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Partei der Vernunft tritt bei der Kommunalwahl in der Samtgemeinde Artland an
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Quelle: af/Bersenbrücker Kreisblatt 17. Juli 2011 21:30 Uhr

Drei Neumitglieder aus Nortrup

Partei der Vernunft tritt bei der Kommunalwahl in der Samtgemeinde Artland an

af Nortrup. Um drei Mitglieder ist die Partei der Vernunft (pdv) in diesen Tagen gewachsen: Johannes und Thomas Rothert und Matthias Jung sind der Partei beigetreten. Und nicht nur das: Sie wollen bei der Wahl für den Gemeinderat Nortrup und den Samtgemeinderat Artland kandidieren.

 
Aktiv für die Partei der Vernunft: Stefan Brüggemann sowie die Nortruper Johannes Rothert, Thomas Rothert und Matthias Jung. Foto: Annika Franke  Vergrößern

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Alle drei Neumitglieder sind jung. Alle drei haben politische Visionen. Johannes Rothert beschäftigt sich schon länger mit der Politik. Insgeheim kamen ihm während der Debatten im Politikunterricht immer mehr Zweifel, er wollte Erklärungen haben. Fragte sich: Wieso ist das eigentlich so? Er sei dann bei seiner Suche auf die Partei der Vernunft gestoßen, die mittlerweile bundesweit agiert und auch für die Kommunalwahl in Niedersachsen am 11. September eigene Kandidaten aufgestellt hat. Nunmehr auch für das Artland.

Auch sein Bruder Thomas sieht Handlungsbedarf in der Politik. „Es geht gar nicht mehr um den einzelnen Menschen, sondern um die Verteilung von Subventionen für Unternehmen“, findet er. Ganz im Sinne der Partei folgert er logisch: „Wenn keiner Subventionen bekommt, setzt sich automatisch das wirtschaftlichere Unternehmen durch.“

Genau das fordert nämlich das Parteiprogramm Niedersachsen. Langfristig sollen alle Steuern, Subventionen und Sozialabgaben gestrichen werden. Was bleibt, ist ein Minimum Mehrwertsteuer.

Und ihre Visionen für Nortrup? Ihren Ideen legen die beiden Rotherts die Abschaffung des kommunalen Finanzausgleichs zugrunde. Das Gesetz regelt den Ausgleich zwischen finanziell stärkeren und schwächeren Gemeinden. Demnach trägt beispielsweise Nortrup mit einem erwirtschafteten Finanzüberschuss andere Mitgliedsgemeinden mit. Jede Kommune könne mit der Abschaffung selbst haushalten und Einnahmen und Ausgaben bestimmen, erklärt Johannes Rothert.

Und er geht noch einen Schritt weiter: Sogar eigene Gesetze sollen in den Kommunen verabschiedet werden. Nah am Bürger also. „Wir wollen die Politik zum Bürger zurückbringen“, ergänzt Thomas Rothert die Ausführungen.

Ihre Vorschläge ziehen sich auch durch die Bildungslandschaft: Private Schulen sollen den staatlichen Schulen Konkurrenz machen, meinen die drei Neupolitiker. Durch die Konkurrenz solle auch die Qualität der Schulen steigen. Und Kindergärten- und Krippenplätze? Die Gemeinde kann den Preis selbst bestimmen.

Und für die nahe Zukunft? Die Kommunalwahl soll nach ihren Angaben ein Sprungbrett sein, um die Bekanntheit der Partei und ihrer Ideen zu vergrößern. Matthias Jung, Thomas und Johannes Rothert wollen Bürger mit Informationsveranstaltungen ansprechen, bei denen die Zuhörer etwas lernen.

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