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Grundschule Hesepe feiert 50-jähriges Bestehen mit großem Schulfest
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Autor: Holger Schulze 16. Juni 2011 15:15 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Zeitreise in der Projektwoche

Grundschule Hesepe feiert 50-jähriges Bestehen mit großem Schulfest

Hesepe. Mit einem Schulfest feiert die Grundschule Hesepe am Samstag von 14 bis 17 Uhr ihr 50-jähriges Bestehen an ihrem Standort in der Adolf-Grimme-Straße. Eltern, Ehemalige und Freunde der Schule sind eingeladen, an dieser Rückbesinnung der Schulgeschichte teilzunehmen.

 
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Aus alten Zeiten plauderten ehemalige Heseper Grundschüler (hinten) mit der jetzigen Generation. Fotos: Holger Schulze Ein Bild aus früheren Tagen: Auch in alte Schulkleidung warfen sich Lehrer und Schüler.

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Eigentlich existiert die Grundschule Hesepe schon viel länger, nämlich seit dem 17. Jahrhundert. Am 14. April 1961 jedoch machte sich ein bunter Zug vom heutigen Standort der Freien Bildungsstätte „Die Brücke“ auf in Richtung Adolf-Grimme-Straße. Vorneweg marschierten Kinder mit Zylinder, im Frack und verschiedenen Kostümierungen: Verkleidet als Bürgermeister, Lehrer und Handwerker gingen sie dem Zug voran, um von ihrem alten Schulgebäude in die neue Schule zu wechseln. Drei Monate später eröffnete dort die „Volksbücherei“ mit 300 Bänden. Im Dezember 1964 kam die Turnhalle hinzu. Ein weiterer Anbau folgte. Heute präsentiert sich die Grundschule zweizügig mit rund 150 Schülern.

Im Rahmen einer Projektwoche haben sich die Kinder im Vorfeld des Schulfestes von Mittwoch bis Freitag mit dem Thema „Schule gestern, heute und morgen“ beschäftigt.

Großeltern berichten

Am Mittwochvormittag war es die Großelterngeneration aus den Klassen eins und zwei, die der heutigen Jugend den Schulalltag von vor einem halben Jahrhundert schilderte. Gisela Kreuzmann war eine der Omas, die ihre Erinnerungen preisgab. Von 1949 bis 1957 ging sie zur Schule. Zwar nicht in Hesepe, doch ihre Erfahrungen aus der damaligen Zeit lassen sich sicherlich verallgemeinern.

Für die heutige Schülergeneration zum Glück völlig unbekannt, zählten in der Nachkriegszeit die Ohrfeige und der Rohrstock noch zu den zweifelhaften pädagogischen Hilfsmitteln, mit denen sich die damals als streng geltenden Lehrer Respekt verschafften. Ausflüge, so Kreuzmann, gab es nur wenige: Nur an einen zum Penter Knapp und einen weiteren zum Rodeln im Winter während ihrer insgesamt achtjährigen Schulzeit erinnert sie sich.

Aufstellen nach der Pause, Lehrerbegrüßung vor dem Hinsetzen, keine Zwischenrufe im Unterricht, sondern Äußerungen nur nach Aufforderung – all dies wurde von den Kindern verlangt und auch eingehalten.

Schulregeln und Strafen, als Oma und Opa zur Schule gingen, waren ebenfalls Themen in der Klasse 4a. Dazu hatten sich Klassenlehrerin Tanja Krogmann und die Kinder mit der Kleidung früherer Jahre ausgestattet.

Natürlich wurde zu Schulzeiten der Großeltern nicht nur abgestraft. Welche Pausenspiele damals aktuell waren, hieran arbeitete die Klasse 3a. Murmeln aus Ton zu brennen war ein weiteres Projekt bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte von Schule.

Wie Eltern nerven

Bei den Projektarbeiten mehr in der Gegenwart angekommen, machte sich die 4b ans Werk, um eine Klassenzeitung herzustellen. