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Ortskern von Wietmarschen soll für 2,3 Millionen Euro umgestaltet werden
Wietmarschen. Im nächsten Jahr sollen erste Maßnahmen zur Umgestaltung des Ortskerns in Wietmarschen in Angriff genommen werden. Das kündigte Bürgermeister Alfons Eling in einer Bürgerversammlung zu diesem Thema in der Aula der Sünte-Marien-Schule an. Daran nahmen rund 120 Bürger teil.
Für das Projekt hatte der Gemeinderat bereits in diesem Jahr eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 800000 Euro für den Haushalt 2012 beschlossen. „Wir möchten die Umgestaltung in einem Vier-Jahres-Programm bis zum Jahr 2015 abschließen“, betonte der Bürgermeister. Er bezifferte die Gesamtkosten mit 2,3 Millionen Euro.
Die Gemeinde hoffe auf Fördermittel und habe entsprechende Anträge beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen in Meppen sowie beim niedersächsischen Sozialministerium im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gestellt.
Wie der Bürgermeister mitteilte, sollen die Maßnahmen in vier Teilabschnitten verwirklicht werden: 1. Neugestaltung der Lingener Straße (L45) zwischen der Marktstraße und der Straße Osterkamp. 2. Neugestaltung des Straßennetzes Am Markt, Marktstraße, der Straße Zum Schlackenbölt bis zur Einmündung der Straße Klostergarten sowie des kurzen Teilstücks der Matthias-Rosemeyer-Straße bis zur Stiftsbrücke. 3. Erweiterung des Marktplatzes. 4. Neubau eines Parkplatzes gegenüber der Wallfahrtskirche.
Nachdem die Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Grontmij/GfL Bremen im vorigen Jahr erste Planungen vorstellte, hat inzwischen die Ingenieurgesellschaft Lindschulte in Nordhorn in enger Abstimmung mit einem Arbeitskreis Detailplanungen entwickelt. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter des Rates, der Verwaltung, der Werbegemeinschaft, des Heimatvereins und der katholischen Kirchengemeinde an.
Projektingenieur Tobias Zuidinga und Abteilungsleiterin Marion Hotfilter (beide Büro Lindschulte) erläuterten in der Veranstaltung Einzelheiten. Demnach soll sich die Neugestaltung an ein „Shared-Space-Modell“ anlehnen. Dies bedeutet, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und nur Schilder mit dem Hinweis „30-Kilometer-Zone“ aufgestellt werden. Im Übrigen gilt die Rechts-vor- links-Regelung. Noch nicht entschieden ist die Frage, ob die Verkehrsflächen asphaltiert oder gepflastert werden sollen. Nach Angaben von Bauamtsleiter Jörg Peters ist eine Pflasterung mit einer höheren Unterhaltung verbunden. „Bei der neu gestalteten Hauptstraße in Lohne musste bereits mehrfach nachgebessert werden.“ Eling wird den Anliegern ein finanzielles Angebot unterbreiten, um auch die privaten Flächen in die Gestaltung einzubeziehen.
Bestandteil der Planungen ist der Einsatz von mobilen Pollern und transportablen Blumenkästen. Erfreut nahmen die Bürger zur Kenntnis, dass der Parkplatz gegenüber der Kirche deutlich erweitert wird. Geplant sind 77 Einstellplätze für Autos, vier Behindertenparkplätze, zwei für Busse und vier für Wohnmobile.
Vorgesehen ist auch, den Einmündungsbereich der Lingener Straße/Am Markt optisch aufzuwerten und auffällige Stelen aufzustellen. Auf ihnen soll vor allem auf die Wallfahrtskirche mit dem Stiftsbereich verwiesen werden. In der Lingener Straße ist in Höhe der Sparkasse eine Querungshilfe vorgesehen.
Eling wertete den Verlauf der Diskussion als grundsätzliche Zustimmung zu den Plänen. Abschließend werde der Rat in seiner Sitzung am 21. Dezember (Beginn 18 Uhr im Rathaus in Wietmarschen) über die Planungen befinden.
Die Schautafeln mit den Plänen sind ab sofort im Rathaus im Ortsteil Wietmarschen zu sehen. Die Gemeinde will zudem den in der Versammlung visualisierten Kurzfilm unter der Adresse www.wietmarschen.de ins Netz stellen. Weitere Anregungen erbittet die Gemeinde unter Telefon 05908/ 939931 sowie über E-Mail Peters@wietmarschen.de.
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