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Die Konferenz „Sound Perspectives“ widmet sich im Osnabrücker Zentrum für Umwelttechnologie Fragen zu Klang und Musik
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Die Konferenz „Sound Perspectives“ widmet sich im Osnabrücker Zentrum für Umwelttechnologie Fragen zu Klang und Musik
Die Konferenz „Sound Perspectives“ widmet sich im Osnabrücker Zentrum für Umwelttechnologie Fragen zu Klang und Musik
Osnabrück. Richard Frostick bringt Stimmung in den funktionalen Vortragsraum des Zentrums für Umwelttechnologie. Der „Vocal Coach“ aus England lässt die Konferenz singen und setzt damit eine sehr reale, eine praktische Bezugsgröße zum Thema des Nachmittags, mit dem das Yeah!-Festival am Freitag bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu Gast ist. „Sound Perspectives“ lautet der Titel, Klangperspektiven. Ein straffes Programm gilt es zu absolvieren; im Viertelstundentakt geben sich die Referenden das Mikro in die Hand, um das Themenfeld Klang und Musik aus verschiedenen Blickwinkeln erörtern.
Das beginnt mit einem Vortrag des Architekten und Vibrafonisten Christopher Dell, der Theodor W. Adorno bemüht, um über das Verhältnis von Klang zu Musik und Rhythmus zu theoretisieren, gewissermaßen als philosophischen Einstieg in den Nachmittag. Konkreter im Hinblick auf das Festivalthema – immerhin ist ja Musikvermittlung das Ziel von „Yeah!“ – wird Anouk Diepenbroek vom Muziekgebouw aan’t IJ in Amsterdam.
Dieses moderne Konzerthaus setzt auf einen begehbaren Klangspielplatz, um Kinder und Jugendliche ans Haus zu binden.
Allerlei Geräte locken da, indem sie auf Knopfdruck oder durch Zeichenstifte generiert Sounds produzieren, vom Dancefloor mit klingenden Leuchtpunkten bis zum tönenden Ball.
„Everybody can be a musician“, lautet die marktschreierische These dahinter, und ein bisschen klingt das eher nach Dauerwerbesendung für klingelndes Spielzeug als nach seriöser Musikvermittlung. Dann doch lieber die praktische Auseinandersetzung in Form eines mehrstimmigen Gesangs, wie ihn Frostick entstehen lässt: und zwar rein akustisch, hand- oder in diesem Fall mundgemacht.
Hans Christian Schmidt-Banse widmet sich der Frage von Sound und Musik im Film und arbeitet anhand von „Mission Impossible“ und Lars von Triers „Antichrist“ das Gegensatzpaar physische Wirklichkeit/ästhetisch hergestellte Künstlichkeit im Film heraus. Clemens Clausen vom Fraunhofer-Institut spricht über Fragen der Elektroakustik und künstlicher Klangräume, die uns das Gefühl der Natürlichkeit vermitteln.
Klangkünstler Georg Klein schließlich erläutert das Prinzip seiner klangkünstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum – damit liefert er den theoretischen Hintergrund für die klingenden Mülltonnen, die in der Stadt Aufmerksamkeit für das „Yeah!“-Festival erzeugen sollen.
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