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Deutsch-polnische Liebe in Fürstenau
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Autor: Simone Knocke 19. September 2011 12:50 Uhr

Die Spurensuche des Kolja Mensing

Deutsch-polnische Liebe in Fürstenau

Fürstenau/Berlin. So ist das manchmal: Kolja Mensing ist im Oldenburger Münsterland aufgewachsen. Heute lebt er in Berlin. Zur Stadt Fürstenau hat er keinen direkten Bezug. Und doch wird sein Name vielen Fürstenauern bekannt vorkommen, und zwar nicht nur, weil er ein Buch über Fürstenau geschrieben hat, das er am 19. Januar in der Bibliothek der IGS vorstellen wird. Vor allem wegen seines Großvaters ist sein Name in der Stadt bekannt. Und der spielt im Buch eine wichtige Rolle.

 
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Er hat sich auf eine lange Spurensuche begeben: Kolja Mensing Foto: Alexander Janetzko Die Geschichte einer Suche wird im Buch „Die Legenden der Väter“ erzählt. Foto: Verlag

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Kolja Mensing ist mit Fürstenau recht vertraut. Sein Vater erzählt ihm in Gutenachtgeschichten von diesem Ort. Er berichtete von der Tischlerwerkstatt des Großvaters, von dem Schloss, den Gräben, den geheimen Gängen und den alten Fachwerkhäusern in der Stadt. Ein kindlich romantisches Bild ist auf diese Weise zunächst im Kopf von Kolja Mensing entstanden. Doch irgendwann spürt er als Heranwachsender, dass sein Vater möglicherweise nicht alles aus den vergangenen Tagen erzählt hat.

Nach und nach erfährt Kolja Mensing die ganze Wahrheit. So verliebte sich seine Großmutter Marianne Mensing in einen polnischen Besatzungssoldaten. Die beiden wurden ein Paar, ein Kind kommt zur Welt. Doch die Liebe der beiden hält dem gesellschaftlichen Druck nicht stand. Die Fürstenauer verschrien Marianne Mensing als „Polenhure“. Unterdessen machte sich der junge Soldat nach einer Odyssee durch Europa auf den Weg zurück in seine Heimat.

Kolja Mensing wollte schließlich wissen, wer dieser Mann – eben sein Großvater – war. Er begab sich auf intensive Spurensuche. Zehn Jahre lang recherchierte er. Am Ende entstand aus den Nachforschungen das Buch „Die Legende der Väter“.

Das Buch wird in diesen Tagen im Aufbau-Verlag erscheinen. Es zeichnet ein bemerkenswertes Bild von Fürstenau in den schwierigen Jahren nach dem Krieg. Viele Namen und Örtlichkeiten sind bis in die Gegenwart bekannt. Am 19. Januar um 19.30 Uhr stellt der junge Autor sein Buch in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde Fürstenau im Hotel Wilken vor.

Das Buch: „Die Legende der Väter“ von Kolja Mensing, ISBN 978-3351027346, Preis 18,99 Euro

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