Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Papenburg

|

Stadtrat Papenburg: Ungeteilte Zustimmung zum Zentrenkonzept
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

2930
Autor: Klaus Dieckmann 30. Juni 2011 20:43 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Studie zum Einzelhandel verabschiedet

Stadtrat Papenburg: Ungeteilte Zustimmung zum Zentrenkonzept

Papenburg. Mit einem klaren Bekenntnis zu Analyse und Empfehlungen des Lübecker CIMA-Büros hat der Papenburger Stadtrat das von dem Beratungsunternehmen erstellte Einzelhandelsgutachten beschlossen. Die Entscheidung im Kommunalparlament fiel einstimmig.

 
Weiterentwicklung des Einzelhandels am Hauptkanal und Splitting in Papenburg und im Ortskern von Aschendorf. Foto: Archiv  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Formuliert werden in der Expertise (wie bei der Vorstellung der Studie in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Wirtschaftsausschuss ausführlich berichtet) Zielvorgaben zur weiteren Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels. Dabei sieht das Zentrenkonzept nach Darstellung von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) „die Stärkung der zentralen Versorgungseinheiten am Hauptkanal, am Splitting und im Ortskern Aschendorf“ vor. „Gleichzeitig sollen unerwünschte Entwicklungen in nicht integrierten Lagen unterbunden werden.“

Doppelte Wirkung

Friedhelm Führs (CDU) verwies auf die doppelte Wirkung des Gutachtens „nach innen und außen“. So würden in der Innenausrichtung in der Stadt klare Räume für den Einzelhandel umrissen. In der Außenwirkung biete die Studie Handhabe, um Stellung gegen Vorhaben in benachbarten Kommunen zu beziehen, die einen unverhältnismäßig hohen Kaufkraftabfluss aus Papenburg befürchten ließen.

Thomas Witolla (SPD) unterstrich, das die Studie die Fraktion der Sozialdemokraten nahezu uneingeschränkt überzeugt habe. Als Beispiel führt er den in der Studie vorgegebenen Verzicht auf weitere Nahversorgungseinrichtungen auf dem ehemaligen Nix-wie-hin-Gelände an der Kirchstraße an. Für das Areal empfiehlt das Gutachten keine Einzelhandelsnutzung, sondern eine andere Ausrichtung. Gleichfalls „ohne Einschränkungen“ stimmte Nikolaus Schütte zur Wick (Grüne) für seine Fraktion den Empfehlungen der CIMA-Studie zu.

Planungssicherheit

Bedenken bezüglich des Absteckens einer „einzelhandelsrelevanten Sortimentsliste“ äußerten derweil Michael Goldmann (FDP) und Hermann-Josef Abeln (UBF). Die „flächige Orientierung“ (Goldmann) sei in Ordnung. Weitere Vorgaben sollten allerdings wohlüberlegt sein. Als Beispiel nannte er den Fahrradhandel, der mancherorts eher als nicht zentrumsgebundener Handel eingestuft werde.

„Wir haben den Sortimentskatalog mit unseren Einzelhändlern und den Werbegruppen abgestimmt, die sich aktiv in die Gestaltung des Konzeptes eingebracht haben“, betonte Bürgermeister Bechtluft die „kooperative und partizipative Vorgehensweise“ bei der Erstellung der Studie. Darüber hinaus seien rechtliche Rahmenbedingungen für die innerörtliche Präsenz von – vor allem großflächigen – Einzelhandelsunternehmen zu beachten gewesen. Bezüglich der angesprochenen Fahrradhändler sehe er keine Hemmnisse für eine Ansiedlung in zentralen Lagen der Stadt. Bechtluft: „Wir wollen dem Einzelhandel keine zusätzlichen Fesseln anlegen, sondern Planungssicherheit und Verlässlichkeit geben.“ Dies gelte gleichermaßen für heimische Grundstücks- und Immobilieneigentümer, für Handelsketten, die nach Niederlassungen Ausschau hielten, sowie für die ortsansässige Kaufmannschaft.

Weitere Berichte aus dem Stadtrat auf Seite 17.

Lesen Sie auch ...

„Wenn die Innenstadt erst mal tot ist...“
Aschendorf. Die Ergebnisse des von der Stadt Papenburg in Auftrag gegebenen Einzelhandelsgutachtens für die Fehnstadt haben im Aschendorer Ortsrat eine... mehr


 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter




 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: