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FMO-Gesellschafter halten an Startbahn-Ausbau fest
Osnabrück. Die Flughafen-Gesellschafter halten an der Startbahn-Verlängerung fest. Die FMO GmbH habe das Wirtschaftsministerium in Düsseldorf aufgefordert, das Planergänzungsverfahren aufzunehmen, teilte der Aufsichtrat mit.
Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung hatten Anfang Juli das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster beraten. „Nach einer intensiven Befassung mit der Materie und ausführlicher Diskussion“ hätten sich die Gesellschafter der FMO GmbH einstimmig zur Verlängerung der Start-und-Lande-Bahn bekannt, heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Markus Lewe (Oberbürgermeister von Münster) und seiner beiden Stellvertreter Boris Pistorius (Osnabrück) und Landrat Thomas Kubendorff (Kreis Steinfurt). Die FMO GmbH habe die Planfeststellungsbehörde schriftlich aufgefordert, „das Planergänzungsverfahren nun schnellstmöglich aufzunehmen und abzuschließen“.
Das Verkehrsministerium hatte in den Planfeststellungsverfahren das öffentliche Interesse am Ausbau gegen den Schaden an der Natur abzuwägen. Das öffentliche Interesse wurde vor allem mit der wachsenden Nachfrage im interkontinentalen Verkehr begründet. Die großen Flughäfen würden bald ihre Kapazitätsgrenzen erreichen. Regionalflughäfen wie der FMO müssten in die Bresche springen. Das OVG hält diese Entwicklung grundsätzlich für möglich. Das müsste aber in einem Planergänzungsverfahren durch neue Expertisen dargelegt werden, denn die bisherigen waren „in wesentlichen Punkten nicht frei von Zweifeln“.
Als Erste meldeten sich jetzt die Osnabrücker Grünen zu Wort. Sie bekräftigen ihre Forderung, auf die Startbahn-Verlängerung zu verzichten. Die Urteilsbegründung sei „verheerend“, so Fraktionschef Michael Hagedorn. Die Grünen sehen sich durch den Richterspruch in ihrer Kritik am geplanten Ausbau in vollem Umfang bestätigt. Hagedorn ist überzeugt, dass auch das Planergänzungsverfahren kein anderes Ergebnis bringen wird. Angesichts der seit 2004 weiter gesunkenen Fluggastzahlen würde eine aktualisierte Betrachtung „ein noch vernichtenderes Urteil nach sich ziehen“. Allein die Stadt Osnabrück habe bisher 19,5 Millionen Euro „für diese ökonomisch wie ökologisch unsinnige Maßnahme ausgegeben“.
Der Startbahn-Ausbau soll 120 Millionen Euro kosten. Der Flughafen gehört 15 Gesellschaftern, in der Mehrzahl Kommunen und Kreise der Region wie die Stadt und der Landkreis Osnabrück. Das Geld für den Ausbau wird durch eine Kapitalerhöhung aufgebracht.
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