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Die ersten Räder drehen sich
Osnabrück/Harsewinkel. Die ersten gemeinsam errichteten Windräder drehen sich. Und soweit es nach den beteiligten Partnern geht, könnten die nächsten umgehend folgen: Mit dem Engagement für den neuen Windpark in Harsewinkel treiben die Stadtwerke Osnabrück und Gütersloh die Vernetzung der kommunalen Infrastrukturdienstleister in der Region voran.
Im April gingen die beiden 98 Meter hohen Windräder ans Netz, die im Windpark Harsewinkel künftig rund 8,3 Millionen Kilowattstunden „grünen“ Strom pro Jahr erzeugen. Damit versorgen sie rein rechnerisch knapp 2400 Haushalte.
„Gemeinsam mehr für die Region bewegen“ – unter diesem Motto holten die Stadtwerke Osnabrück und die von den Stadtwerken Gütersloh und der Volksbank Gütersloh erst vor wenigen Wochen zu diesem Zweck gegründete „Grün-Energie eG“ als dritten Partner den Hersteller Enercon ins Boot.
Als „attraktives Geschäftsmodell mit Modell-Charakter“ bezeichneten die Vorstände der Grün-Energie, Axel Kirschberger und Uwe Pöppelmann das gemeinsame Engagement. Schließlich bündelt die partnerschaftliche Beteiligung Kompetenzen ebenso wie Ressourcen.
Rund 1,8 Millionen Euro investierten dabei die Stadtwerke Osnabrück in den neuen Windpark, der ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Ausbau regenerativer Energieerzeugung in der Region ist.
Die Bildung von regionalen Netzwerken sei ein besonderes Anliegen der Stadtwerke, erklärte Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann. „Denn gemeinsam lassen sich auch größere Projekte stemmen.“
Bei den ersten beiden Windrädern des neuen Netzwerkes soll es deshalb nicht bleiben – im Gegenteil: „Zeigen Sie uns die nächste verfügbare Fläche, und wir unterschreiben heute noch den Vertrag“, scherzten die Partner gut gelaunt bei der Ortsbesichtigung in Harsewinkel.
Ausreichend Mittel stehen auf beiden Seiten zur Verfügung: Insgesamt 180 Millionen Euro sollen im Rahmen der Initiative Kompetenz Umwelt Klima (KUK) der Stadtwerke Osnabrück schwerpunktmäßig in die Eigenerzeugung von „grünem“ Strom fließen. Immerhin 35 Millionen Euro umfasst für Gütersloh das „Klimakonzept 2000“.
Geeignete Standorte, die nicht nur verfügbar sind, sondern gleichermaßen die Belange von Natur, Bürgern und Wirtschaftlichkeit berücksichtigen, sind jedoch rar gesät.
Die Stadtwerke Osnabrück blicken deshalb weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Immerhin reichen ihre Beteiligungen an Windparks inzwischen sogar bis nach Schottland.
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