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„Dirks & Wirtz“ begeisterte das Bad Essener Publikum
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Autor: Christa Bechtel 14. Juli 2011 08:59 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Fingerakrobatik im Bad Essener Schafstall

„Dirks & Wirtz“ begeisterte das Bad Essener Publikum

cb Bad Essen. Das Gitarrenduo „Dirks & Wirtz“ begeisterte das Publikum im Schafstall an der Bad Essener Bergstraße.

 
Ein Gitarrenduo aus Dresden: „Dirks & Wirtz“. Foto: Christa Bechtel  Vergrößern

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„Dirks & Wirtz“, das sind Reentko Dirks und Daniel Wirtz, die sich erstmals 2000 zu Beginn ihres Studiums „Gitarre Weltmusik“ bei Thomas Fellow in Dresden trafen und sich im selben Jahr zum Duo formierten. Dirks ist Gitarrist, Komponist und Studiomusiker. Seine Musik zeichnet sich durch unorthodoxe, selbst entwickelte perkussive Spieltechniken sowie eine große stilistische Bandbreite aus. Er ist einer der wenigen Gitarristen, die sowohl im klassischen als auch im Pop- und Worldmusic-Bereich gleichermaßen gefragt sind. Daniel Nikolas Wirtz hat den wesentlichen Teil seines musikalischen Schaffens der Konzertgitarre verschrieben. Beim „1. European Guita Award“ im Jahr 2006 wurden sie mit einem Sonderpreis ausgezeichnet und avancierten so zu der Neuentdeckung der internationalen Gitarrenszene.

Fulminant eröffneten sie ihr Konzert in Bad Essen mit „La Tarantula“ (R. Dirks). Kaum dass der letzte Ton verklungen war, wurden bereits Bravorufe laut. Schon hier war klar, dass es ein Abend mit schillernden musikalischen Farben und Gitarristenpower pur werden würde. „Es ist nicht leicht zu klassifizieren, was für Musik wir eigentlich machen: Wir können das immer nur von Stück zu Stück“, gestanden sie augenzwinkernd, und ließen Klassiker von Astor Piazzolla, wie „Prolugue“, den Beatles, „Eleanor Rigby“, und im zweiten Teil Harry Belafontes „Turn the world around“, John Williams‘ „Schindler´s List“ oder Chick Coreas „La Fiesta“ erklingen. Aber auch etliche eigene Kompositionen, in denen sie Elemente des konzertanten Tango Nuevo, des Flamencos, der südamerikanischen Folklore sowie des Musette-Walzers auf ungewöhnliche und meisterhafte Weise miteinander verbinden. Mit ganzem Körpereinsatz zauberten sie nicht nur Klänge aus den Saiten, sondern Dirks holte den Begleitrhythmus auch mit trommelnden Händen aus dem Hohlkörper seiner Gitarre. Dabei boten sie die gesamte Palette von nuanciertem Ausdrucksvermögen und grifftechnisch frappierender Fähigkeit – geradezu Fingerakrobatik auf sechs Saiten. „Wir haben nicht den klassischen Ansatz, dass wir eine Interpretation von einem Stück erarbeiten, die dann so gespielt wird, sondern wir interpretieren in dem Moment, wo wir spielen“, zeigt das Duo in der Pause seine Arbeitsweise auf, zu der Freiräume einräumen, aber auch viel aufeinander hören zählen. Oft würden die Stücke auch improvisatorisch entstehen, ergänzt Reentko Dirks. Ihre Inspirationen für ihre Kompositionen bekommen sie? „Ich höre viel Musik und da gibt es Klänge und Rhythmen, die mir gefallen, die man auf seinem Instrument ausprobiert“, berichtet Daniel Wirtz. Kompositorisch haben ihn Astor Piazzolla und Frank Zappa sehr beeindruckt und beeinflusst, sagt Dirks.

Auch im zweiten Teil wurde gezupft, perkussiert und das Empfinden der beiden Gitarrenvirtuosen für Agogik und Dynamik war in höchstem Maße identisch. „Dirks & Wirtz“ begeisterte das Publikum nicht nur durch Spielfreude, sondern sie erwiesen sich als professionelle Meister ihres Instruments und ihrer Musiksparte - und durften erst nach zwei Zugaben gehen.

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