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Stadtrat Papenburg: Ungeteilte Zustimmung zum Zentrenkonzept
Papenburg. Mit einem klaren Bekenntnis zu Analyse und Empfehlungen des Lübecker CIMA-Büros hat der Papenburger Stadtrat das von dem Beratungsunternehmen erstellte Einzelhandelsgutachten beschlossen. Die Entscheidung im Kommunalparlament fiel einstimmig.
Formuliert werden in der Expertise (wie bei der Vorstellung der Studie in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Wirtschaftsausschuss ausführlich berichtet) Zielvorgaben zur weiteren Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels. Dabei sieht das Zentrenkonzept nach Darstellung von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) „die Stärkung der zentralen Versorgungseinheiten am Hauptkanal, am Splitting und im Ortskern Aschendorf“ vor. „Gleichzeitig sollen unerwünschte Entwicklungen in nicht integrierten Lagen unterbunden werden.“
Doppelte Wirkung
Friedhelm Führs (CDU) verwies auf die doppelte Wirkung des Gutachtens „nach innen und außen“. So würden in der Innenausrichtung in der Stadt klare Räume für den Einzelhandel umrissen. In der Außenwirkung biete die Studie Handhabe, um Stellung gegen Vorhaben in benachbarten Kommunen zu beziehen, die einen unverhältnismäßig hohen Kaufkraftabfluss aus Papenburg befürchten ließen.
Thomas Witolla (SPD) unterstrich, das die Studie die Fraktion der Sozialdemokraten nahezu uneingeschränkt überzeugt habe. Als Beispiel führt er den in der Studie vorgegebenen Verzicht auf weitere Nahversorgungseinrichtungen auf dem ehemaligen Nix-wie-hin-Gelände an der Kirchstraße an. Für das Areal empfiehlt das Gutachten keine Einzelhandelsnutzung, sondern eine andere Ausrichtung. Gleichfalls „ohne Einschränkungen“ stimmte Nikolaus Schütte zur Wick (Grüne) für seine Fraktion den Empfehlungen der CIMA-Studie zu.
Planungssicherheit
Bedenken bezüglich des Absteckens einer „einzelhandelsrelevanten Sortimentsliste“ äußerten derweil Michael Goldmann (FDP) und Hermann-Josef Abeln (UBF). Die „flächige Orientierung“ (Goldmann) sei in Ordnung. Weitere Vorgaben sollten allerdings wohlüberlegt sein. Als Beispiel nannte er den Fahrradhandel, der mancherorts eher als nicht zentrumsgebundener Handel eingestuft werde.
„Wir haben den Sortimentskatalog mit unseren Einzelhändlern und den Werbegruppen abgestimmt, die sich aktiv in die Gestaltung des Konzeptes eingebracht haben“, betonte Bürgermeister Bechtluft die „kooperative und partizipative Vorgehensweise“ bei der Erstellung der Studie. Darüber hinaus seien rechtliche Rahmenbedingungen für die innerörtliche Präsenz von – vor allem großflächigen – Einzelhandelsunternehmen zu beachten gewesen. Bezüglich der angesprochenen Fahrradhändler sehe er keine Hemmnisse für eine Ansiedlung in zentralen Lagen der Stadt. Bechtluft: „Wir wollen dem Einzelhandel keine zusätzlichen Fesseln anlegen, sondern Planungssicherheit und Verlässlichkeit geben.“ Dies gelte gleichermaßen für heimische Grundstücks- und Immobilieneigentümer, für Handelsketten, die nach Niederlassungen Ausschau hielten, sowie für die ortsansässige Kaufmannschaft.
Weitere Berichte aus dem Stadtrat auf Seite 17.
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