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Die Kohle und der Ottoschacht: Erinnerung an den Bergbau in Kloster Oesede
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Die Kohle und der Ottoschacht: Erinnerung an den Bergbau in Kloster Oesede
Die Kohle und der Ottoschacht: Erinnerung an den Bergbau in Kloster Oesede
Georgsmarienhütte. Drei Schautafeln an der Glückaufstraße erinnern seit Donnerstagabend an die Zeit des Bergbaus in GMHütte und dem Osnabrücker Südkreis. Der Aufstellort befindet sich an der Stelle der Kohlenwäsche des ehemaligen Ottoschachts.
Der professionelle Abbau von Kohle hatte in Kloster Oesede mit dem Abteufen des Ottoschachts begonnen. Vom Jahr 1868 an wurde dort in Verlängerung des Georgschachts in Oesede Steinkohle gefördert, die für den Betrieb der Georgsmarienhütte bestimmt war. Obwohl 1867 bereits eine Tiefe von 130 Metern erreicht worden war, wurde der Abbau immer wieder durch das Eindringen von Wasser beeinträchtigt. Eine historische Quelle gibt an, es „kostete Mühe, denOttoschacht vor dem Ersaufen zu retten“.
Anlage wurde demontiert
Neben dem Ottoschacht wurde eine Kohlenwaschanlage errichtet, die für die Reinigung des aus den umliegenden Anlagen gewonnenen Brennstoffs bestimmt war. Dort wurde eigens ein Halt für die Betriebsbahn mit dem Namen „Ottoschacht“ eingerichtet. Die Wassersituation sowie die Konkurrenz der billigen Kohle aus dem Ruhrgebiet machten den Abbau von Kohle im Südkreis auf Dauer jedoch weniger rentabel. Der Betrieb des Schachts wurde eingestellt, ebenso die Kohlenwäsche und der Bahnhof. Der größte Teil der Anlagen wurde demontiert, und die Zeugnisse des Bergbaus in Kloster Oesede verschwanden buchstäblich vom Erdboden.
Das wäre auch so geblieben, wenn nicht zu Beginn dieses Jahrhunderts während der Abbrucharbeiten der ehemaligen Gaststätte „An der blauen Donau“ ein Bagger Reste der alten Anlagen wieder ans Tageslicht geholt hätte. In der Folgezeit wurden Anstrengungen unternommen, weitere Zeugnisse des Bergbaus zu finden. Unter anderem bestand die Vermutung, dass man auf einen Stollen treffen müsste, der vom Grundstück der Blauen Donau unter der Glückaufstraße in Richtung Norden verlaufen sollte.
„Wir haben vieles freigelegt, aber was wir gesucht haben, wurde nicht gefunden“, sagte Johannes Börger vom Kulturamt. Mithilfe der Bildungswerkstatt wurden aber drei Einzelstollen mit Gewölbemauerwerk freigelegt, die nun als Anschauungsobjekte dienen. Bürgermeister Ansgar Pohlmann dankte den am Projekt Beteiligten, unter anderem dem Heimatverein Kloster Oesede, für die geleistete Arbeit bei der Errichtung der Erinnerungsstätte. Drei große Tafeln, für die Lothar Hülsmann Text und Layout erstellte, geben Auskunft über das Bergbauwesen in Georgsmarienhütte und die Geschichte des Ottoschachts.
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