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Emslandlager im NDR
Meppen. Ein NDR-Fernsehteam ist kürzlich anlässlich der Eröffnung der Gedenkstätte Esterwegen am Gymnasium Marianum zu Gast gewesen. Interviewt wurde Geschichtslehrer Henning Harpel, und zwar zur Einstellung der emsländischen Bevölkerung in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den Emslandlagern.
Harpel hatte sich in seiner Examensarbeit, die in der Reihe „Emsländische Geschichte“ (Band 12) publiziert wurde, mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt und konnte somit im Gespräch mit Ruth Hunfeld vom NDR fundiert Rede und Antwort stehen. Das Verhalten der hiesigen Bevölkerung sei im Untersuchungszeitraum von Verschweigen und Verdrängen gekennzeichnet gewesen, sagte er. Häufig sei er bei seinen Recherchen auf eine „Mauer des Schweigens“ gestoßen.
Heute stoße man in der jüngeren Generation eher auf Desinteresse an den damaligen grausamen Ereignissen vor der Haustür, was die Wichtigkeit von Gedenkstätten zur Pflege der Erinnerungskultur eindeutig belege. Der Beitrag wird am31. Oktober um 19.30 Uhr in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ ausgestrahlt.
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