·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Zweites Blockheizkraftwerk in Lengerich
Lengerich. Der im April 2010 beschlossene Ausbau des Lengericher Nahwärmenetzes schreitet voran: Bis Ende des Jahres will die ortsansässige Bioenergie Mönster GmbH & Co KG nördlich des Ortskerns am Ostrum ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) installieren und probeweise in Betrieb nehmen. Die Pläne stellte Christoph Mönster am Montagabend im Gemeinderat vor.
Demnach soll das dort geplante Satelliten-BHKW über 190 Kilowatt elektrische und 217 Kilowatt thermische Energieleistung verfügen und vom Ostrum aus Energie mit ins Wärmenetz einspeisen. In einem ersten Bauabschnitt war in diesem Jahr bereits ein BHKW am Schulzentrum in Betrieb gegangen (wir berichteten). „Der hier verbaute Otto-Gasmotor hat bei 220 Kilowatt elektrischer und 232 Kilowatt thermischer Leistung einen Gesamtwirkungsgrad von 83,4 Prozent“, hatte der Investor – und Lengericher Ratsherr – Ernst Mönster seinerzeit seinen Ratskollegen die Anlage erläutert.
Mit Biogas versorgt wird das BHKW von der bereits seit 2006 auf dem Hof Mönster betriebenen Biogasanlage. Für dieses Projekt ist in den vergangenen Monaten bereits eine 3020 Meter lange Gasleitung vom Hof zum BHKW am Schulzentrum verlegt worden. Die Wärme wird an das Schulzentrum und der Strom ins öffentliche Netz abgegeben. Im zweiten Bauabschnitt des erstmals 2008 in Lengerich diskutierten und im April 2010 beschlossenen Nahwärmenetzkonzeptes soll voraussichtlich im Herbst 2012 am Ostrum das neue BHKW mit einer Hackschnitzelheizanlage und einem Wärmespeicher zu einer Heizzentrale ausgebaut werden.
1640 kW Gesamtleistung
Im Ortskern soll schließlich im kommenden Jahr parallel zum geplanten Ausbau der Kirchstraße ein rund 2400 Meter langes Nahwärmenetz entstehen. „640 Meter davon sind schon verlegt. Ab diesem Zeitpunkt werden wir dann auch Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen im Ortskern mit jährlich rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Wärme versorgen können“, erklärte Mönster. In dieser Ausbaustufe könnten jährlich bis zu 400000 Kubikmeter Erdgas und damit rund 800 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. „Die Gesamtfeuerungsleistung der Anlagen liegt dann bei 1640 Kilowatt. Im Winter werden die Motoren auf Volllast und im Sommer auf Teillast laufen“, erklärte Christoph Mönster.
Zuvor hatte Bernhard Holterhus sein Projekt vorgestellt: Er will durch Veränderungen am Motor die Leistung seiner Biogasanlage – „ohne sonstige bauliche Änderungen“ – um 70 auf 250 Kilowatt steigern.
Blockheizkraftwerk sorgt in Klein Berßen für Ärger
tb Klein Berßen. Die Aufstellung eines Blockheizkraftwerkes im Ortskern von Klein Berßen sorgt für Unmut bei Anwohnern. Sie fürchten... mehr
Bissendorfer Landwirt als Biogas-Vorreiter
Bissendorf. Noch sind sie die große Ausnahme in der Region: Die Kühe auf Hof Westrup geben täglich nicht nur viel frische Milch, sondern sorgen auch... mehr
Lengerich erhält ein eigenes Nahwärmenetz
Lengerich. In Kürze wird die Samtgemeinde Freren eine Rechnung erhalten, die sie wohl gerne bezahlen wird: Seit rund zwei Monaten bezieht sie einen... mehr
Mehr Lokales











