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Staatsbesuch in Osnabrück: Wulff äußert Mitgefühl mit Anschlagsopfern
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Wulff und Gül haben die Stadt verlassen

Staatsbesuch in Osnabrück: Wulff äußert Mitgefühl mit Anschlagsopfern

cbi/msb Osnabrück. Bundespräsident Christian Wulff hat den Opfern des Bombenanschlags von Ankara und ihren Familien sein Mitgefühl ausgesprochen. Sein türkischer Amtskollege Abdullah Gül dankte Wulff beim gemeinsamen Besuch der Universität Osnabrück für die Anteilnahme. Wulff und Gül, die um kurz nach zwölf Uhr mit ihren Frauen in Osnabrück eingetroffen waren, haben die Stadt inzwischen verlassen.

 
 
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Gruppenfoto auf dem Osnabrücker Marktplatz. Foto: Hehmann 400 Menschen erwarteten die Staatsoberhäupter auf dem Marktplatz. Ein Gruß für die Schaulustigen auf dem Osnabrücker Marktplatz: die Präsidenten Gül und Wulff mit ihren Frauen. Foto: Hehmann. Geduldig warten Tochter und Vater auf den Besuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül und seines deutschen Amtskollegen und Gastgebers Christian Wulff. Auch diese jungen Damen freuen sich über den Besuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül. Spannung vor den Ankunft der Präsidenten am Marktplatz. Immer wieder jubelten die Gäste - auch schon vor dem Eintreffen der Staatsgäste... ... etwa, wenn eines der zahlreichen Fernsehteams die Kamera auf die Wartenden richtete. Mitarbeiter der Stadt hatten türkische und deutsche Fähnchen verteilt. Auch diese Frauen nahmen das Angebot gerne an. Schließlich war es soweit: Eskortiert von sage und schreibe 15 Polizeimotorrädern... ... fuhren die Präsidentenlimousinen auf den Marktplatz. Die Mitreisenden mussten in der Bierstraße parken: Dort standen mindestens ebensoviele schwarze Wagen. Gut gelaunt ließ sich Abdullah Gül von Oberbürermeister Boris Pistorius empfangen. Direkt daneben der nicht minder gut gelaunte Christian Wulff. Ausgiebig schüttelten Wullfs wie Güls die Hände der Besucher. Sogar für eine herzliche Umarmung war der türkische Präsident zu haben. Auf der einen Seite des Absperrgitters drängten sich die neugierigen Gäste, auf der anderen Seite die nicht minder neugierigen Pressefotografen und Fernsehteams. So viel Bürgernähe war im Protokoll gar nicht vorgesehen - umso begeisterter waren die Gäste. Nach dem "Bad in der Menge" versammelten sich die Gäste vor der Rathaustreppe. Mittendrin: Marlene und Emma, die den Präsidentengattinen Blumen überreichen sollten. Zunächst einmal aber begrüßte Präsident Gül höchstpersönlich die jungen Damen. Dann aber kamen die First Ladys zum Zuge - und zu ihren Blumensträußen. Da war die Aufregung von Marlene und Emma längst abgefallen... ... und sie schüttelten Bettina Wulff und Hayrünnisa Gül ganz souverän die Hände. Dann nahmen alle Gäste ihre Positionen für das große Pressefoto ein. Mit dabei auch Sabine Pistorius, Ehefrau des Oberbürgermeisters (ganz links) und die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (rechts neben Präsident Gül). Ganz rechts: Derk-Olaf Steggewentz, Vorsitz der Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft, der dem türkischen Gast ein Buch überreichte - natürlich von Remarque. Die Motorradpolizisten gönnten sich derweil eine kleine Auszeit - und verfolgten das Spektakel vor dem Rathaus sichtlich amüsiert. Schließlich verließen die Präsidentenehepaare den Marktplatz, um sich im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Von der Rathaustreppe aus winkten Hayrünnisa Gül, Bettina Wulff, Abdullah Gül und Christian Wulff (von links). Freundliche Grüße von der Rathaustreppe. Auch Ministerin Özkan (links) und Oberbürgermeister Pistorius (Mitte) zeigen sich noch einmal. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch und dem Besuch der Marienkirche empfing Bischof Bode die Präsidenten am frühen Nachmittag im Osnabrücker Dom. Bischof Bode begrüßt den türkischen Präsidenten Abdullah Gül. Die Staatsoberhäupter aßen im La Vie zu Mittag. Auf dem Weg dorthin... ... gab's ein Ständchen. Nach einem Besuch bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt kamen Wulff und Gül am Nachmittag in die Universität Osnabrück. Dort trafen sie sich mit Studenten und Wissenschaftlern des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien. Auch an der Uni hatten sich einige Zuschauer versammelt, um die Präsidenten zu sehen... ... ebenso, wie ein großer Pulk von Journalisten. Begleitet wurden Wulff und Gül von einem Tross von Sicherheitskräften. Apropos Sicherheit: 15 Polizisten auf Motorrädern eskortierten die Limousine mit den Präsidenten, ... ... die zum Abschied freundlich, wenn auch kaum sichtbar winkten. Unter den neugierigen Blicken zahlreicher Schaulustiger fuhr die Kolonne der Präsidenten gegen 17.20 Uhr vor dem Schloss ab. Fünf Stunden hatten sich die Wulffs und Güls in Osnabrück aufgehalten. Wulff/Gül-Besuch am Dienstag in Osnabrück Foto: Michael Hehmann

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Das Treffen mit Studenten und Wissenschaftlern des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien an der Universität bildete den Abschluss des fünfstündigen Besuchs der beiden Präsidenten in Osnabrück. Zuvor hatten die Ehepaare Wulff und Gül die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) besucht.

