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Papenburg:Leitbild-Forum will weiterhin mitgestalten
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Autor: Holger Hartwig 18. Juni 2011 08:45 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Drei Arbeitskreise mit speziellen Themen gebildet

Papenburg:Leitbild-Forum will weiterhin mitgestalten

hh Papenburg. Das Leitbild der Stadt Papenburg soll zukünftig jährlich hinterfragt und fortgeschrieben werden. Das ist der Wunsch der knapp 40 Mitglieder des Leitbild-Forums, die sich in dieser Woche trafen, um ein Jahr nach der letzten Zusammenkunft eine Zwischenbilanz der seinerzeit aufgestellten Überlegungen zu ziehen.

 
Zukunft gestalten: Die Mitglieder des Leitbild-Forums der Stadt Papenburg sprechen sich für die Fortschreibung des Leitbildes aus. In drei Arbeitsgruppen werden gemeinsam mit Ratsmitgliedern und Vertretern der Stadtverwaltung Herausforderungen für die kommenden Jahre definiert und Vorschläge erarbeitet. Foto: Holger Hartwig  Vergrößern

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Insgesamt traf sich das Forum, dem Vertreter aller gesellschaftlichen Gruppen der Stadt angehören, mittlerweile zum zehnten Mal. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft zeigte sich angetan von dem nachhaltigen Engagement der Forumsmitglieder und sieht in der Arbeit ein „konstruktives Element zur Weiterentwicklung unserer Stadt“. Hans-Michael Goldmann, Vorsitzender des Koordinierungsteams, sprach sich dafür aus, „diese Zusammenarbeit all derer, die Gutes für Papenburg wollen, zu erhalten, um die Zukunftsaufgaben gemeinsam zu meistern“.

Nach einer Einstiegsrunde ging es dann in drei Arbeitskreisen an die inhaltliche Arbeit. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Überlegungen in den Handlungsfeldern:

Handlungsfeld „Lebendiges, soziales und religiöses Papenburg“: In einem Impulsreferat stellte Jürgen Kothe, Leiter der Altenpflegeschule, die Idee einer demenzfreundlichen Kommune vor. Gerade im Bereich der Barrierefreiheit gebe es in Papenburg erhebliche Verbesserungspotenziale. Zudem sollte verstärkt darauf eingewirkt werden, dass wohnortnahe Dienstleistungen (Einkaufen, Arzt, Apotheke) erhalten bleiben. Das sah auch der Heimleiter des Johannesstifts, Heinrich Walker, so. Er regte zudem die Schaffung eines Seniorenspielplatzes an.

Die Mitglieder des Arbeitskreises zeigten sich einig, dass die Sicherheit für die ältere Generation, vor allem im Straßenverkehr, im Vordergrund stehen müsse. Angeregt wurde, das Modell von Gemeindeschwestern wieder aufleben zu lassen. Zudem sollte eine Bestandserhebung der Wohnsituation älterer Menschen vorgenommen und der Zukunftsbedarf ermittelt werden.

Handlungsfeld „Attraktives Papenburg –Kinder in Papenburg“: Anna Vosskuhl (Leiterin Familienzentrum Obenende) und Marlies Uchtmann (Vorsitzende Kinderschutzbund) gaben einen Überblick über die Situation des Nachwuchses in der Fehnstadt. Anschließend wurden sechs Handlungsfelder definiert. Sinnvoll sei eine Umfrage bei Jugendlichen und Kindern, wie sie heute Angebote nutzen und wo noch Bedarf gesehen wird, die Einrichtung eines Kinderbüros als Sprechstunde in den Schulen und Kindergärten, die Einbindung eines Sozialpädagogen/Psychologen für begleitende Dienste in den Kindereinrichtungen, die Verbesserung der Vernetzung von Leistungsanbietern sowie die Optimierung der Außendarstellung aller in der Stadt bestehenden Angebote. Weiteres Ziel sei die Verbesserung der Mobilität, z.B. die Erreichbarkeit der einzelnen Stadtteile für Kinder, Jugendliche und Senioren. Einig waren sich die Arbeitskreisteilnehmer, dass sie sich zum Gedankenaustausch zukünftig regelmäßig treffen wollen.

Handlungsfeld „Wirtschaftlich und ökologisch starkes Papenburg – Arbeitsplätze in Papenburg“: Nach Referaten von Helmut Stavermann, Agentur für Arbeit, über die aktuellen Arbeitsmarktdaten und von Hermann Schmitz (Kreishandwerkerschaft) diskutierte der Arbeitskreis über die Themen Flächen-/Leerstandsmanagement in der Stadt, die zukünftige Entwicklung des Wohnungsmarktes und über die Notwendigkeit eines zentralen Marketings für die Einzelhändler in der Stadt.

Um die Ansätze und Herausforderungen, die für die kommenden Jahre gesehen werden, zu vertiefen, will sich der Arbeitskreis noch in diesem Jahr zu einem mehrstündigen Workshop treffen.

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