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Christoph Maria Herbst liest aus „Ein Traum von einem Schiff“ im Lingener Theater
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Christoph Maria Herbst liest aus „Ein Traum von einem Schiff“ im Lingener Theater
Christoph Maria Herbst liest aus „Ein Traum von einem Schiff“ im Lingener Theater
Lingen. Vorneweg, „Stromberg“ gab es am Dienstag nicht im Theater an der Wilhelmshöhe zu sehen. Christoph Maria Herbst, Hauptdarsteller der TV-Erfolgsserie „Stromberg“, las aus seinem Buch „Ein Traum von einem Schiff“. Dabei blieb es.
Auf rund 200 Seiten ließ sich der Schauspieler und Autor über das „Traumschiff, das neben der Sendung mit der Maus und dem Leopard-Panzer der größte deutsche Export-Schlager ist“, aus. Auf Einladung des Fernsehproduzenten Wolfgang Rademann durfte Herbst im Januar 2010 auf dem „Mumienschlepper“ mitschippern.
Während dieser drei Wochen auf der „schwimmenden Schwarzwaldklinik“, mit allerhand C-Promis an seiner Seite, erlebte er skurrile Momente, die er zwischen zwei Buchdeckel packte und per kurzweiligem Wortspielfeuerwerk zum Vortrag gab. Gewandt in Stimme und Dialektik, versorgte Herbst die Theaterbesucher mit Auskünften über die „liebenswerten öffentlich-rechtlichen Fossilien“, die samt Kamerateam und Passagieren von Panama nach Bora Bora fuhren, um die neue „Traumschiff“-Folge zu drehen.
Seine Rolle war „eine eindimensionale. Sie fügt sich in ihrer erfrischenden Konturlosigkeit und ihrer gnadenlosen Austauschbarkeit so passgenau in den Chor der anderen unglaubwürdigen Strichmännchen, dass es eine Freude ist“. Die Lacher waren auf seiner Seite, doch Herbst machte sie auf Kosten anderer. Des Öfteren blitzte durch, dass Herbst das beste, klügste, schönste und unterhaltsamste Produktionsmitglied war und alle anderen unter seinem Niveau lagen.
An diesen Stellen kam der bittere Spott und Hohn eines „Strombergs“ durch, der als fieser Abteilungsleiter einer Versicherung seine Kollegen die Knute spüren lässt. Herbst resümierte überspitzt und brachte die Wahrheit erst im Abschluss seiner Lesung zutage: „Ganz und gar frei in meinen Entscheidungen, durfte ich leben, wofür immer schon mein Herz geschlagen hatte. Das ist ein Leben, und das Leben ist ein Glück.“
Dieses Glück teilte Christoph Maria Herbst und ließ sein Honorar an diesem Abend in der Emsstadt. Die Erträge seiner Lesungen kommen karitativen Zwecken zugute. In Lingen erhält die Bürgerstiftung den Betrag. Dafür ein Danke, und für die Lesung ein Danke und für den „Stromberg“, dessen fünfte Staffel an diesem Abend auf Pro7 ins Rennen ging. Also schnell nach Hause und als Couchkartoffel den wahren Meister der Gehässigkeit anschauen – den Herbst muss man nicht bierernst nehmen – dafür wird er dann auch nicht kielgeholt!
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