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Echterhoff setzt Vertrauen in junge Menschen
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Autor: Burkhard Müller 29. Juli 2011 18:37 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Neun neue Auszubildende bei der Bau-Gruppe in Velpe – Fünf davon absolvieren Studium und Ausbildung parallel

Echterhoff setzt Vertrauen in junge Menschen

Westerkappeln. Neun neue Auszubildende lächelten am Freitagmorgen in die Kamera. Sie beginnen ab Montag ihre Ausbildung bei der Echterhoff Bau-Gruppe mit Sitz in Velpe. Vier weitere Auszubildende hat die Firma an ihrem Sitz in Dessau eingestellt. Bei rund 400 Mitarbeitern beträgt der Anteil der Auszubildenden mit insgesamt 46 rund elf Prozent.

 
Sie haben gut lachen und einen Ausbildungsplatz bei der Echterhoff Bau-Gruppe bekommen (vorne, v.l.): Cigdem Özkan, Ates Ibrahim Halil, Tim Croner, Ulrich Kamotzke, Alexander Wagner; (hinten, von links) Lars Westmeier, Vitali Braun (Student im Praxissemester), Heiko Stern, Jan-Hendrik Schäl, Sven Stallkamp sowie Jutta Echterhoff­Beeke (Prokuristin), Theo Reddemann (Geschäftsführer) und Rainer Koßmann (Geschäftsführer).Foto: Björn Meyer  Vergrößern

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„Wir sind vor allem stolz darauf, dass etwa 90 Prozent unserer Poliere und Meister aus den eigenen Reihen kommen“, sagt Theo Reddemann, neben Rainer Koßmann Geschäftsführer bei Echterhoff.

Gute Chancen also für die jungen Schulabgänger, zumal sich ihr Arbeitgeber in diesem Jahr entschieden hat, gleich fünf Auszubildende einzustellen, die ein duales Studium – also Ausbildung und Studium parallel – absolvieren.

„Die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, sind positiv. Die jungen Leute erhalten eine breitere Ausbildung, praktisch bei uns und theoretisch an der Fachhochschule in Osnabrück. Das hat für beide Seiten Vorteile. Wir kennen unsere Arbeitnehmer nach dem Studium besser, und die Arbeitnehmer wissen, welche Bedürfnisse wir haben“, sagt Rainer Koßmann.

Einen ganz einfachen Vorteil für die Azubis hat das duale Studium außerdem: Immerhin zahlt die Firma während der Monate an der Fachhochschule weiter den Ausbildungslohn.

Bei Echterhoff setzt man aus gutem Grund auf eine Vielzahl eigener Auszubildender. „Die Alterspyramide hat sich gedreht. Viele ältere Menschen steigen aus den Bauberufen aus, aber immer weniger kommen nach“, sagt Reddemann. Dabei seien Berufe wie Stahlbauer und Kanalbauer durchaus dazu geeignet, eine Familie zu ernähren.

„In diesen Bereichen würden wir gerne mehr gute Auszubildende nehmen“, sagt Reddemann. Es ist herauszuhören, dass die Suche sich schwierig gestaltet.

Dabei sieht die Firma nach eigenen Angaben sehr positiv in die Zukunft. Im Tiefbau herrsche noch ein Investitionsstau von rund 70 Milliarden Euro, zudem stünden in den kommenden zehn Jahren deutschlandweit überall Sanierungsarbeiten an Brücken an, hoffen die Verantwortlichen auf eine weiterhin gute Auftragslage.

Eines hat Echterhoff schon geschafft: Während in der gesamten Baubranche in den vergangenen 15 Jahren sowohl der Umsatz als auch die Zahl der Arbeitsstellen kontinuierlich gesunken sind, sind diese statistischen Kurven bei Echterhoff stetig gestiegen.

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