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Trauer an der Iburger Straße: Mahnwache vor der Hausnummer 56
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Quelle: hin,TW/Neue Osnabrücker Zeitung 21. September 2011 19:31 Uhr

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Dietmar P. Montag, 07. Mai 2012 23:58 Uhr

Schüler rufen zu Anti-Gewalt-Demo auf

Trauer an der Iburger Straße: Mahnwache vor der Hausnummer 56

Osnabrück. Bestürzung, Entsetzen, Trauer: Vier Tage nach der Tötung eines 22-jährigen Mannes aus Ibbenbüren brachten etwa 100 Menschen mit einer Lichterkette ihre Anteilnahme zum Ausdruck. Für kommenden Montag haben Mitschüler des Opfers zu einem Schweigemarsch durch die Innenstadt aufgerufen.

 
 
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Trauer an der Iburger Straße: Mit Blumen und Kerzen bringen Menschen ihr Mitgefühl zum Ausdruck. Foto: Gert Westdörp Foto: Gert Westdörp Foto: Gert Westdörp Foto: Gert Westdörp Foto: Gert Westdörp Die Polizei ermittelt derweil weiter. Foto: Gert Westdörp Foto: Gert Westdörp Auch Politiker und Geistliche haben an der Lichterkette teilgenommen. Foto: Gert Westdörp Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der Mann war mit vier Frauen unterwegs, als eine Gruppe seinen Weg kreuzte. Foto: Gert Westdörp Hier ist in der Nacht zu Sonntag ein 22-jähriger Mann aus Osnabrück getötet worden. Foto: Gert Westdörp 100 Menschen bildeten am Mittwoch Abend eine Lichterkette an der Iburger Straße. Foto: Gert Westdörp

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Mit einer Mahnwache demonstrierten die Osnabrücker gemeinsam gegen Gewalt. Ab der Iburger Straße 56, dem Haus, vor dem der 22-jährige Ibbenbürener am Sonntag getötet worden war, bildeten betroffene Menschen mit Kerzen in der Hand eine Lichterkette. Einige von ihnen hatten Tränen in den Augen. Trotz des Verkehrslärms herrschte eine andächtige Stimmung.

Unter den Teilnehmern waren Vertreter aus der Politik, verschiedener Religionen, Prominente wie Tanzweltmeister Michael Hull oder Bewohner des Rosenplatz-Viertels. Auch die Freundin des Getöteten kam und legte Blumen an dem Tatort nieder. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht mit der Gewalt einverstanden sind“, sagte der Initiator der Lichterkette, Peter Jeda von der Interessengemeinschaft Iburger Straße. Er hat spontan per E-Mail für die Teilnahme an der Aktion geworben. Viele Nachbarn würden Ohnmacht und Wut empfinden, so Jeda. Er sprach sich zudem gegen den Eindruck aus, die Iburger Straße sei verroht. „Der Tatort war nur zufällig hier.“

Polizei sucht mit Hunden nach weiteren Spuren

Saffet Gündogan, Vorsitzender der Merkez-Moschee, war ebenso vor Ort wie Pastor Martin Wolter von der Lutherkirche. Bernadette Klumparendt, die in einer Parallelstraße der Iburger Straße wohnt, sorgte sich darum, dass die Gewalt immer brutaler werde. Sie sprach sich dagegen aus, dass junge Menschen Waffen tragen dürfen. „Die Erwachsenen müssen aufgerüttelt werden und Interesse an den Aktivitäten ihrer Kinder zeigen“, sagte sie.

Derweil riefen die Schüler und Studenten des Comenius-Kollegs in Mettingen, wo der Ibbenbürener das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg machen wollte, zu einer Anti-Gewalt-Kundgebung am kommenden Montag auf. Start ist um 12.30 Uhr am Ledenhof. Die für Mittwoch geplante Demonstration wurde aus organisatorischen Gründen abgesagt. Sie war in der kurzen Zeit nicht mehr zu realisieren, weil zu viele Verkehrsknotenpunkte berührt worden wären. Der Schweigemarsch wird sich vom Ledenhof über die Alte Münze, den Kamp, Nikolaiort, Domhof zum Marktplatz bewegen. Dort wollen die Demonstranten Kerzen zum Gedenken an ihren Mitschüler und zur Mahnung entzünden. „Wir wollen ein Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit setzen“, sagt Myriam Wrobel, die mit Carla Middendorf und weiteren Studierenden des Comenius-Kollegs den Schweigemarsch initiiert hat. Als UNESCO-Schule stehe das Kolleg in einer besonderen Verantwortung, sagt Myriam Wrobel: „Hier lernen junge Leute aus ganz vielen verschiedenen Nationen jeden Tag friedlich und harmonisch miteinander, und diese Botschaft wollen wir weitertragen.“ Die Botschaft wird auf der Demo nur schweigend und auf Transparenten verkündet.

Die Schülerinnen hoffen, dass die meisten der 470 Mitschüler und viele Osnabrücker an diesem Marsch teilnehmen. Sie wollen damit auch der Politik das Signal geben, mehr Energie und Geld in die Bildung und Integration Benachteiligter zu investieren.

In der Nacht zum Sonntag hatten vier Jugendliche den 22-jährigen Ibbenbürener auf Höhe der Lutherkirche aus bislang nicht ersichtlichen Gründen angegriffen. Der mutmaßliche Haupttäter, ein 17-Jähriger, stach mit einem Kampfmesser zu und verletzte den Ibbenbürener tödlich. Das Opfer war in Begleitung von vier jungen Frauen auf dem Weg in die Innenstadt.


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Dietmar P., vor 10 Tagen um 23:58 Uhr Warum nicht 9,5 bis 10 Jahre? Einen Mord und mindestens zwei Raubüberfälle mit einer Waffe. Was kann man noch mehr anrichten, um als Jugendlicher nicht die Höchststrafe von 10 Jahren (oder zumindesgtens 9,5 Jahre) zu bekommen?

Dass der Mörder eine tickende Zeitbombe ist, haben sogar seine Mittäter schon erkannt.

 
Rainer Bruns, vor 10 Tagen um 22:55 Uhr Kommentarfunktion ist ausgeschaltet Im heutigen Artikel ist leider, s. o. die Kommantarfunktion ausgeschaltet. Für meine Begriffe hat dieser Typ keine Gnade verdient. Er wird auch nach seiner Entlassung in ca. 5 Jahren erneut eine Blutspur hinterlassen. Gnade ihm Gott.

 
Stefan M., Samstag, Februar 18 um 15:55 Uhr Sinnlos Mahnwachen und Lichterketten bringen gar nichts. Daran beteiligen sich eh nur Menschen, die nichts Schlechtes im Schilde führen. Potentielle Täter nehmen solche Aktionen noch nicht einmal zur Kenntnis.
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