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„Ein großes Herz für alle Ausgegrenzten“
pm Sögel. Die Verabschiedung von Christine Schütte und die Einführung ihres Nachfolgers Peter Meiners haben Kollegen, Mitarbeiter und Jugendliche in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth mit einem beeindruckenden Gottesdienst gefeiert.
Christine Schütte wechselt nach vier Jahren als Jugendbildungsreferentin im Marstall in den pastoralen Dienst des Bistums Osnabrück. Beim Gottesdienst ging es um Ja-Sager und praktische Menschen, wie Kaplan Jürgen Krallmann in seiner Predigt betonte, bzw. um Menschen, die, wie Christine Schütte und in ihrer Nachfolge Peter Meiners, anpacken, wo es nötig ist. Sie tun dies, weil ihnen das Helfen eine Herzensangelegenheit sei, nicht aber die zur Schau gestellte Frömmigkeit.
Auch der Diözesanjugendseelsorger Michael Franke würdigte in einem Grußwort Schüttes großes Engagement für Menschen mit Behinderung und wünschte dem Nachfolger ein genauso großes Herz „für alle Ausgegrenzten in unserer Gesellschaft“.
Jenseits sozialer Ausgrenzung und Berührungsangst habe Schütte voller Tatendrang und Kreativität für ein unverkrampftes Miteinander im Marstall gesorgt, unterstrich auch Michael Knüpper, der Diözesanbeauftragte für Menschen mit Behinderung im Bistum Osnabrück. Damit habe sie den Menschen im Marstall eine Erfahrung ermöglicht, die Henri Nouwen einmal sehr eindrucksvoll so beschrieben habe: „Menschen mit Behinderung erinnern uns daran, dass die Schönheit und Größe der Sorge für andere nicht nur darin liege, zu geben, sondern zu empfangen.“
Das unterstrich auch der Leiter der Jugendbildungsstätte, Michael Strodt, und bedankte sich zusammen mit allen Mitarbeitern, Eltern und Teilnehmern bei Christine Schütte für ihr „großartiges Engagement und ihr hörendes Herz“.
Trotz ihrer Begeisterung und Identifikation mit dem Haus habe Christine Schütte die Menschen nie nur an einen Ort fesseln wollen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „bewegt“ – wie Abraham, das biblische Urbild des Pilgers, der aufbrechen sollte, losziehen in ein neues Land und sich mit seiner biblischen Heimatlosigkeit die Sehnsucht nach einer Heimat bewahrt habe, die uns allen in der Kindheit scheint, wo aber noch niemand war, so Michael Strodt in Anspielung auf Ernst Bloch.
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