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Tippspiel
Mit Geschick über Stock und Stein: Trial-Fahrer messen sich in Hesepe
Hesepe. Bei Stockcar-Rennen gehört das Abschleppen von liegen gebliebenen Fahrzeugen mit zu den Aufgaben der Mitglieder des Stock-Car-Clubs (SCC) Bramsche. Doch bei einigen Sportlern des SCC ist Abschleppen eher verpönt: Bei den Allrad-Freunden des Vereins.
So auch am Samstag, als Spartenleiter Josef Rosemann und die Allrad-Freunde des Bramscher Clubs auf dem Vereinsgelände in der Nähe des alten Flugplatzes in Hesepe eine Trial-Veranstaltung ausrichteten. In den sogenannten Trial-Prüfungen gilt es für die Geländewagenfahrer, die einzelnen Sektionen zu absolvieren, ohne stecken zu bleiben oder umzukippen.
Die Geländewagentrials sind, so schreibt es der Verband der Deutschen Geländewagen Vereine (VDGV) in seinem Reglement vor, „Geschicklichkeitsprüfungen für vierradgetriebene Geländewagen auf einer abgesperrten Strecke. Dieses sind kurzwegige, geländespezifisch angelegte Geschicklichkeitsprüfungen“, die den Zweck der Erprobung im Umgang mit Geländewagen hätten und von hohem verkehrserzieherischen Wert seien.
Neben dem dritten Lauf zur Deutschen Geländewagen-Meisterschaft 2011 für die Profis der Szene hatten Rosemann und sein Team auch einen Fun-Cup und einen Junior-Cup ausgeschrieben. Diese beiden Serien richten sich vor allem an Einsteiger im Geländewagen-Sport und an Jugendliche.
Schwarze Pisten
Im Fun-Cup konnten Starter mit einem herkömmlichen Geländewagen auf die Piste gehen, ohne befürchten zu müssen, dass das Fahrzeug nach dem Trial ein Fall für die Schrottpresse war. Denn in jeder Sektion gibt es unterschiedliche Strecken, auf denen die zu durchfahrenden Tore ähnlich wie bei Skipisten mit unterschiedlichen Farben markiert sind. Während weiß markierte Tore mit einem Straßenfahrzeug durchfahren werden können, sollten schwarze Pisten mit so einem Fahrzeug gemieden werden.
Insgesamt 59 Teilnehmer begrüßten Vereinsvorsitzender Dirk Lewandowski und seine vielen Helfer. In den verschiedenen Sektionen zeigten die Fahrer, das sie ihre Fahrzeuge nicht nur führen können, sondern auch wissen, wie schwierige Teilstücke zu absolvieren sind. Applaus von den begeisterten Zuschauern gab es dabei reichlich, vor allem, wenn schwierige Hindernisse sicher überwunden wurden.
Viel Lob von den Teilnehmern gab es auch für die Organisatoren. Extra aus Karlsruhe kam Thomas Nest mit seinem auf den Namen „Käpt’n Blaubär“ getauften Jeep. „Das sind hier sehr anspruchsvolle, unterschiedliche Sektionen. Auf diesem Sandboden muss man sich schon morgens gut überlegen, mit welcher Sektion man anfängt“, sagte Nest, der mit seinem Wagen in der Klasse Pro-Modified unterwegs war. „Auch das Wetter spielt hier eine wichtige Rolle, denn wenn es zu stark regnet, können einige Strecken gerade für die anderen Klassen unbefahrbar werden“, sagte der Karlsruher.
Gestartet wurde in unterschiedlichen Klassen: Außer der Trialklasse O (Original-Fahrzeuge) gab es noch die Trialklassen U (UTV-Fahrzeuge), S (Standard, seriennahe Fahrzeuge), M (Modified, verbesserte Fahrzeuge), PM (Pro-Modified) und P (Prototypen).
Top-Platzierung sicher
Spannend wurde es am Abend bei der Siegerehrung in fast allen Klassen. Nur in den Klassen UTV und Prototyp konnten die jeweils zwei Teilnehmer sicher mit guten Plätzen rechnen. Das hing allerdings damit zusammen, dass die Klasse UTV ziemlich neu ist und die auch scherzhaft „Krankenfahrstuhl“ genannten Fahrzeuge noch nicht sonderlich verbreitet sind. In der Klasse der Prototypenfahrer gibt es bundesweit nur sieben Lizenzfahrer, von denen vier dem Bramscher Verein angehören und bei einem Wettkampf auf der eigenen Strecke nicht starten dürfen.
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