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Quakenbrück: Symposium „Mehr Energie mit Synergie“ zeigte neueste Entwicklungen auf
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Quelle: ben/Bersenbrücker Kreisblatt 27. September 2011 17:26 Uhr

Nach Atomausstieg boomt nachhaltige Energieproduktion

Quakenbrück: Symposium „Mehr Energie mit Synergie“ zeigte neueste Entwicklungen auf

Quakenbrück. Gut Vehr in Quakenbrück war Schauplatz eines Tagessymposiums über nachhaltige Energieproduktion. Unter Leitung von Dr. Dieter Schillingmann, Geschäftsführer der „Regenis-BioEnergieTechnologie“ in Quakenbrück, referierten Fachleute über das integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises Osnabrück, über Windenergie, Biogas-Verbundanlagen, neue Brennertechnologien, Geothermie, Synergietechnologie, Wasserstoff, Algenproduktion und Blockheizkraftwerke. Das Abschlussplenum verdeutlichte noch einmal die rasante technologische Entwicklung in diesen Bereichen.

 
Unter Leitung von Dr. Dieter Schillingmann (links), Geschäftsführer der „Regenis-BioEnergieTechnologie“, referierten Fachleute über neue Technologien zur Gewinnung regenerativer Energien.Foto: Heinz Benken  Vergrößern

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Das Symposium des „Regenis Bioenergiepark Artland“ findet jedes Jahr im Herbst statt. Es solle im Kreise des Netzwerks und weiterer Fachleute neue Wege zur nachhaltigen Energieproduktion aufzeigen, in jährlichen Abständen fördernd, kontrollierend und richtungweisend wirken, und es solle das Netzwerk ergänzt, angepasst und verbessert werden, erläuterte Dr.Schillingmann.

In seiner Begrüßungsansprache verwies Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz auf die Potenziale des ländlichen Raums für regenerative Energien allein schon durch die vorhandene Fläche. Die politische Entscheidung für den Atomausstieg habe neue Wege für eine dezentrale Energieversorgung eröffnet. „Der Klimaschutz ist angekommen in den Köpfen der Kommunalpolitiker.“ Dafür spreche auch das Klimaschutzkonzept der Samtgemeinde Artland.

Die Vorgaben des Landkreises Osnabrück und die Klimainitiative Osnabrück kämen jetzt zur richtigen Zeit und gäben Orientierung für Bürger, Kommunalpolitiker, Verbände, Gewerbebetriebe und Behörden für die nächsten zwei Jahrzehnte, betonte Schillingmann.

Das Symposium „Mehr Energie und Synergie“ vermittelte mit 14 Vorträgen einen Eindruck von der Bedeutung und Entwicklung regenerativer Energien nach dem deutschen Atomausstieg. Es wurden die Potenziale der Windenergie im Innenland aufgezeigt, wonach rein rechnerisch ein sehr großer Teil des zukünftigen Strombedarfs allein über Windkraft erzeugt werden könnte. Erforderlich seien dafür allerdings weitere Standorte im Binnenland, auch auf Bergen und in Wäldern.

Biogaszwischenspeicherung, Elektrolyse und Stromroboter gewännen in Verbindung mit der zunehmenden Installation intelligenter Zähler und Netze bis hin zur regionalen Strompreisgestaltung (nach Angebot und Nachfrage) immer mehr an Bedeutung. Hierbei werde die Nutzung von überschüssigem Strom beispielsweise durch die Elektrolyse und die Rückverstromung durch Schwarm-Blockheizkraftwerke immer wichtiger.

So würden Biogasanlagen in Zukunft mehr und mehr mit einer Gärrestaufbereitung ausgestattet. Das diene zur Aufkonzentration von Dünger bei gleichzeitiger Reduzierung von Mineraldünger und Transportleistungen und zur Nutzung der gesamten Energie aus den noch ligninreichen Gärresten. Einig waren sich die Fachleute darin, dass die Energieerzeugung aus Mist, Gülle und Bioabfall in den nächsten Jahren hohe Priorität haben sollte.

Für Hofanlagen, Gewerbebetriebe und weitere größere Betriebe mit nennenswertem Eigenstromverbrauch würden sich Kleinwindkraftanlagen auf jeden Fall rechnen.

Der Weg in die Wasserstoffwelt mit Brennstoffzellen und die Biomasseproduktion aus Algen mit CO2-Bindung sei vermutlich ähnlich langwierig wie der Ausstieg aus der Atomenergie.

Ein deutliches Fazit der Experten lautet: Die Geschäftsfelder rund um den Atomstrom werden zurück- gehen zugunsten der Geschäftsfelder der nachhaltigen Energieproduktion.

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