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Bissendorf: Reha-Klinik Werscherberg mit neuen Therapiemöglichkeiten
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Autor: Bärbel Recker-Preuin 16. November 2011 14:48 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

AWO-Einrichtung besteht seit 20 Jahren

Bissendorf: Reha-Klinik Werscherberg mit neuen Therapiemöglichkeiten

Bissendorf. Ein Schattendasein hat die Reha-Klinik nie geführt. Zwar beschaulich am Hang des Werscher Berges gelegen, ist es doch eine Einrichtung, die durch ihre Leistung überzeugt. Die Reha-Klinik ist eine anerkannte Adresse, wenn es um Kommunikationsstörungen geht. Zwanzig Jahre nach der Eröffnung gönnte sich die Awo-Einrichtung zwei neue Patientenhäuser mit zwölf Plätzen und ein Therapiehaus.

 
Der Vorstand des Awo-Bezirkes Weser-Ems und die Klinik-Leitung Werscherberg nahmen den Schlüssel für nochmals erweiterte Therapiemöglichkeiten bei Kommunikationsstörungen entgegen. Foto: Bärbel Recker-Preuin  Vergrößern

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„Die lange Warteliste war einfach nicht mehr vertretbar“, sagte Dr. Harald Groth, Vorsitzender des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems, und nannte damit den Hauptgrund für die Erweiterung, denn Kinder mit Sprach-, Stimm- und Kommunikationsstörungen brauchen rasche Hilfe. Das spricht auch dafür, dass die Reha-Klinik in Fachkreisen Hochachtung genießt und bei den kleineren und größeren Patienten beliebt ist. „Die Reha-Klinik stellt sich seit zwanzig Jahren klug auf Veränderungen ein“, lobte Harald Groth. Es wurde auf die medizinischen Indikationen und die Wünsche der Patienten reagiert, nach und nach entstanden weitere Patientenhäuser, das Schwimmbad wurde umgebaut, die therapeutischen Möglichkeiten ergänzt und die Einrichtung energetisch saniert. In den neuen Häusern hält die Klinik jetzt weitere zwölf Plätze vor. Als die Klinik 1991 aus dem benachbarten Sprachheilzentrum hervorging, gab es 24 Plätze, jetzt sind es 92. Außer den zwei neuen Häusern für Patienten und Begleitpersonen eröffnete die Awo ein Haus für Therapie und Bewegung.

Jetzt werde sich die Warteliste entsprechend kürzen, meinte Harald Groth und kündigte eine Zeit der Ruhe und Stabilisierung an. „Hier geht aber noch einiges“, entgegnete Guido Halfter. Der Bürgermeister freut sich über die erfolgreiche Einrichtung in seiner Gemeinde, denn immerhin arbeiten hier 130 Menschen, viele Patienten kommen nach Bissendorf, und nicht zuletzt ist die Klinik auch ein medizinisches Aushängeschild, dessen Wirkung als Spezialklinik für Kommunikationsstörungen weit über Bissendorf hinausstrahlt.

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter Planern und Handwerkern. Dafür dankte Architekt Martin Ferner allen Mitstreitern. Die neuen Häuser mussten in die Hanglage gebaut werden, was jetzt den Patienten eine fantastische Aussicht beschert, aber den Bauleuten Kopfschmerzen bereitet hatte.

Bei der Eröffnung stellte Halfter schon jetzt ein Geschenk zum Jubiläum in fünf Jahren in Aussicht: „Vielleicht gibt es dann eine Radwegeanbindung.“ Damit wäre die Idylle des Werscher Berges noch schneller erreichbar.

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