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Mit Geschick über Stock und Stein: Trial-Fahrer messen sich in Hesepe
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Autor: Henning Stricker 04. Juli 2011 18:45 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Abschleppen verpönt

Mit Geschick über Stock und Stein: Trial-Fahrer messen sich in Hesepe

Hesepe. Bei Stockcar-Rennen gehört das Abschleppen von liegen gebliebenen Fahrzeugen mit zu den Aufgaben der Mitglieder des Stock-Car-Clubs (SCC) Bramsche. Doch bei einigen Sportlern des SCC ist Abschleppen eher verpönt: Bei den Allrad-Freunden des Vereins.

 
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Die sandige Piste in Hesepe war eine Herausforderung für den Karlsruher Fahrer Thomas Nest. Er ist mit seinem Geländewagen, an dem fast nichts mehr original ist, sonst auf steinigem Gelände unterwegs. Fotos: Henning Stricker Muskelkraft ist erst gefragt, wenn gar nichts mehr geht. Ab durch die Hecke: Geschicklichkeit am Lenkrad war beim Trial in Bramsche-Hesepe gefragt. Fotos: Henning Stricker Bei der Veranstaltung des Stock-Car-Clubs Bramsche wurde der dritte Lauf der Deutschen Geländewagenmeisterschaft ausgetragen. Es ging über Hügel,... ...und durch schlammige Senken,... ...in Schieflage,... ...aber zwischendurch auch mal mit allen vier Rädern auf dem Boden. Glücklich, wer die Hindernisse überwand... ...und dann beim Bergabfahren den Blick für den richtigen Weg hatte,... ...denn abgeschleppt zu werden, ist im Trial die Höchststrafe. Die Strecke zu überwinden ist nur... ...eine Frage des richtigen Gefährts und der richtigen Bereifung. Falls Sie sich gefragt haben, warum die Post heute Morgen nicht pünktlich geliefert wurde: Es könnte an der Trial-Veranstaltung in Hesepe gelegen haben.

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So auch am Samstag, als Spartenleiter Josef Rosemann und die Allrad-Freunde des Bramscher Clubs auf dem Vereinsgelände in der Nähe des alten Flugplatzes in Hesepe eine Trial-Veranstaltung ausrichteten. In den sogenannten Trial-Prüfungen gilt es für die Geländewagenfahrer, die einzelnen Sektionen zu absolvieren, ohne stecken zu bleiben oder umzukippen.

Die Geländewagentrials sind, so schreibt es der Verband der Deutschen Geländewagen Vereine (VDGV) in seinem Reglement vor, „Geschicklichkeitsprüfungen für vierradgetriebene Geländewagen auf einer abgesperrten Strecke. Dieses sind kurzwegige, geländespezifisch angelegte Geschicklichkeitsprüfungen“, die den Zweck der Erprobung im Umgang mit Geländewagen hätten und von hohem verkehrserzieherischen Wert seien.

Neben dem dritten Lauf zur Deutschen Geländewagen-Meisterschaft 2011 für die Profis der Szene hatten Rosemann und sein Team auch einen Fun-Cup und einen Junior-Cup ausgeschrieben. Diese beiden Serien richten sich vor allem an Einsteiger im Geländewagen-Sport und an Jugendliche.

Schwarze Pisten

Im Fun-Cup konnten Starter mit einem herkömmlichen Geländewagen auf die Piste gehen, ohne befürchten zu müssen, dass das Fahrzeug nach dem Trial ein Fall für die Schrottpresse war. Denn in jeder Sektion gibt es unterschiedliche Strecken, auf denen die zu durchfahrenden Tore ähnlich wie bei Skipisten mit unterschiedlichen Farben markiert sind. Während weiß markierte Tore mit einem Straßenfahrzeug durchfahren werden können, sollten schwarze Pisten mit so einem Fahrzeug gemieden werden.

Insgesamt 59 Teilnehmer begrüßten Vereinsvorsitzender Dirk Lewandowski und seine vielen Helfer. In den verschiedenen Sektionen zeigten die Fahrer, das sie ihre Fahrzeuge nicht nur führen können, sondern auch wissen, wie schwierige Teilstücke zu absolvieren sind. Applaus von den begeisterten Zuschauern gab es dabei reichlich, vor allem, wenn schwierige Hindernisse sicher überwunden wurden.

Viel Lob von den Teilnehmern gab es auch für die Organisatoren. Extra aus Karlsruhe kam Thomas Nest mit seinem auf den Namen „Käpt’n Blaubär“ getauften Jeep. „Das sind hier sehr anspruchsvolle, unterschiedliche Sektionen. Auf diesem Sandboden muss man sich schon morgens gut überlegen, mit welcher Sektion man anfängt“, sagte Nest, der mit seinem Wagen in der Klasse Pro-Modified unterwegs war. „Auch das Wetter spielt hier eine wichtige Rolle, denn wenn es zu stark regnet, können einige Strecken gerade für die anderen Klassen unbefahrbar werden“, sagte der Karlsruher.

Gestartet wurde in unterschiedlichen Klassen: Außer der Trialklasse O (Original-Fahrzeuge) gab es noch die Trialklassen U (UTV-Fahrzeuge), S (Standard, seriennahe Fahrzeuge), M (Modified, verbesserte Fahrzeuge), PM (Pro-Modified) und P (Prototypen).

Top-Platzierung sicher

Spannend wurde es am Abend bei der Siegerehrung in fast allen Klassen. Nur in den Klassen UTV und Prototyp konnten die jeweils zwei Teilnehmer sicher mit guten Plätzen rechnen. Das hing allerdings damit zusammen, dass die Klasse UTV ziemlich neu ist und die auch scherzhaft „Krankenfahrstuhl“ genannten Fahrzeuge noch nicht sonderlich verbreitet sind. In der Klasse der Prototypenfahrer gibt es bundesweit nur sieben Lizenzfahrer, von denen vier dem Bramscher Verein angehören und bei einem Wettkampf auf der eigenen Strecke nicht starten dürfen.


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