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Jugend im Bistum Osnabrück will offenen Dialog mit der Kirche
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Quelle: bü/Ems-Zeitung 03. Oktober 2011 13:50 Uhr

BDKJ: Reformdruck beibehalten

Jugend im Bistum Osnabrück will offenen Dialog mit der Kirche

bü Sögel. Eine verstärkte Beteiligung von Jugendlichen in Schule, Ausbildung, Kirche und Gesellschaft haben die Delegierten der Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Sögel gefordert. Vor allem ein offener Dialog der Kirche mit den Jugendlichen ist nach Ansicht der Versammlung dringend notwendig.

 
Für eine verstärkte Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wirbt der BDKJ-Diözesanvorstand: Michael Franke, Silvia Bäumer, Gero Peters, Vera Jansen sowie Markus Wellmann (von links). Foto: Otto Büning  Vergrößern

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So widmeten sich die Delegierten während des vergangenen Wochenendes im Marstall Clemenswerth vor allem der Frage nach den Entwicklungen innerhalb der katholischen Kirche und der damit verbundenen Frage nach ihrer zukünftigen Gestalt. In dem Beschluss „Wir können auch anders... – Unser Beitrag zur Kirche“ lobten die Delegierten am Ende ihrer inhaltlichen Auseinandersetzung den konstruktiven Dialog innerhalb des Bistums Osnabrück.

Gleichzeitig definierten sie aber auch die Aufgabe der bistumsweiten Verbände darin, immer wieder auf die Zeichen der Zeit und nötige Veränderungen hinzuweisen und somit den Reformdruck aufrechtzuerhalten. „Jugendliche und junge Erwachsene wollen kirchliche Positionen zur Orientierung“, betonte Diözesanpräses Michael Franke. Diese müssten aber auch nachvollziehbar und vor allem authentisch sein. „Daher muss die Kirche den Dialog mit den Jugendlichen suchen und ihnen eine echte Chance zur Beteiligung geben“, so Franke. Von besonderem Interesse für Jugendliche seien die Fragen nach einer jugendgerechten Liturgie, echten Beteiligungsmöglichkeiten sowie einem authentischen Wirken der Kirche.

Auch in den Bereichen Schule, Ausbildung und Gesellschaft soll die Beteiligung von Jugendlichen nach Wunsch des BDKJ größeren Raum einnehmen. In ihrem Beschluss kritisieren die Delegierten vor allem, dass durch den „hohen Altersdurchschnitt in den Kommunalparlamenten“ die Deutungshoheit über die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen „in der Hand überalterter Parlamente liegt“ und dort viel mehr Erwartungen an die Jugend gerichtet würden, als auf ihre Bedürfnisse reagiert werde.

Zugleich forderten die Mitglieds- und Regionalverbände des BDKJ eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen innerhalb von Schulen. „Durch schulische Beteiligung kann ein Höchstmaß an Motivation, Engagement, Zufriedenheit und Verantwortungsübernahme bei Jugendlichen ermöglicht sowie demokratisches Handeln erlernt werden, so Diözesanvorsitzender Gero Peters.

In weiteren Beschlüssen forderten die Delegierten die Schließung des Luft-/ Bodenschießplatzes Nordhorn-Range aufgrund des hohen Sicherheitsrisikos angesichts der Nähe zum Kernkraftwerk Emsland sowie ein verstärktes Setzen auf die gemeinsamen Kompetenzen von Lehrer, Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen in Bezug auf die niedersächsische Schulsozialarbeit.

Bestätigt in ihren Ämtern im Diözesanvorstand wurden Silvia Bäumer aus Neuenkirchen sowie die Wallenhorsterin Vera Jansen. Die Delegierten wählten die beiden für eine dritte beziehungsweise zweite Amtszeit in das Führungsgremium.

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