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Schub kommt von der Reha-Klinik
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Quelle: ola/Neue Osnabrücker Zeitung 01. September 2011 17:47 Uhr

Tourismusstatistik weist eine enorme Steigerung bei den Übernachtungszahlen aus

Schub kommt von der Reha-Klinik

METTINGEN. Manch einer wird sich angesichts der Entwicklung der Tourismuszahlen in Mettingen verwundert die Augen gerieben haben. Keine Frage, der anerkannte Luftkurort hat für Besucher viel zu bieten. Aber, dass sich die Zahl der Übernachtungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr fast verdoppelt haben soll, kam auch den Mitarbeiterinnen der Mettinger Tourist-Information merkwürdig vor – und sie schauten genauer hin.

 
Die Übernachtungen in der Reha-Klinik hat das Statistische Landesamt in die Statistik der Gästezahlen in Mettingen einbezogen. Daraus ergibt sich die enorme Steigerung des Tourismus im Tüöttendorf gegenüber 2010. Foto: Oliver Langemeyer  Vergrößern

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Die Erklärung: Das Statistische Landesamt Information und Technik NRW in Düsseldorf hat bei den Übernachtungs- und Gästezahlen in den neun Betrieben das geriatrische Reha-Zentrum St.-Elisabeth-Hospital mitgezählt. „Diese Daten fließen aber erst seit Mai 2010 in die Statistik mit ein“, erklärt Gertrud Lagemann, Vorsitzende des Vereins für Wirtschaftsförderung in Mettingen.

Im vergangenen Jahr wurde das Hospital in der Auflistung der Übernachtungs- und Gästezahlen also nur für Mai und Juni berücksichtigt, 2011 dagegen für die kompletten sechs Monate. Kein Wunder also, dass Mettingen ein dickes Plus verzeichnet. Der Schub kommt von der Reha-Klinik.

Gertrud Lagemann und die Mitarbeiterinnen des Tourismus-Büros wollten es genau wissen und fragten nach: Die Reha-Klinik geht nach Angaben des Verwaltungsleiters Hubert Baune im Schnitt von 3000 Übernachtungen im Monat aus. Zählt man diese Übernachtungen für vier Monate zusammen (12000) und zieht sie von der Gesamtsumme im ersten Halbjahr 2011 ab, bleiben 13374 übrig.

Damit läge die Zahl etwa wieder auf dem Vorjahresniveau. 2010 nämlich wurden 13357 Übernachtungen gezählt. Dieses leichte Plus entspricht auch den Erkenntnissen der Mitarbeiterinnen in der Mettinger Tourismus-Information.

„Wir hatten bis Mai des vergangenen Jahres keine Kenntnis von einer Reha-Klinik in Mettingen“, erläutert Hans-Werner Marg vom Statistischen Landesamt Information und Technik NRW auf Anfrage. Seitdem die Landesbehörde aber die Einheit kenne, würden diese Übernachtungen wie in allen anderen Städten und Gemeinden mitgezählt.

Dass Rehabilitationszentren in die Erfassung von Tourismusdaten einbezogen werden, sei schon immer üblich gewesen. Schließlich bringe eine Reha-Klinik auch Menschen in den Ort, die dort unter anderem gastronomische und touristische Angebote nutzen, erklärt Marg weiter.

Gertrud Lagemann vom Verein für Wirtschaftsförderung bestätigt, dass das Elisabeth-Hospital für den Tourismus in Mettingen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei. „Wir haben immer wieder Anfragen unter anderem auch von den Angehörigen der Patienten, die hier ein paar Tage übernachten und wissen möchten, was sie unternehmen können.“ Außerdem gehen diese Gäste ja auch regelmäßig im Dorf einkaufen.

Mit den Buchungen der Führungen durch Mettingen sind die Mitarbeiterinnen im Tourismusbüro trotz alledem mehr als zufrieden. Auch in den Ferien habe die Nachfrage nicht nachgelassen. In einer Woche habe es sogar insgesamt gleich neun Führungen gegeben.

Besonders beliebt ist unter anderem die „Süße Tour“, sagt Gertrud Lagemann. „Es gibt viele Gruppen, die etwas über Coppenrath&Wiese wissen möchten.“ Die Zeitreise über den Schultenhof – in diesem Jahr neu im Programm – werde ebenfalls stark nachgefragt. Lagemann: „Das liegt auch daran, dass sie neu ist und einen anderen Aspekt des Lebens in Mettingen beleuchtet.“

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