Begonnen hatte der Staatsbesuch am Mittag auf dem Marktplatz. Mit einer Verspätung von rund 20 Minuten waren die Präsidenten und ihr Konvoi gegen 12.20 Uhr am Rathaus eingetroffen. Etwa 400 Besucher empfingen die hohen Gäste mit deutschen und türkischen Fähnchen. Abweichend vom Protokoll ging Gül überraschend an die Absperrung, um die überwiegend türkischen Zuschauer zu begrüßen. Auch seine Frau Hayrünnisa sowie Christian und Bettina Wulff schüttelten zahlreiche Hände.

Fotos vom Eintrag ins Goldene Buch finden Sie hier

Begleitet wurde der ansonsten friedliche Empfang auf dem Marktplatz von den Rufen von etwa 30 Gegendemonstranten. Die Polizei hatte sie vor dem Eintreffen des Autokorsos in den Hintergrund eskortiert und ihre Plakate von den Absperrgittern entfernt. Auf einem Transparent forderten sie "Stoppt die Massaker der türkischen Armee in Kurdistan".

Nach einem Gruppenfoto vor der Rathaustreppe hieß Oberbürgermeister Boris Pistorius seine Gäste im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses willkommen. Auch hier stand zunächst der Anschlag von Ankara im Zentrum, wenngleich Wulff selbst sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußerte. Oberbürgermeister Pistorius sagte, das Mitleid der Osnabrücker gelte den Opfern. Anschließend erinnerte er an den Westfälischen Frieden von 1648. Dieser habe gezeigt, dass der Frieden Hartnäckigkeit brauche – und ein Miteinander im Gespräch.

Osnabrück sei ein Beispiel dafür, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur friedfertig und aufgeschlossen miteinander umgingen, sagte Bundespräsident Wulff in seiner Rede. Sein türkischer Amtskollege Gül sagte, er sei beeindruckt vom herzlichen Empfang und gratulierte zum Einklang und der Harmonie, in der die Menschen Osnabrücks offensichtlich zusammenlebten.

Nach dem Empfang im Rathaus besuchten die Staatsgäste unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Marienkirche und den Dom. Nach einem Mittagessen im "La Vie" brachen sie dann zur DBU und Universität auf.

Fotos vom Besuch der Staatspräsidenten bei der DBU finden Sie hier

Der Staatsempfang sorgte im Laufe des Tages mehrfach für Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Zunächst war die Bierstraße hinter dem Rathaus voll gesperrt, später der Neue Graben vor der Universität. Um den Konvoi von 15 Polizeimotorrädern und mehr als 20 Limousinen ungehindert Richtung Autobahn eskortieren zu können, war zwischenzeitlich auch die Kreuzung Neuer Graben/Alte Münze gesperrt. Der Verkehr staute sich bis zum Neumarkt und zur Tiefgarage am Kamp. Die meisten schienen die Beeinträchtigung aber überwiegend gelassen zu nehmen: Zahlreiche Fahrer stiegen kurzerhand aus, um den spektakuläre Konvoi vorbeifahren zu sehen.

 


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  Leserkommentare

 
Michel I., Mittwoch, September 21, 2011 um 09:53 Uhr Das schlimmste ist ja, dass die Türkei immer nur fordert, fordert, fordert...
Wenn man darauf hinweist ist sie gleich beleidigt und drescht irgendwelche Phrasen. Wenn im eigenen Land Minderheiten unterdrückt, verfolgt und weggesperrt werden, dann sollte man im Ausland auf gaaaanz kleiner Flamme kochen !

 
Günter B., Mittwoch, September 21, 2011 um 09:18 Uhr Sehr geehrter W.K !!! Ich würde mich mal an ihrer Stelle einmal mit Beamten der Polizei,der Kriminalpolizei,der Bundespolizei,dem Staatsschutz und vor allem Justizvollzugsangestellten unterhalten!!!
Diese Personen werden sie dann wohlmöglich umfassend informieren!
Leider dürfen diese Personen nichts dazu in der Öffentlichkeit sagen,ansonsten hätte das "dienstliche Konsequenzen!"
Man darf zu vielen Thema in Deutschland nicht mehr die Wahrheit sagen!
Dieses hat natürlich auch vieles mit den Geschehnissen während des 2. Weltkrieges zu tun!
Selbst Polizeipräsidenten/tinnen sind gezwungen vieles für sich zu behalten!
In Hamburg wurde sogar mal einer angesetzt,weil er einen Kriminalstatistiktrick in einer TV-Sendung erklärte!
Straftaten von sogenannten "Spätaussiedlern" werden als "Ewige Deutsche Ureinwohner" ausgeführt,ansonsten wären die Straftaten mit "Migrationshintergrund" noch viel höher!
In Dörpen wurden letzten Jahr ein 17 Jähriger Deutsch-Türke ermittelt,der eine Frau auf offener Strasse brutalst vergewaltigt hat!
Ein Jahr zuvor wurde in Werlte eine Junger Mann auf offener Strasse "abgestochen",genau wie jetzt in Osnabrück!(Russlanddeutscher)!
Bei sitzen heute in den JVAs genau wie unser 17 Jähriger "Freund" in Osnabrück jetzt !!!
Bitte mal nachdenken,wenn man den Begriff dieser "Partei verwendet"!


 
W. K., Dienstag, September 20, 2011 um 22:55 Uhr Widerlich Die NOZ sollte sich wirklich einmal die Frage stellen, ob sie solchen NPD-Parolen der Herren Günter Philipp Karl wirklich ständig ein Forum bieten will. Es ist einfach nur noch widerlich!!
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