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Oberschule: Entscheidung verschoben
Bissendorf. Die Entscheidung, ob die Gemeinde Bissendorf für das kommende Schuljahr eine Oberschule mit gymnasialem Zweig einrichten darf, ist vertagt worden. Der Osnabrücker Kreistag will erst in seiner Sitzung am 27. Februar über den Antrag der Kommune befinden.
Zum Hintergrund: Den Hauptschulen laufen die Schüler weg. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen hat vergangenes Jahr mit ihrer Schulreform dieser Entwicklung Rechnung getragen. Haupt- und Realschulen können demnach zu einer Oberschule verschmelzen. Zudem besteht die Möglichkeit, an Oberschulen gymnasiale Zweige einzurichten. Den letztgenannten Weg will Bissendorf beschreiten.
Im Oktober hatte noch der alte Bissendorfer Rat sich einmütig für eine Oberschule mit gymnasialem Zweig ausgesprochen, und zwar als teilgebundene Ganztagsschule. Einen entsprechenden Antrag hat die Kommune inzwischen bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde gestellt.
Da der Landkreis Osnabrück der natürliche Träger dieser Schulform wäre, hatte die Gemeinde zudem die Übernahme der Trägerschaft vorgeschlagen. All diese Anträge richten sich zwar an die Landesschulbehörden, sie benötigen allerdings die Zustimmung des Kreises. Und die steht für den Gymnasialzweig noch aus.
Eine Entscheidung wollte der Kreistag zunächst noch in diesem Jahr fällen. Die vom niedersächsischen Kultusministerium festgesetzte Antragsfrist sollte nämlich am 31. Dezember dieses Jahres auslaufen. Nun hat das Ministerium die Frist bis zum 29. Februar verlängert. Das nimmt der Landkreis zum Anlass, das Thema Gymnasialzweig erst zur Beratung auf die Tagesordnung der Sitzung des Bildungsausschusses am 30. Januar zu setzen. Der Kreistag soll dann am 27. Februar eine Entscheidung darüber treffen, ob Bissendorf ab August für Fünftklässler einen gymnasialen Zweig anbieten kann. Gleiches gilt auch für Hagen und Hasbergen, die sich ebenfalls um diese Schulform bemühen.
„Je weniger Zeit zur Verfügung steht, desto anspruchsvoller ist die Umstellung“, sagt Bürgermeister Guido Halfter. „Unsere Haupt- und Realschule ist jedenfalls vorbereitet, eine Planungsgruppe ist längst eingerichtet worden.“
Eltern befragt
Eine erste Hürde hatte Bissendorf schon im September genommen. Eine Befragung der Eltern, deren Kinder eine der drei Grundschulen in der Gemeinde besuchen, stützt die Bemühungen. Eine Oberschule mit gymnasialem Zweig könnte demnach in den nächsten zehn Jahren pro Jahrgang im Schnitt mit etwa 37 Anmeldungen rechnen. Mindestens 27 Kinder hätten es sein müssen.
Grund für die Anstrengungen der Gemeinde ist die Eröffnung der Integrierten Gesamtschule in Melle. Die Bissendorfer befürchten negative Auswirkungen auf ihren Schulstandort.
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