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In Linne braucht jeder die Feuerwehr
prin Linne. In Linne dreht sich fast alles um die Feuerwehr. Das liegt vor allem daran, dass die Brandschützer der einzige Verein in dem Bad Essener Ortsteil sind. NOZ-Redakteur Stefan Prinz besuchte gestern auf seiner Wanderung durchs Osnabrücker Land das 446-Einwohner-Dorf.
„Ohne die Feuerwehr läuft hier nichts“, sagt Ortsvorsteher Hans Brokamp . Er meint das durchaus ernst: Der Verein leistet in Linne das, wofür es andernorts ein halbes Dutzend Vereine gibt: Seniorennachmittage, Osterfeuer, Brandeinsätze – und vieles mehr.
Fast immer muss Brandmeister Jürgen Wegmann mit seinen Kameraden einspringen, wenn fleißige Hände gebraucht werden. Die Linner Feuerwehr sorgt mit ihren 24 Aktiven und mit viel Engagement dafür, dass der Spruch „In Linne is nix inne“ (in Linne ist nichts los) überhaupt nicht stimmt.
Dazu trägt aber auch eine lebendige Dorfgemeinschaft bei, in die alle Generationen – von der acht Wochen alten Lena Niemeyer bis zur 96 Jahre alten Emma Kaase – eingebunden sind. Dass sich Linne seit einigen Jahren zum „Kulturhauptdorf des Landkreises Osnabrück“ entwickelt, liegt maßgeblich an Konrad Lohrmann. Der 64-Jährige ist vor 30 Jahren aus der Stadt ins beschauliche Dorf gezogen und hat die Linner Kleinkunsttage zu einer festen Größe im Kalender vieler Kulturfreunde gemacht. Und solange der eigentliche Veranstaltungsort, Linnes einzige Kneipe, umgebaut wird, finden die Vorstellungen auch schon mal im Haus von Konrad und Karoline Lohrmann statt. Wenn Lohrmann selbst zur Gitarre greift und singt, setzt er gerne einen großen Spitzhut auf. Das hat ganz praktische Gründe: Denn die Lohrmann’schen Vorstellungen kosten keinen Eintritt. Nach Musik und Gesang lässt der Künstler einfach den Hut rumgehen – vielleicht ist er gerade deshalb extragroß.
Linne beeindruckt besonders durch seine prächtigen Fachwerkkotten, der älteste stammt aus dem Jahr 1763. Wenn man sich beim Bestaunen der alten Häuser beobachtet fühlt, könnte das daran liegen, dass Hanno Wloch nur zwei Straßenzüge entfernt wohnt. Auf seinem Grundstück hat er ein Dutzend Feldsteine aufgebaut, denen er mit viel künstlerischem Geschick das Aussehen von Eulen und Uhus gegeben hat – mit großen, stechenden Augen.
Noch mehr Schub auf der Bühne
Linne. Das Konzert von „Fishergirls Friends“ in Konrad und Karoline Lohrmanns Kotten in Linne stand im Vorfeld vor allem im Zeichen einer Frage: drinnen... mehr
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