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35. Stemweder Open-Air-Festival lockte erneut Tausende Musikfans an
Stemwede. Nur die alten Eichen standen als stille Beobachter inmitten des von Feldern umgebenen Ilweder Wäldchen in der an den Altkreis Wittlage angrenzenden Gemeinde Stemwede, alles andere rockte, sang und tanzte, bis der trockene Erdboden bebte.
Es war das 35. Festival „Umsonst und draußen“ und stand wieder mal im Zeichen der Kuh, nach dem Motto „Kuhtes tun“.
Traumhaftes Sommerwetter und ein Programm von Rock, Pop und Reggae bis zu Indie, Punk, Metal und Folk heizte auf der Waldbühne und Wiesenbühne die Stimmung bei Tausenden von Besuchern an.
Das Stemweder Open-Air-Festival, 1976 erstmals mit einer Handvoll Bands aus der Taufe gehoben, ist heute mit 25000 Besuchern zu einem der größten Festivals dieser Art in Norddeutschland geworden.
Im Laufe der Jahrzehnte ist dieses Spektakel zu einer der größten Kultveranstaltungen mit erstklassigen nationalen und internationalen Bands geworden. „So manche Gruppe ist erst hier nach dem Auftritt in Ilwede so richtig bekannt geworden“, berichtete eine Mitarbeiterin des Vereins für Jugend, Kultur und Freizeit in Stemwede.
Das Osnabrücker und Wittlager Land war nicht nur mit der bekannten mittelalterlichen Folkrock-Gruppe Reliquiae aus Osnabrück vertreten, sondern auch zahlreiche Besucher und Camper waren gekommen. Vor wenigen Wochen noch hatte das Festival auf der Kippe gestanden, und zwar wegen der neuen Auflagen und Vorgaben als Folge der Duisburger Love-Parade-Katastrophe.
Die Sicherheitsvorkehrungen mussten verstärkt werden. Daher konnte erstmalig freiwillig ein grünes Bändchen für 3,50 Euro pro Person erworben werden, um mit diesem Beitrag die erweiterten Maßnahmen kostenmäßig mit abzudecken. Auch wurde eine gestaffelte Campingplatzgebühr berechnet, um die gesamten Mehrkosten besser ausgleichen zu können. Neu war auch eine Kinderbetreuung am DJ-Zelt.
Der Verein für Jugend, Kultur und Freizeit in Stemwede e.V. (JFK) mit seinen 350 freiwilligen Helfern, die ehrenamtlich ohne finanzielle Absichten tätig sind, stellen jedes Jahr ein beeindruckendes Musikprogramm auf die Beine.
Finanziert werden die Bands, Bühnen und Technik, Pacht für das Gelände, Toiletten und Müllentsorgung ausschließlich durch den Verkauf von Essen und Getränken. Wie der Slogan „ Kuhtes tun“ beinhaltet, wird deshalb die Unterstützung des „Umsonst und draußen“-Gedankens vom bunten Publikum erwartet. Es sollten daher keine mitgebrachten Getränke im Bereich der Bühne und Stände verzehrt werden, sondern das vielfältige Angebot auf dem Festival genutzt werden.
Bis zum späten Samstagabend verlief das Festival mit 26 Bands laut Polizei und Sicherungskräften ohne besondere Vorkommnisse. Die Erlöse des Stemweder Festivals, sofern vorhanden, fließen vollständig in Projekte für Kinder und Jugendliche.
Weitere Infos unter www.JfK -Stemwede.de
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