die Tannenbäume haben durch die anfangs zu trockene und später zu feuchte Witterung in ihrer Qualität nicht gelitten und sich weiter gut entwickelt. Trotzdem stehen auf einer Fläche natürlich nicht alle Bäume gleich gut da. Von diesen schlechteren Exemplaren verwerten wir dann nur die Zweige als Schmuckgrün.
Welcher Weihnachtsbaum steht an den Festtagen in Ihrem Wohnzimmer?
Eine Nordmann-Tanne.
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15.04.2012
