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Mit der Oberschule anfreunden, aber nicht um jeden Preis
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Stadtelternrat diskutiert

Mit der Oberschule anfreunden, aber nicht um jeden Preis

Osnabrück. Der Plan sieht so aus: Im kommenden Jahr zieht die Möser-Realschule von der Lotter Straße wieder zurück in die Hakenstraße. Dort verschmilzt sie mit ihrem ehemaligen Nachbarn, der Hauptschule Innenstadt, zur Oberschule. Der Stadtelternrat will demnächst beide Schulen zu einer Sitzung einladen und anschließend dem neuen Rat eine Empfehlung für das weitere Vorgehen geben.

 
Osnabrücks erste Oberschule: Möser-Realschule und Hauptschule Innenstadt sollen an der Hakenstraße verschmolzen werden. Foto: Michael Hehmann  Vergrößern

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Der Stadtelternrat war zu Gast in der Hauptschule Innenstadt. Deren Leiter Hans Kaes sagte über das Projekt Oberschule: „Wir können uns damit anfreunden, aber nicht um jeden Preis.“ Damit deutete er unterschiedliche Vorstellungen der beiden betroffenen Schulen darüber an, wie die Oberschule ausgerichtet sein soll. Für Stadtelternratsvorsitzenden Matthias Mählmann ist damit klar: „Wir müssen beide Schulen in die Entscheidungen einbeziehen.“

Gastgeber Hans Kaes plädierte für eine Oberschule, in der Schüler nicht nach Schulzweigen unterrichtet werden, sondern gemeinsam – und nur in Jahrgänge unterteilt. „Ich bin nicht dabei, wenn die Kinder nach einem Schubladenmuster separiert werden.“ Für ihn zählen im Unterricht „Kompetenzen mehr als abzufragendes Wissen“. Wegen der Gymnasien in der Nachbarschaft sei es nicht nötig, einen eigenen gymnasialen Zweig einzurichten, gleichwohl sieht er die Möglichkeit, Schüler auf den Besuch von Fachgymnasien vorzubereiten. Außerdem besteht er darauf, weiterhin mit der Montessori-Schule zusammenzuarbeiten.

Rückenwind für seine Vorstellungen erfuhr Hans Kaes von Werner Kähler, dem Leiter der Oldenburger Oberschule Osternburg. Ihn hatte der Stadtelternrat eingeladen, um über seine Pionierarbeit zu berichten. „Schon bevor wir offiziell Oberschule waren, haben wir die fünften Klassen nicht mehr in Haupt- und Realschule unterteilt“, berichtete der Gastredner. So habe sich seine Schule schon länger für das gemeinsame Lernen entschieden, beginnend unter anderem mit sozialem Training im fünften Jahrgang, Selbsteinschätzungsbögen für die Schüler, Bilanz- und Zielgesprächen vor den Zeugnissen und der Zusammenarbeit mit Betrieben und Lernorten außerhalb der Schule.

Wie geht es in Osnabrück weiter? Markus Große Ophoff schlug vor, die schulpolitischen Sprecher der neuen Fraktionen im Rat einzuladen, und regte die Befragung von Eltern an. Denn es gehe auch nach dem Bedarf von Schulen: „Brauchen wir noch ein oder zwei weitere Gesamtschulen oder stattdessen mehr Oberschulen?“ Petra Knabenschuh ergänzte: „Wenn Eltern von Grundschülern befragt werden, ob eine weitere Gesamtschule eingeführt werden soll, muss der Bedarf nach Oberschulen einbezogen werden.“


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