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Der Osnabrücker Michael Brehe läuft Extremstrecken wie den Sparthathlon
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Der Osnabrücker Michael Brehe läuft Extremstrecken wie den Sparthathlon
Der Osnabrücker Michael Brehe läuft Extremstrecken wie den Sparthathlon
Osnabrück. „Ich wollte mal ausprobieren, ob ich das schaffe“, sagt Michael Brehe. Er hat es geschafft. Der 50-Jährige ist beim Spartathlon in Griechenland unglaubliche 246 Kilometer am Stück gelaufen. Seit 2003 läuft Michael Brehe – und läuft und läuft und läuft…
Ein Freund aus Bayern, der beim München-Marathon an den Start gegangen war, hatte ihn auf die Idee gebracht. „Ich wollte das auch ausprobieren“, sagt der IT-Spezialist lapidar. Er sei dann aus dem Stand einfach mal fünf Kilometer um den Block gelaufen. „Das ging ganz locker.“ Schon nach vier Wochen lief er seinen ersten Halb-Marathon über 21 Kilometer. Ein halbes Jahr später hatte er das selbst gesteckte Ziel erreicht und den München-Marathon geschafft.
Nachdem der Muskelkater verflogen war, dachte sich Michael Brehe, dass es doch schade wäre, jetzt schon wieder aufzuhören. Also machte er weiter. Nach München lief er den Hamburg-Marathon, anschließend stand Reykjavík auf der Liste. „Da wollte ich immer schon mal hin.“
Nach Island sollte es wieder weitergehen. „Im Internet habe ich etwas über lange Läufe gelesen“, erzählt der drahtige Mann. 2006 lief er in Basel seinen ersten Ultra-Marathon: 100 Kilometer. Auch das wollte er einfach mal ausprobieren. Die Läufer gingen nachts an den Start. Michael Brehe hatte sich vorgenommen, unter zehn Stunden zu bleiben. Er schaffte es. Seine Zeit: 9,37 Stunden. „Ich war sehr froh darüber, dass es geklappt hat“, sagt er heute noch, als sei er über sich selbst überrascht. Im nächsten Atemzug fügt er an: „Man muss sich quälen, nach der Arbeit geht’s zum Laufen.“
Michael Brehe will sich quälen. Er läuft nicht um des Laufens willen. Michael Brehe steckt sich ein Ziel. „Und das will ich erreichen. Punkt.“ Sein bisher ehrgeizigstes Ziel war es, beim Spartathlon die 246 Kilometer unter 36 Stunden zu bleiben. Die Strecke führt von Athen nach Sparta. Der Spartathlon geht auf den griechischen Boten Pheidippides zurück, der 490 v. Chr. während der Perserkriege von den Athenern nach Sparta geschickt worden sein soll, um die Spartaner um Hilfe in der bevorstehenden Schlacht bei Marathon zu bitten. Michael Brehe absolvierte den Spartathlon in einer Zeit von 35,27 Stunden. „Das war nicht schwierig“, sagt er und gibt zu, dass er danach einen Tag lang „kaputt“ war. Über seine Motivation, so eine lange Strecke zu laufen, sagt er wieder: „Ich wollte sehen, ob ich das schaffe.“
Sein nächstes Ziel ist der Ultrathlon im Death Valley. Das Tal im US-Bundesstaat Nevada gehört zu einem der heißesten und trockensten Gebiete der Erde. Dort will Michael Brehe im nächsten Sommer 217 Kilometer am Stück laufen. Seine Strecken legt er übrigens im rot-weißen Trikot des FC Bayern München zurück. „Ich bin seit meiner Kindheit Fan“, erklärt er. Die besondere Kluft hat er ausgewählt, um einen ironischen Kontrast zu seinen Läufer-Kollegen zu setzen: „Die anderen laufen in ihren Top-Fitness-Klamotten. Ich komme mit einem alten Bayern-Trikot, das ich bei E-Bay ersteigert habe.“Unter dem Motto „Das ist mein Ding“ porträtieren wir Menschen aus Osnabrück und Umgebung, die ein seltenes Hobby haben, außergewöhnliche Sachen sammeln oder einer anderen großen Leidenschaft mit einer besonderen Hingabe nachgehen. Wenn Sie auch dazugehören und in dieser Reihe auftauchen möchten, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an stadt-osnabrueck@noz.de.
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