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Badberger als Model vor der Kamera
Badbergen. Beim Stichwort „Model“ denken viele zuerst an den Wettbewerb, der immer mit Heidi Klum via Privatsender in die deutschen Wohnzimmer flimmert. Dass nicht immer nur Traummaße und lange schöne Beine notwendig sind, um einen Vertrag als Model zu bekommen, zeigt das Beispiel von Thomas Buhl aus Badbergen: Der hat mit Mager-Look und Size-Zero wenig am Hut.
Noch vor einigen Wochen hätte es sich der 40-Jährige, der vor sieben Jahren in die Region zog, nicht träumen lassen, dass er einmal mit seiner Größe von 187 Zentimetern und einem Gewicht von 120 Kilogramm für einen Modefotografen interessant sein dürfte. Aber wie der Zufall im Leben manchmal so spielt.
Im Rahmen eines Online-Modelwettbewerbs suchten die Adler-Modemärkte ein sympathisches, natürliches und vor allem nicht dünnes Männermodel, das im Adler Onlineshop die Big-Kollektion neben Reiner Calmund präsentieren sollte. Und da der Badberger bei Adler bereits eine Jacke in Größe 60 gekauft hatte, wurde er per Mail informiert, ob er nicht Interesse hätte, ein paar Bilder von sich einzureichen.
Das machte für ihn seine Lebensgefährtin Anette Messmann. Und später flatterte ihm dann die Einladung zu einem Foto-Termin ins Haus, bei dem ein Profi Aufnahmen für eine Model-Fotomappe mit ihm machte. Und: Thomas Buhl konnte sich am Ende gegen mehr als 70 andere Mitbewerber durchsetzen und ebenso den erfahrenen Reiner Calmund überzeugen.
Der ehemalige Fußballmanager saß nicht nur in der Jury, sondern er modelt auch selbst als „offizielles Testimonial“ der Big-Kollektion bereits seit 2010 für das Modeunternehmen aus Haibach. Die natürliche Ausstrahlung und die Lebensfreude, die der in Osnabrück hauptberuflich als Abteilungsleiter in einem Sanitätshaus beschäftigte Buhl ausstrahlte, gaben den Ausschlag für den Badberger, der im Jahr 2008 schon einmal als Schützenkönig in Talge-Langen auf sich aufmerksam machte.
Mit Buhl ist nun offiziell der „Mr. Big Online“ bei Adler gefunden. „Gutes Aussehen hat nichts mit einer möglichst kleinen Konfektionsgröße zu tun, sondern ist die Kunst, seine Persönlichkeit mit der passenden Mode zu unterstreichen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
„Für die Firma ist das kein Problem“, signalisierte Buhls Arbeitgeber für den Nebenjob grünes Licht, und so stand das frisch gekürte Übergrößen-Model in der vergangenen Woche bereits in Frankfurt für sein erstes Fotoshooting vor der Kamera. Tatkräftige Unterstützung bekam er bei den Aufnahmen für die neue Herbst-/ Winterkollektion von seinem weiblichen Pendant Gisela Hauser aus Kaiserslautern, dem „Thea 42+ Model“.
Und das dürften nicht die letzten Aufnahmen gewesen sein, die der Badberger zusammen mit Gisela Hauser gemacht hat. Einen Grund zur Eifersucht habe seine Lebensgefährtin aber nicht.
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