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„Arbeiten mit Ton für Kinder“ in der Töpferei Niehenke
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Autor: Ullrich Schellhaas 26. Juli 2011 15:21 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

„Rund, platt, Kopf, Beine – und fertig ist die Schildkröte“

„Arbeiten mit Ton für Kinder“ in der Töpferei Niehenke

Hagen/Hasbergen.In der Geschichte der Gemeinde Hagen spielt Töpferei eine wichtige Rolle. Und im Hagener Ferienspaß auch.

 
Das Formen des Tons gelang den Ferienkindern gut, stets gab Bernd Niehenke wertvolle und praxisnahe Tipps. Foto: Elvira Parton  Vergrößern

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Bis in das vergangene Jahrhundert hinein gab es in Hagen zahlreiche Töpfereien. So bot nun der Heimatverein Hagen zwei Nachmittage an, an denen jeweils 20 Kinder in der Töpferei Niehenke in Hasbergen – oder, wie das Ferienprogrammheft aus Hagen schreibt: „im Grenzbereich von Hagen und Hasbergen“ – das Arbeiten mit Ton ausprobieren. Auch die Hasberger Töpferei hat ihre Wurzeln in Hagen, erst vor drei Generationen wanderte ein Teil der Familie ab.

Doch vor dem eigenen Formen stand für den Nachwuchs erst noch eine Führung durch die Räume auf dem Programm. Da erfuhren die Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren etwa, wie sieben Brüder beim nächtlichen Bewachen des Brennofens ihre Version der Hüggelzwerge entwickelten, dass die Töpferei lange Zeit Blumentöpfe herstellte und wie der Ton aus Wasser und Erde mithilfe von Maschinen gewonnen wird, die teilweise aus altem Kriegsgerät zusammengebaut wurden.

Dann endlich durften sich die Kinder selbst am Ton ausprobieren – was die meisten nach eigenem Bekunden noch nie gemacht hatten. Kleine Tiere wie Igel oder Salamander entstanden so schnell, stets gab Bernd Niehenke, Inhaber des Betriebs, wertvolle Tipps. Etwa dazu, wie eine Schildkröte entsteht. Dazu mache man zunächst eine Kugel. Und dann, so der Profi: „Rund, platt, Kopf und Beine, fertig.“ Soll heißen: Die Kugel auf einer Seite ein bisschen platt drücken, Kopf und Beine herausarbeiten oder mit Wasser festkleben und nach Belieben ein Muster auf den Körper machen.

Der Nachwuchs hatte das schon verstanden, fertigte sich aber auch Töpfe, einen Hut oder einen Fußballplatz. Alle Dinge können die Kinder nach dem Brennen auch abholen und nach Hause mitnehmen.

Eine Demonstration des Töpferns auf der Drehscheibe schloss den Nachmittag dann ab. Dort demonstrierte Bernd Niehenke, erklärter Fan der plattdeutschen Sprache, wie eine „Piepfläudte“, eine Hagener Nachtigall, und eine „Pottkuakenfoam“, eine Topfkuchenform, hergestellt werden.

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