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„Von Sternen, Nebeln und Galaxien“ – Finalist für den „Young Earopean Award“ des „Yeah!“-Festivals
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„Von Sternen, Nebeln und Galaxien“ – Finalist für den „Young Earopean Award“ des „Yeah!“-Festivals
„Von Sternen, Nebeln und Galaxien“ – Finalist für den „Young Earopean Award“ des „Yeah!“-Festivals
Osnabrück. Vom 13. bis 19. November findet das Yeah!-Festival statt, das Projekte präsentiert, die vor allem junge Menschen an klassische und zeitgenössische Musik heranführen sollen. Im Rahmen des Festivals wird der „Young Earopean Award“ verliehen. In einer Serie stellen wir Finalisten vor, die von einer Jury aus 165 Bewerbungen für die Endrunde ausgewählt wurden.
Ein außergewöhnliches Projekt führte im vergangenen Jahr dazu, dass sich Mitarbeiter und Auszubildende eines Automobilherstellers in Österreich mit Neuer Musik befassten und selbst zu Ausführenden wurden. „Arcana“ nennt sich ein Festival in St. Gallen, das sich zum Ziel gesetzt hat, dem Klischee entgegenzuwirken, Neue Musik sei schwer zu vermitteln. Daher hat es sich auch einen Namen gegeben, der einer Partitur des amerikanischen Komponisten und Musikpioniers Edgar Varèse entlehnt ist. Doch war es kein Werk von Varèse, mit dem sich die Autobauer auseinandersetzten, sondern die Komposition „Pleïades“ von Iannis Xenakis, die dieser 1978 für sechs Schlagzeuger schrieb.
Unter der Anleitung von Mitgliedern des Schlagquartetts Köln erforschten die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Georg Fischer in Altenmarkt die Geheimnisse des Stücks. Zwei Wochen lang gingen sie auf Entdeckungstour: Welche Gegenstände, mit denen sie täglich hantieren, könnte man zu Instrumenten umfunktionieren? Welche Materialien, aus denen sie Autoteile bauen, sind dazu prädestiniert, spezifische Klänge zu erzeugen. So kam es, dass sie ein eigenes Stück kreierten, das schließlich im Rahmen des „Arcana“-Festivals im August 2010 in einer zum Konzertsaal umfunktionierten Versandhalle der Autofirma aufgeführt wurde. „Von Sternen, Nebeln und Galaxien“ nannten sie die Performance, bei der zum Beispiel Magnesiumplatten, Karosserieteile und Ölfässer zu Klangerzeugern wurden. Das kreative Musikprojekt versuchte, Themen des Arbeitsprozesses wie Zeit, Geschwindigkeit, Bewegung und Statik als Parameter in die Aufführung einfließen zu lassen. Der erfolgreiche Vermittlungsprozess und die Motivation der Automobilbauer, ihre Erfahrungen in eine Performance einzubringen, führten zu der Entscheidung der Yeah!-Jury, das „Arcana“-Projekt für die Kategorie „Process“ ins Finale des „Young Earopean Award“ zu wählen.
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