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Paneele-Produktion läuft auf Hochtouren
Aschendorf. Vor etwas mehr als zwei Jahren hat die Unternehmensgruppe Jansen aus Surwold neue Produktionshallen in Aschendorf bezogen. Warum dieser Schritt vorgenommen wurde und wie sich die Situation bis heute entwickelt hat, darüber informierte Geschäftsführer Ludwig Jansen während einer Führung den Ersten Kreisrat Reinhard Winter sowie Mitglieder der CDU Papenburg.
„Anlass für den Kauf der Immobilie war eine Anfrage von der Meyer Werft“, berichtete Jansen. Diese habe den Wunsch geäußert, Paneele für Wände und Decken von Schiffskabinen nicht mehr aus dem Ausland zu beziehen, sondern vor Ort herstellen zu lassen. „Von der Idee war ich zunächst nicht begeistert“, gab der Geschäftsführer zu. Schließlich hätten die Bauteile sehr spezielle Anforderungen in Sachen Schall- und Brandschutz sowie Gewicht. Zudem habe sich die Anzahl der herzustellenden Stücke in einer bis dahin unvorstellbaren Größenordnung bewegt. „Dennoch haben wir uns an die Entwicklung gewagt und die Experten der Werft bei einem ersten Test überzeugt“, so Jansen.
Als Folge mussten neue Produktionshallen erworben werden. Dabei entpuppte sich als Glücksfall, dass auf dem Gelände der ADO Gardinenwerke in Aschendorf einige Hallen leer standen. „30000 Quadratmeter Produktionsfläche haben wir hier erworben. Davon hat ADO jedoch 10000 Quadratmeter zurückgepachtet“, beschrieb Jansen die Eigentumsverhältnisse. Genutzt wird der Standort Aschendorf von zwei der drei Firmen, die zur Unternehmensgruppe von Ludwig Jansen gehören. Die damals neu gegründete „Jansen Maritim“, die heute schon 45 Mitarbeiter beschäftigt, nimmt den Großteil der Produktionsflächen ein. Daneben stellt auch „Jansen Tore“ ihre Produkte in Aschendorf her.
„Die Produktion bei Jansen Maritim läuft erst seit einem Jahr“, erklärte der Geschäftsführer. Bis dahin sei man einzig und allein mit der Entwicklung der angeforderten Paneele und der Optimierung des Maschinenparks beschäftigt gewesen. „Mittlerweile haben wir rund 60000 Quadratmeter an Paneelen hier hergestellt. Der Jahresdurchschnitt der Produktion wird vermutlich noch bis auf 100000 Quadratmeter steigen“, so Jansen.
Dass die Meyer Werft der einzige Kunde von „Jansen Maritim“ ist, bereitet dem Geschäftsführer keine allzu großen Sorgen: „Natürlich wäre es schön, mehr Abnehmer zu haben. Aber mit der Werft haben wir eine gute Zusammenarbeit.“ So sei man aktuell in Verhandlungen über die Lieferung von Paneelen für die von der NCL bei der Werft georderten Kreuzfahrtschiffe. „Bekommen wir grünes Licht, dann sind wir auch im Jahr 2012 voll ausgelastet“, betont Jansen.
Auch sonst sieht er den Betrieb gut aufgestellt. „Alle Bauteile sind international anerkannt, sodass auch andere Werften sie in ihre Kreuzfahrtschiffe einbauen könnten.“ Allerdings habe man sich um den weltweiten Markt noch gar nicht kümmern können.
Den großen Vorteil gegenüber anderen möglichen Zulieferern der Meyer Werft sieht der Geschäftsführer in der Nähe zum Kunden. Orhan Yigit, Betriebsleiter von „Jansen Maritim“, betonte diese Tatsache ebenfalls: „Wir können Kabinen auf Anruf liefern.“ Aus diesem Grund blickt Ludwig Jansen optimistisch in die Zukunft: „Wir haben zwar nur einen Kunden, aber einfach so austauschbar sind wir nicht.“
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