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Halle-Borgholzhausen: Umweltschützer klagen gegen A 33
Borgholzhausen/Dissen. Sie geben nicht auf: Auch gegen das letzte Teilstück für den Lückenschluss der Autobahn 33 zwischen Borgholzhausen und Halle haben die Umweltverbände Klage eingereicht. Ihrer Ansicht nach werden Natur- und Artenschutz nicht ausreichend berücksichtigt. Es fehle an Ausgleichsflächen. Damit wird sich der Bau der Trasse erneut verzögern.
Das Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig dauert sicher ein bis anderthalb Jahre – mindestens. Dabei räumen die Kommunalpolitiker im Kreis Gütersloh der Klage geringe Chancen ein. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) hält sie sogar für eine „Geldverschwendung“.
Der Sprecher der Umweltverbände in Ostwestfalen-Lippe, Karsten Otte, sieht das naturgemäß anders: „Wir versuchen Anwälte der Natur zu sein und die Menschen an den schlimmsten Auswüchsen der Ignoranz zu hindern.“ Deshalb fordern die Naturschützer außer einer von vier auf sechs Meter erhöhten Wall-Wand-Konstruktion rechts und links der Autobahn als Überflugschutz für die Bechsteinfledermaus auch noch einen sechs Meter hohen Zaun. Dieser soll auf dem Mittelstreifen aufgestellt werden, damit die Fledermäuse zwischendurch nicht aus Versehen auf der Autobahn landen.
Die Planer halten dagegen: Zwischen Halle und Borgholzhausen sollen sechs Grünbrücken die zwölf Kilometer lange A-33-Trasse überspannen. Das sei im deutschen Straßenbau einmalig, so Jens Kronsbein, Leiter des Verfahrens bei der Bezirksregierung Detmold. Insgesamt sollen 26,5 Millionen Euro in Tierquerungshilfen, Ausgleichsflächen und Schutzwälle fließen, die beispielsweise den Fledermäusen beim Überfliegen der Fahrbahn behilflich seien. Zudem wurde die Trasse aus Naturschutzgründen bereits nach Norden verschoben.
Doch nicht nur die seiner Ansicht nach fehlenden Ausgleichsflächen und Schutzmaßnahmen für die Natur stören den BUND. Er hält die A33 von Halle nach Borgholzhausen ohnehin für verzichtbar. Ebenso wie die Verlängerung der Autobahn 33 in nördlicher Richtung von Osnabrück in Richtung der A1. Beide finden sich auf einer Streichliste des BUND.
Der insgesamt 28 Kilometer lange Lückenschluss von Bielefeld bis Borgholzhausen soll Ostwestfalen-Lippe mit dem Osnabrücker Land und Norddeutschland verbinden. Das Autobahn-Teilstück direkt an der Grenze zum niedersächsischen Dissen käme neben dem Fernverkehr insbesondere den stark belasteten Anliegern der B 68 entgegen, die in Halle tagtäglich unter dem Strom der Lkw leiden, der sich durch den eng bebauten Ortskern schiebt.
Doch je mehr sich der Baubeginn verzögert, desto fraglicher könnte die Finanzierung des 130-Millionen-Projekts werden. Denn die A33 konkurriert mit anderen Straßenbauplänen. Und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat angekündigt, die Bundesmittel für den Autobahnbau in NRW von 310 Millionen Euro auf 132 Millionen Euro im Jahr 2014 zu verknappen. Das Bundesverwaltungsgericht musste sich schon einmal mit der Autobahn 33 beschäftigen. Vor zwei Jahren hatte es Klagen gegen den Bau des Abschnittes zwischen Bielefeld und Steinhagen abgewiesen.
Dieses erste, gut sechs Kilometer lange Teilstück im Bielefelder Süden soll im Herbst 2012 fertig sein und kostet knapp 110 Millionen Euro. Auf dem zweiten Bauabschnitt zwischen Bielefeld und Steinhagen wachsen derzeit Brücken in die Höhe. „Diese werden zuerst gebaut, damit die anliegenden Straßen wieder erschlossen werden können“, so Sven Johanning von Straßen NRW.
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Wenn "Umweltschützer" etwas fordern - gut, dann sollen sie es auch zahlen! Nicht immer nur die anderen.
Auch ich bin für Umweltschutz, habe dafür nicht unerheblich gezahlt, aber bei allem Verständnis für Umweltschutz MUSS auch an den Schutz der Betroffen gedacht werden!
Anders kann ich diese Entwicklungsverhinderer und indirekten Umwelt-Verschmutzern (Umleitung des Verkehrs durch kleine Dörfer, Städte und "Lebensräume" von Menschen) nicht nennen.