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Amphibienschutz in Spelle
Spelle. An zwei Gewässern in den Speller Ortsteilen Varenrode und Venhaus haben engagierte Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Rheine Maßnahmen zur Ansiedlung bedrohter Amphibienarten getroffen. Das ökologisch vorbildliche Projekt in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA), der Stiftung Artenschutz und des Landesfischereiverbands (LFV) Westfalen und Lippe e.V. wurde gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Amphibien gehören weltweit zu den am stärksten gefährdeten Tiergattungen. Immer mehr Fröschen, Kröten und Molchen fehlt es an natürlichem Lebensraum. In Deutschland sind von den 21 heimischen Arten die meisten vom Aussterben bedroht. Um dem entgegenzuwirken, hat der Angelsportverein am Projekt „Amphibienschutz am Angelgewässer“ teilgenommen.
Der See in Varenrode bietet neben weitverbreiteten Amphibienarten wie Erdkröte, Grasfrosch oder Teichmolch auch der selteneren Erdkröte wertvollen Lebensraum.
Der ASV Rheine hat den See von der Firma Nie-Tieke gepachtet. Diese hatte bereits nach Ende des Sandabbaus vor rund sechs Jahren gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland Rekultivierungsmaßnahmen vorgenommen.
Lob für Angelverein
Fachkundiger Leiter des Projekts „Amphibienschutz am Angelgewässer“ war Jürgen Birtsch von der ARA, der darauf verwies, dass mit tatkräftiger Unterstützung des ASV Rheine in diesem Sommer mehrere kleine Tümpel angelegt und offene Flächen geschaffen worden seien. Dieses vor Verwaldung geschützte Gelände biete Amphibien einen idealen Lebensraum, denn in den flachen Teichen könne sich das Wasser im Frühjahr leicht erwärmen. Wechselwarme Tiere wie Frösche, Kröten und Lurche könnten sich dort schneller entwickeln. Die lobenden Worte von Jürgen Birtsch galten den vielen erwachsenen und jugendlichen Helfern aus den Reihen des ASV Rheine, denen er eine „wirklich mustergültige Naturschutzmaßnahme“ bescheinigte.
„Das Thema Naturschutz ist für unsere Anglerinnen und Angler kein bloßes Lippenbekenntnis. Angelfischer sind aufgeschlossene Naturschützer, die sich intensiv mit dem Lebensraum Gewässer und seinem Umfeld beschäftigen. Da ist es naheliegend, dass wir Angler uns auch dem Artenschutz widmen“, betonten Reinhold Plake als zweiter Vorsitzender des ASV Rheine und Annika Rohde vom LFV. Sie hoffen ebenso wie die Stiftungsvertreter Gerald Knauf und Jürgen Wolters, noch möglichst viele Angelvereine für den Amphibienschutz an ihren Gewässern gewinnen zu können.
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