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Tippspiel
Lingen: Rückbau des alten Kernkraftwerkes soll 2013 beginnen
Lingen. Auf der letzten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Lingen trug Hans-Josef Lis vom Fachbereich Bauen und Umwelt zu mehreren Themen vor. Die Planungen zum Rückbau des alten Kernkraftwerkes werden laut Lis bis 2013 dauern, dann rechnet man mit der Genehmigung zum Rückbau. Die eigentlichen Arbeiten sollen sich über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren erstrecken.
Im Lingener Mühlenbach und im Biener Bach sind laut Lis Bibervorkommen festgestellt worden. Nach der Zerstörung des Biberdamms im Biener Bach durch bislang Unbekannte sei abzuwarten, ob der Biber diesen Lebensraum wieder annimmt. „Dies kann man wahrscheinlich im Oktober sagen,“ teilte Lis auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Derzeit werde ein hydrologisches Gutachten erstellt. Dieses soll die Folgen der durch die Biberbauten verursachten Überschwemmungen klären und als Grundlage für eine mögliche Regulierung der Stauhöhe und Gesprächen mit den Betroffenen dienen.
Golfclub will erweitern
Die geplante Erweiterung des Golfclubs Emsland steht im Oktober auf der Tagesordnung des Planungs- und Bauausschusses, da hierzu eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich ist und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) prüfe immer noch die Möglichkeit, ein Wasserkraftwerk bei Hanekenfähr zu errichten. „Was gibt es denn da noch für Hindernisse?“, wollte Michael Fuest (Bündnis90/Grüne) wissen. Lis konnte diese Frage nicht beantworten, da sich der NLWKN noch nicht geäußert habe.
Die Beratung und Beschlussfassung über das Projekt „Klimaschutz der städtischen Schulen in Lingen“ wurde auf die nächste Sitzung des Umweltausschusses am 10. Oktober vertagt. Grund: In die Sitzungsvorlage hatte sich ein Tippfehler eingeschlichen. Während an zwei Stellen der Vorlage die Kosten mit 100000 Euro beziffert wurden, war an anderer Stelle von lediglich 10000 Euro die Rede. Dies habe auf einer Sitzung der CDU-Stadtratsfraktion am Abend vor der Sitzung des Umweltausschusses zu Irritationen geführt, erklärten die CDU-Vertreter im Ausschuss. „Wir sind nicht grundsätzlich dagegen, sehen aber noch Beratungsbedarf“, erklärte Karl Storm (CDU). Anna Matern-Brandt (FDP) kritisierte die Christdemokraten: „Wenn man sich erst am Abend vorher damit befasst, ist das vielleicht etwas knapp.“
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