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Solarpark in Melle steht kurz vor dem Start
Melle. Unübersehbar wächst der erste Solarpark auf Meller Stadtgebiet links und rechts der Autobahn weiter: In den vergangenen Tagen wurden nämlich die blau schimmernden Solar-Module montiert. Ende November/Anfang Dezember soll die 1,8-Megawatt-Anlage dann in Betrieb genommen werden.
„Wir sind gut im Zeitplan“, sagte gestern Ernst-August Hoppenbrock auf Anfrage. Er baut gemeinsam mit seinem Sohn Hendrik den Solarpark. Betreiber der Anlage sind dann künftig Hendrik Hoppenbrock und das „Teutoburger Energie Netzwerk“. Dabei handelt es sich um ein genossenschaftlich organisiertes Unternehmen mit 3000 Mitgliedern aus Hagen a. T. W. Hendrik Hoppenbrock hält zwei Drittel Anteile und das Teutoburger Energie Netzwerk ein Drittel an der gemeinsamen Meller Unternehmung.
Ernst-August Hoppenbrock erläuterte den weiteren Ablauf. Zunächst sei es noch notwendig, auch die letzten Module auf die bereits vorhandenen Halterungen zu setzen. „Dann gilt es, die Anschlüsse an das RWE-Netz zu legen.“ Die entsprechende Übergabestation ist ein Trafo an der Schwanemühle.
Hoppenbrock verwies auf die bundesweit geregelten gesetzlichen Vorgaben für den Bau solcher Anlagen. So gelte es unter anderem, Mindestabstände zu Autobahnen oder Bahnlinien einzuhalten.
Fünf Hektar groß ist die Fläche des Meller Solarparks. Auch sie gehört Hendrik Hoppenbrock und diente bisher als Ackerland. „Wenn man dieselbe Energieleistung unserer Solaranlage mit Biogas erzeugen wollte, hätte man mehrere Hundert Hektar Fläche benötigt“, betonte Ernst-August Hoppenbrock die Effektivität des Solarparks. Die gut zwei Millionen Kilowattstunden, die im Jahr erzeugt werden, reichen seinen Angaben nach aus, um 700 bis 800 Haushalte mit Strom zu versorgen.
Möglicherweise paaren sich im nächsten Jahr auch noch Öko-Energie mit Öko-Flächenbewirtschaftung. Hoppenbrock überlegt, ob dann vielleicht Schafe das aufkeimende Grünzeug am Boden unter und zwischen den Modulen kurzhalten. „Bisher wollten wir die Flächen mähen, aber eventuell können wir sie auch einem Schäfer anbieten.“
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