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Aus der Traum: Kein Nacktwandern in Melle
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Nicht hüllenlos beim Wandertag

Aus der Traum: Kein Nacktwandern in Melle

hen Melle. Wie nicht anders zu erwarten, erhitzt das Thema „Nacktwandern“ die Gemüter. Die Reaktionen reichen von schroffer Ablehnung bis hin zu Interesse und Anfragen, ob der Nudistenmarsch denn auch im Rahmen des Deutschen Wandertages angeboten wird. Wird er nicht.

 
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Nachdem Nacktwanderer das schweizerische Appenzell zum textilfreien Paradies ausgerufen hatten, wehrten sich Anwohner auf ihre Weise. Foto: René P. Moor Eine Wandergruppe eröffnete im Mai die Saison auf dem Naturistenstieg in Wippra. Fotos (2): dpa Der Harzer Naturistenstieg im Wippertal bei Wippra in Sachsen-Anhalt ist Deutschlands erster Nacktwanderweg.

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Ulrich Gövert aus Eggermühlen im Nordkreis ist der Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems, der den Wandertag zusammen mit dem Tourismusverband Osnabrücker Land TOL und der Stadt Melle ausrichtet. Gövert ist laut Eigenausage „ein toleranter Mensch“. Deshalb hat er nichts gegen das stofflose Wandern: „Wenn diese Leute so wandern wollen, sollen sie das tun. Wenn sie dadurch ein besseres Naturempfinden haben, ist das doch in Ordnung.“

Gövert gibt allerdings zu bedenken, dass die Nackten Insekten im Allgemeinen und Zecken im Besonderen schutzlos ausgeliefert seien. Sein Fazit: „Ich glaube nicht, dass mein Verband das Nacktwandern forcieren wird.“

Auch Oliver Mix, Geschäftsführer des TOL, betont, er habe nichts gegen unbekleidete Wanderer, vor allem dann nicht, wenn sie trotz aller Nacktheit noch ein Portemonnaie bei sich trügen. Für das Angebot einer Nacktwanderung sei es nun allerdings zu spät. Mix: „Wenn die sich bei uns gemeldet hätten, hätten wir uns sicherlich mit dem Thema befasst.“

André Berghegger antwortet auf die Frage, wie denn der Bürgermeister zum Thema „Wandern wie Gott uns schuf“: „Der Bürgermeister wandert auch mit. Allerdings nicht auf diese Weise.“ Er sei für alle Ideen offen, so der Verwaltungschef, das Thema Nacktwandern sei aber eben keines gewesen, als der Wandertag geplant wurde. Er habe erstmals aus dieser Zeitung erfahren, dass es so etwas überhaupt gibt.

Dass die Naturisten unangekündigt auftauchen, steht jedenfalls nicht zu erwarten. Zwar haben die Nacktwanderer auch schon im Teutoburger Wald ihrem Hobby gefrönt, allerdings in der Gegend um Detmold im Bereich des Hermannsdenkmals, berichtet ein Aktiver. Ohnehin seien für das Wochenende des Deutschen Wandertages zwei nackige Touren ganz woanders geplant. Unter anderem in der Lüneburger Heide werden die passionierten Hemdlosen durch die Natur streifen.

In Melle muss also kein Schild aufgestellt werden wie am Anfang des offiziellen Nacktwanderweges im Harz. „Willst du keine Nackten sehen, darfst du hier nicht weitergehen“, heißt es dort.


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  Leserkommentare

 
Michael S., Samstag, August 6, 2011 um 00:25 Uhr Nacktwandern zum "Deutschen Wandertag" - nicht neu Es scheint weitgehendst unbekannt zu sein, dass anlässlich des "Deutschen Wandertag" in Freiburg 2010 schon einmal eine Nacktwanderung mit ca. 20 Teilnehmenden stattgefunden hat. Das war zwar nicht bei Freiburg im Schwarzwald sondern in der Eifel - aber der Termin dieser Nacktwanderung war von den Initiatoren bewusst auf den 07.08.10 gelegt worden, so dass sich die Veranstaltung in den Veranstaltungskalender zum Deutschen Wandertag 2010 nahtlos einfügte.

 
Helmut S., Donnerstag, August 4, 2011 um 10:09 Uhr zu Eduard Paschulke, "erschlaffte Hinterteile" Wer sich über Zeichen des Alterns mokiert, kann wohl nur ein Textilträger sein. Für Naturisten und Christen gilt der menschliche Körper als Gipfel der göttlichen Schöpfung, und Teil dieser Schöpfung ist auch der Prozess des Alterns oder einer Cellulite. Papst Johannes Paul II. schrieb in seinem Werk zur Sozialethik: "Der Mensch kann nackt und unbedeckt bleiben und bewahrt dennoch seinen Glanz und seine Schönheit."

 
A. S., Mittwoch, August 3, 2011 um 19:10 Uhr Schade......... vielleicht hätten sich ja auch mal nen paar sexy Mädels durchgerungen da mit zu machen.............
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