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Landfrauen banden Erntekrone für die Bueraner St.-Martini-Kirche
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Quelle: JK,jk/Meller Kreisblatt 07. September 2011 19:14 Uhr

Ein Schmuckstück für das Gotteshaus

Landfrauen banden Erntekrone für die Bueraner St.-Martini-Kirche

Buer. Wenn die St.-Martini-Kirche zu Buer in Kürze im Zeichen des Erntedankfestes steht, dann wird eine neue kunstvoll gestaltete Erntekrone den Altarraum zieren – dank des Landfrauenvereins Buer, der das Schmuckstück in mühevoller Arbeit schuf. 70 Zentimeter hoch und rund 50 Kilogramm schwer ist das Gebilde aus Ähren und Metall, das von zarten Damenhänden in einer zweieinhalbstündigen Aktion kreiert wurde. „Ein echter Hingucker“, zeigten sich die Landfrauen mit dem Ergebnis ihrer Arbeit sichtlich zufrieden.

 
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Echte Handarbeit: Mit der Schere wurden die Ähren auf die richtige Länge gebracht. Auf heimischen Feldern geerntet: das Getreide, aus dem die Erntekrone gestaltet wurde. Freute sich über den positiven Verlauf der Aktion: Christa Ballmeyer. Präsentierten das gelungene Werk: Marita Kohmöller, Christa Ballmeyer, Lore Wöhrmann, Marlies Jürgenahring, Hildegard Scholle, Christa Aring und Christa Otte-Vinke (von links). Fotos: Jürgen Krämer

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Am Ende einer turbulenten Erntezeit, die von extremen Witterungsverhältnissen geprägt war, fanden sich Christa Aring, Christa Ballmeyer, Marlies Jürgenahring, Marita Kohmöller, Anke Kuddes, Christa Otte-Vinke, Hildegard Scholle und Lore Wöhrmann jetzt im Domizil des Vereins „Traktoren und historische Landmaschinen Grönegau-Buer“ am Bergsiek in Meesdorf ein, um das symbolträchtige Prunkstück zu gestalten. Die Erntekrone könne auf eine lange Tradition zurückblicken, berichtete die Vorsitzende der Bueraner Landfrauen, Christa Ballmeyer. Früher sei es üblich gewesen, auf den Bauernhöfen oder in den ländlichen Dorfgemeinschaften aus Ähren große Erntekronen zu binden und diese an einer markanten Stelle im Ort oder in der Kirche aufzustellen.

Die Krone als Symbol der Macht war auf den Kranz gebunden. Ohne Anfang und Ende steht er als Zeichen der Ewigkeit, der Unendlichkeit. Die Vielzahl der gebundenen Ähren, die die Krone bilden, erinnerten die Menschen an ihre Abhängigkeit und ihr Gebundensein an die Natur, erläuterten die Landfrauen am Rande ihrer Aktion. Ohne eine gute Ernte, ohne die unter harter Arbeit eingefahrenen Naturgüter, war kein Überleben im Winter möglich. So wurde die Macht der Natur im Symbol der Erntekrone dargestellt. Die vier Stränge der Krone symbolisieren die vier Jahreszeiten. Der Kranz verbindet sie zu einem Jahr. Sie stehen aber auch für die vier Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer.

Nachdem Mitglieder des Landfrauenvereins im vergangenen Jahr eine kleine Erntekrone für den Martini-Kindergarten erstellt hatten, entstand in der Folgezeit die Idee, ein ähnliches Schmuckstück auch für die evangelische Kirche des Dorfes zu kreieren.

Um die Krone zu binden, trugen die Damen Ähren von Weizen, Gerste, Triticale und Hafer zusammen. „Neben dem konventionellen Hafer auch Schwarzhafer, der hier im Raum exklusiv auf dem Hof Backhaus in Buer vor dem Walde angebaut wird“, so Christa Ballmeyer. Während des kleinen Arbeitseinsatzes wurden die Ähren unter Einsatz von Scheren in die passende Länge gebracht und danach unter Verwendung von speziellem Wickeldraht an den Metallstreben befestigt.

„Wir gehen davon aus, dass die neue Erntekrone einige Jahre halten wird“, ist sich die Vorsitzende der Landfrauen sicher. Das „Tüpfelchen auf dem i“ werde das Schmuckstück allerdings erst kurz vor dem Erntedankfest erhalten.

„Dann werden wir die Krone noch mit farbenfrohen Bänden schmücken“, sagte Christa Ballmeyer abschließend. „Das wird sicherlich schön aussehen.“

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