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Die Sonne ins Haus geholt: Behinderte Menschen machten Urlaub im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen
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Die Sonne ins Haus geholt: Behinderte Menschen machten Urlaub im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen
Die Sonne ins Haus geholt: Behinderte Menschen machten Urlaub im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen
Lingen. „Wir haben uns die Sonne selbst ins Haus geholt“, sagt die 21-jährige Sarah Griemink. Gemeinsam mit 18 anderen jungen Leuten, überwiegend Auszubildenden der Heilerziehungspflege oder angehenden Erziehern, hat sie zehn Tage lang ehrenamtlich 15 Menschen mit Behinderung während deren Urlaubs im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen betreut.
Das schlechte Wetter der letzten Tage habe weder den Gästen noch ihren Betreuern die gute Laune verderben können. „Wir mussten schon einiges umplanen“, erläutert Swenna Vennegerts vom LWH. Bei der bereits zum fünften Mal durchgeführten Maßnahme hätten einige draußen geplante Aktivitäten nicht stattfinden können. „Dafür haben wir Klangmassagen, Entspannungsangebote und in der Baccumer Reithalle therapeutisches Reiten angeboten. Zudem seien viele Gespräche geführt worden.
Olaf Revermann ist quasi „Stammgast“ beim „Urlaub für Menschen mit Behinderung“. Der Salzbergener, der am Samstag, dem letzten Tag des Aufenthalts im LWH, seinen 37. Geburtstag feierte, fand die Maßnahme auch in diesem Jahr wieder gelungen. Dass derzeit im LWH viel gebaut wird, hat ihn nicht gestört. „Morgens waren die Handwerker ein wenig laut, aber dafür probiere ich dann im nächsten Jahr die neuen Zimmer aus“, erklärt Revermann mit einem Lächeln schon jetzt, wieder Urlaub im LWH machen zu wollen.
Klaus Mers aus Emsbüren nimmt zum ersten Mal an der Maßnahme teil. „Ich bin angenehm überrascht. Die Betreuer sind hervorragend und versuchen, uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen.“ Seine persönliche helfende Hand ist Griemink. Ob Mers die Sozialassistentin so lobt, weil sie genau wie seine Frau aus Wilhelmshaven stammt, bleibt offen. Griemink möchte im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder als Betreuerin bei der Aktion mitmachen.
Das gilt auch für Nicole Tinter. „Das war ganz witzig“, erzählt die angehende Erzieherin, während sie mit anderen Betreuern an Erinnerungstagebüchern für die Gäste bastelt. Sie hat Revermann persönlich betreut. „Der hat so einen Hang zur Ironie – das verbindet uns“, schmunzelt Tinter. „Manchmal haben wir uns gegenseitig geärgert, das passt“, stellt die 23-Jährige ihre eigene ironische Veranlagung unter Beweis. Auf die ehrenamtliche Tätigkeit als Betreuer ist Tinter übrigens durch einen Flyer an der von ihr besuchten Fachschule St. Franziskus in Lingen aufmerksam geworden.
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