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Open-Air-Premiere ist gelungen
Bad Essen. Livemusik, Sonne, Ferienbeginn: Die Rahmen für die Premiere eines Open-Air-Konzerts zum Schulabschluss der fünften bis neunten Klassen waren Dientagvormittag gesteckt und passten.
Zusätzlich nutzte die Schülervertretung des Gymnasiums Bad Essen (GBE) das Event auf dem Pausenhof als Forum, um zu Spenden für Japan aufzurufen.
„Ein großes Lob an die Schüler, denn sie haben ein tolles Open Air auf die Beine gestellt“, urteilte Anne Sander-Mühl. Der Musiklehrerin am GBE werden die rund 600 Schüler der Unterstufe ohne Zweifel zustimmen. Bei Sommer, Sonne und Musik genossen sie gestern entspannt den Ausklang des Schuljahrs. Auf der Bühne präsentierten sich Mitschüler, Lehrer und Profis. Zu Letztgenannten zählten ohne Zweifel Marius Ahrens und Joachim Dölker. Mit Trommeln, Rhythmus und viel Improvisation wussten sie zu begeistern. Eingeläutet wurde das erste Open Air unter Regie der gymnasialen Unterstufe aber durch die fünften Klassen (5F3 und 5F2). Sie begrüßten die übrigen Schüler mit Blechbläserklängen, Klaviervorspiel nach Grieg und einem Song von Katy Perry.
Außerdem trat die Klasse 5F1 mit Chorgesang, Perkussion und Klavier vor die Nachwuchs-Gymnasiasten und präsentierte Interpretationen von „Johnny B“ und „Aller Herren Länder“. Danach nutzte die Schülervertretung das Open Air, um auf ihre Spendenaktion zugunsten der Opfer des Erdbebens und der atomaren Katastrophe aufmerksam zu machen.
Hierzu war Michiko Sugizaki – Musikpädagogin und Trompeterin aus Bad Iburg – eingeladen worden. „Gebürtig komme ich aus Oiso“, berichtete sie. Das Dorf liegt 400 Kilometer südlich von Fukushima und in der Nähe von Tokio. Seit der atomaren Katastrophe am 11. März um 14.46 Uhr hält die Musikerin besonders engen Kontakt zu ihrer Heimat.
„Besonders stark betroffen ist ein Gebiet, das weit mehrere 1000-mal so groß ist wie das Terrain, auf dem im vergangenen Jahr im Altkreis die Landesgartenschau stattgefunden hat“, veranschaulichte die Japanerin. Insgesamt wären aktuell 15511 tot, 7189 vermisst und 5388 verletzt. Die Schäden würden zurzeit auf rund 213 Milliarden Euro geschätzt. Das ganze Ausmaß sei aber noch nicht einmal im Ansatz einzuschätzen.
Verbunden war ihre Schilderung des Dramas in der fernöstlichen Heimat mit einem Spendenaufruf. „Viele haben bereitwillig gegeben“, urteilten später einvernehmlich Daniel Reich, Markus Rezlaw, Julian Rutsch und Julia Voth, die vier Spendensammler der SV. Außerdem wird der Reinerlös aus dem Grill- sowie Getränkeverkauf an Japan gespendet. Die Höhe des Betrages war bei Redaktionsschluss aber noch nicht bekannt.
Im Anschluss an die Schilderungen der Zustände in Japan ging es wieder musikalisch weiter. Nun präsentierten sich „First Class“, die Popband „6er“, Shawn Hellmann und Jascha Kemper mit Irish Folk, A-Sinus, Lisas Band und abschließend die Klasse 9F2 mit rundum gelungenem Abschluss.
Nach Chor- und Klavierinterpretationen von „Die Schatten werden länger“, „California Dreaming“ und „Jessy J.“ forderten sie beim letzten Lied – „Thank You For The Music“ – zum Mitsingen auf. „Rundum gelungen!“ so rückblickend das Urteil aller Beteiligten.
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