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Arrangements mit Teekisten
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Quelle: ,IK/Meppener Tagespost 21. August 2011 16:02 Uhr

Carola Wedell und Eddy Pinke stellen im Kunsthaus Haren aus

Arrangements mit Teekisten

HAREN. „Geballte Energie in Bronze und Farbsymphonie“ haben die beiden Künstler Carola Wedell aus Meppen und Eddy Pinke aus Münster ihre Gemeinschaftsausstellung im Kunsthaus Haren genannt. Am Sonntag fand die stark besuchte Eröffnung im Beisein der Künstler statt.

 
Die Konzeption der Ausstellung lässt fast schon eine Rauminstallation entstehen. Carola Wedell, Eddie Pinke und Gisela Buss-Schepers (v. l.) bei der Eröffnung. Foto: Iris Kroehnert  Vergrößern

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Gisela Buss-Schepers, Inhaberin des Kunsthauses Haren, lernte den Münsteraner Maler durch einen gemeinsamen Freund kennen. Sie sagt: „Nachdem ich einige Arbeiten von Eddy Pinke gesehen hatte, überlegte ich sofort, wie diese im Kunsthaus Haren wirken könnten.“ Auf Carola Wedell sei sie durch den Besuch einer anderen Ausstellung aufmerksam geworden. Dort sei ihr aufgefallen, wie gut sich die Werke der Meppener Plastikerin mit den Gemälden des Münsteraners ergänzen. Buss-Schepers brachte ihre Freude über die Gemeinschaftsausstellung zum Ausdruck.

„Bereits die Konzeption dieser Werkschau war ein Ereignis“, sagt Buss-Schepers. In den Räumen des Kunsthauses sind ungewöhnliche Arrangements entstanden, die fast schon den Anspruch von künstlerischen Rauminstallationen erfüllen. Als Podeste für die Bronzeplastiken der Meppener Künstlerin dienen Teekisten. Wedell stellt 17 Arbeiten aus, darunter befinden sich auch Zyklen und Paare sowie einige Einzelstücke. Die dynamischen Formen der Plastiken werden von den Gemälden des Künstlers Eddie Pinke in bemerkenswerter Weise aufgenommen.

Wie Wedell setzt auch Pinke auf kraftvolle Formen. Seine neueren Arbeiten fallen durch eine kreuzförmige Flächenteilung auf. Farben, Formen und Linien der Gemälde, die sich einem abstrakten Surrealismus zuordnen lassen, lassen optische Kraftfelder entstehen, die doch zu einer Einheit verschmelzen. Der Münsteraner Künstler lässt seine neuen Werke auf belgischem Leinen entstehen. Für frühere Arbeiten, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind, verwendete er Baumwolle als Basis. Die künstlerische Entwicklung Pinkes kann der Betrachter insofern nachvollziehen, als Gemälde aus einer 15-jährigen Schaffensperiode ausgestellt sind.

Carola Wedell bezeichnet ihre Bronzeplastiken als „Kraftformen“. Sie vermag dem Material Bronze eine geschwungene und harmonische Dynamik zu verleihen. Über ihre Arbeiten sagt sie, dass diese von innen nach außen entstehen. „Der Prozess ist vergleichbar einer sich in der Natur entfaltenden Knospe“, sagt die Meppenerin, die als ihr künstlerisches Vorbild Henry Moore nennt. Die Impulse für ihre Werke bezieht sie aus der klassischen Moderne. Beim Umschreiten einer jeden Plastik zeigen sich dem Betrachter bewegliche Raumgebilde.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Oktober im Kunsthaus Haren zu sehen. Die Öffnungszeiten: samstags und sonntags, 14 bis 17 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung.

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