Noz
Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Georgsmarienhütte

|

Die Kohle und der Ottoschacht: Erinnerung an den Bergbau in Kloster Oesede
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Autor: Horst Troiza 07. Oktober 2011 15:43 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Zuletzt hat kommentiert:
568
Wolfgang T. Samstag, 11. Februar 2012 15:40 Uhr

Industriegeschichte enthüllt

Die Kohle und der Ottoschacht: Erinnerung an den Bergbau in Kloster Oesede

Georgsmarienhütte. Drei Schautafeln an der Glückaufstraße erinnern seit Donnerstagabend an die Zeit des Bergbaus in GMHütte und dem Osnabrücker Südkreis. Der Aufstellort befindet sich an der Stelle der Kohlenwäsche des ehemaligen Ottoschachts.

 
1 bis 2 von 2
Die Enthüllung der Schautafeln zur Geschichte des Bergbaus nahmen (vorne, von rechts) Günter Rolwes vom Heimatverein, Ratsmitglied Clemens Haskamp und Bürgermeister Ansgar Pohlmann gemeinsam vor. Foto: Elvira Parton Das freigelegte Gewölbemauerwerk dient als Anschauungsobjekt. Ein Blickfang ist auch die alte Lore, mit der früher Kohle transportiert wurde. Fotos: Elvira Parton

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Der professionelle Abbau von Kohle hatte in Kloster Oesede mit dem Abteufen des Ottoschachts begonnen. Vom Jahr 1868 an wurde dort in Verlängerung des Georgschachts in Oesede Steinkohle gefördert, die für den Betrieb der Georgsmarienhütte bestimmt war. Obwohl 1867 bereits eine Tiefe von 130 Metern erreicht worden war, wurde der Abbau immer wieder durch das Eindringen von Wasser beeinträchtigt. Eine historische Quelle gibt an, es „kostete Mühe, denOttoschacht vor dem Ersaufen zu retten“.

Anlage wurde demontiert

Neben dem Ottoschacht wurde eine Kohlenwaschanlage errichtet, die für die Reinigung des aus den umliegenden Anlagen gewonnenen Brennstoffs bestimmt war. Dort wurde eigens ein Halt für die Betriebsbahn mit dem Namen „Ottoschacht“ eingerichtet. Die Wassersituation sowie die Konkurrenz der billigen Kohle aus dem Ruhrgebiet machten den Abbau von Kohle im Südkreis auf Dauer jedoch weniger rentabel. Der Betrieb des Schachts wurde eingestellt, ebenso die Kohlenwäsche und der Bahnhof. Der größte Teil der Anlagen wurde demontiert, und die Zeugnisse des Bergbaus in Kloster Oesede verschwanden buchstäblich vom Erdboden.

Das wäre auch so geblieben, wenn nicht zu Beginn dieses Jahrhunderts während der Abbrucharbeiten der ehemaligen Gaststätte „An der blauen Donau“ ein Bagger Reste der alten Anlagen wieder ans Tageslicht geholt hätte. In der Folgezeit wurden Anstrengungen unternommen, weitere Zeugnisse des Bergbaus zu finden. Unter anderem bestand die Vermutung, dass man auf einen Stollen treffen müsste, der vom Grundstück der Blauen Donau unter der Glückaufstraße in Richtung Norden verlaufen sollte.

„Wir haben vieles freigelegt, aber was wir gesucht haben, wurde nicht gefunden“, sagte Johannes Börger vom Kulturamt. Mithilfe der Bildungswerkstatt wurden aber drei Einzelstollen mit Gewölbemauerwerk freigelegt, die nun als Anschauungsobjekte dienen. Bürgermeister Ansgar Pohlmann dankte den am Projekt Beteiligten, unter anderem dem Heimatverein Kloster Oesede, für die geleistete Arbeit bei der Errichtung der Erinnerungsstätte. Drei große Tafeln, für die Lothar Hülsmann Text und Layout erstellte, geben Auskunft über das Bergbauwesen in Georgsmarienhütte und die Geschichte des Ottoschachts.

Lesen Sie auch ...

 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare

 
Wolfgang T., Samstag, Februar 11 um 15:40 Uhr Kohlestollen in Kloster Oesede Was da jetzt freigelegt wurde, sind meines Wissens nur Lüftungsgänge. Wie mir 1964 erzählt wurde, soll zwischen den Gleisen 1 und 2 etwa in Höhe dieser Lüftungsschächte in 2 bis 3 Meter Tiefe eine Abdeckung sein, die in einen Schacht führt, aber vollgelaufen ist. Das soll bei Umbauarbeiten festgestellt worden sein. Auch unter dem Bahnhofsgebäude befindet sich vermutlich ein Schacht, denn beim Eintreiben der Erdungsstange für die Funkantenne traf man auf einen größeren Hohlraum.
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

25716471-1
Endpreis: 17.450 €
Erstzulassung: 01.01.2012
Kilometerstand: 10 km
Motorenleistung: 88 kW
24785895-1
Endpreis: 28.950 €
Erstzulassung: 01.08.2011
Kilometerstand: 10 km
Motorenleistung: 118 kW
26078829-1
Endpreis: 19.888 €
Erstzulassung: 01.02.2008
Kilometerstand: 129965 km
Motorenleistung: 125 kW






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: