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Osnabrück. Jubel und Freudentränen bei der Vergabe des Jugendförderpreises 2011: Den mit 2000 Euro dotierten ersten Platz bekam Isabel Mrohs zugesprochen. Die 21-Jährige leitet seit fast zehn Jahren die Tanzgruppe „Funky Gagas“. Die reine Mädchentruppe gehört zur Sportgemeinschaft Hankenberge-Wellendorf.
Aus den Händen der Schirmherrin und U-20-Fußball-Weltmeisterin Kristina Gessat nahm Isabel Mrohs den überdimensionierten Scheck entgegen. Gleich darauf stürmten auch einige ihrer Schülerinnen die Bühne im Kreishaus am Schölerberg und umarmten die Tanzlehrerin. Die „Funky Gagas“ haben sich mittlerweile auch überregional einen guten Ruf ertanzt. Ihr größtes Projekt war 2009 die Aufführung einer eigenen Musical-Gala auf der Waldbühne Kloster Oesede vor 2000 Zuschauern. „Sie versteht es, durch Musik Emotionen zu wecken“, sagte Kristina Gessat in ihrer Laudatio auf Isabel Mrohs.
Eine sechsköpfige Jury aus Vertretern des Jugendrings Osnabrücker Land, des Landkreises, der Jugendstiftung und der RWE AG (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk) hatte in diesem Jahr 35 Vorschläge für den Förderpreis zu sichten. Dabei entwickelten die Juroren Kriterien wie etwa Beispielhaftigkeit, Nachhaltigkeit und ehrenamtliche Aspekte, um eine Wertung vornehmen zu können.
Platz zwei und 1000 Euro gingen an die evangelische Jugend im Kirchenkreis Bramsche. Sie hatten die Jury durch etwas Neues überrascht: Der Verband reichte mit „Juleica 2011 – The Movie“ einen Film in den Wettbewerb ein. Der 70-minütige Streifen über die Ausbildung zum Gruppenleiter macht die Absolventen zu Stars. Das Vorhaben sei ein Modell für Transparenz in der Jugendarbeit, lobte Dezernent Matthias Selle. Tipp: Den Trailer zum Film gibt es auf der Facebook-Seite der evangelischen Jugend Bramsche zu sehen.
Sinnvolle Freizeitbeschäftigung, zu jeder Jahreszeit umsetzbar und begeisterte Kinder – diese Mischung war den Juroren 500 Euro wert. Damit landeten Gerrit und Hannes Öhm auf dem dritten Platz. Die beiden Brüder sind Leiter der Sielmann-Natur-Ranger in Menslage. Sie bieten Kindern und Jugendlichen an, das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu schärfen.
Ein Sonderpreis über 300 Euro ging an das St.-Paulus-Zeltlager Hengelage (Quakenbrück). Die Gemeinde organisiert Feriencamps für Kinder, Jugendliche, Menschen mit und ohne Handicap sowie für Gläubige quer durch die Religionen. Einen zweiten Sonderpreis (ebenfalls 300 Euro) erhielten vier 14-Jährige aus Borgloh. Sie kümmern sich neben ihren Tätigkeiten als Übungsleiterinnen im Sport auch um die sozialen Belange der Kinder.
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