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Piraten und UWG bilden eine Gruppe im Osnabrücker Stadtrat
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Autor: Wilfried Hinrichs 21. Oktober 2011 18:19 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Roland T. Dienstag, 25. Oktober 2011 11:46 Uhr

Neues Bündnis

Piraten und UWG bilden eine Gruppe im Osnabrücker Stadtrat

Osnabrück. Die Piratenpartei und die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) bilden im neuen Stadtrat eine Gruppe. „Eine Zusammenarbeit, die in der Kommunalpolitik Schule machen soll“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

 
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Ralf ter Veer (Piratenpartei) Wulf Siegmar Mierke (UWG)

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„Wir werden zeigen, dass man sich als Politiker nicht um der Macht willen verbiegen muss“, heißt es in der Mitteilung von Wulf-Siegmar Mierke (UWG) und Ralf ter Veer (Piraten). Die wichtigsten Ziele der neuen Gruppe „UWG und Piraten“ seien mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz und mehr Sachentscheidungen. „Zusammen repräsentieren wir 4,9 Prozent der Stimmen und werfen damit mehr Gewicht in die Waagschale als FDP und Linke.“

Die beiden versprechen eine „konstruktiv-kritische Oppositionspolitik“ und einen neuen Politikstil, der in drei Punkten konkret umgesetzt werden soll: UWG/Piraten fordern eine Bürgerbefragung vor einer endgültigen Entscheidung über den Neumarkt, sie schlagen neue Formen der Bürgerbeteiligung über das Internet vor und wollen einen Bürgerhaushalt einführen, durch den die Bürger Einfluss auf die Investitionsentscheidungen nehmen könnten.

„Die UWG ist der richtige Partner, weil wir beide den Fraktionszwang und faule Kompromisse ablehnen“, sagte Ralf ter Veer. Auch wenn die UWG deutlich mehr als die Piraten kommunalpolitisch ausgerichtet sei, gebe es eine große inhaltliche Schnittmenge. Der UWG gehe es um sachgerechte Politik, sagte der 30-Jährige. Bei den Gesprächen mit den anderen Fraktionen habe er eher das Gefühl gehabt, ausgehorcht zu werden, sagte ter Veer. „Die wollten nicht von den Piraten lernen, sondern nur erfahren, warum die Piraten so erfolgreich sind.“

Mierke sagte, es sei schnell ein Vertrauensverhältnis entstanden: „Die Chemie stimmt.“ Der 57-Jährige vertrat die UWG viereinhalb Jahre allein im Rat. Im Frühjahr schloss sich ihm der SPD-Abweichler Nils Peters an. Er hätte das Einzelkämpferdasein auch im neuen Rat fortgesetzt, sagte Mierke. Aber als Gruppe könnten UWG und Piraten nicht mehr von den anderen Fraktionen übergangen und von interfraktionellen Sitzungen ausgeschlossen werden.

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  Leserkommentare

 
Roland T., Dienstag, Oktober 25, 2011 um 11:46 Uhr Fraktionen haben noch mehr Vorteile Fraktionen haben Stimmrecht in den Ausschüssen. Fraktionen können an den interfraktionellen Sitzungen teilnehmen. Fraktionen haben es wesentlich einfacher an Informationen zu kommen... und was die finanziellen Zuschüsse angeht: ich will Sie, T.U., mal sehen, wenn Sie die ganze Ratsarbeit neben ihrem Beruf und ihren privaten Verpflichtungen erledigen müssen. Das Geld ist afaik dazu gedacht, eine Bürokraft zu bezahlen, die sich um den ganzen täglichen Kleinkram kümmert. Ich bin übrigens kein Pirat, aber ich sympathisiere mit ihrer Offenheit. Das würde anderen Fraktionen auch gut zu Gesicht stehen.

 
T. U., Samstag, Oktober 22, 2011 um 16:38 Uhr Genauso ist es... ... wofür brauchen UWG und Piraten überhaupt Fraktionszuschüsse? Wenn es nach ihnen ginge und alle Entscheidungen (vgl. drei Punkte: Neumarkt, Internetentscheidungen und Bürgerhaushalt) direkt von den Bürgern getroffen werden, macht sich der Stadtrat inkl. aller Fraktionen/Gruppen doch selbst überflüssig.. Wofür wählen wir eigentlich? Damit die wichtigen Entscheidungen demnächst nur noch von Verwaltung und NOZ vorbereitet werden?

 
W. K., Freitag, Oktober 21, 2011 um 20:40 Uhr So, so.... Sie mögen also keinen Fraktionszwang, die beiden Herren von UWG und Piratenpartei. Ja, warum schließen sie sich dann zusammen? Oder geht es ihnen nur um finanzielle Zuschüsse durch die Stadt (Stellen, die durch die Stadt finanziert werden müssen)? Die werden nämlich erst ab Fraktionsstärke fällig.
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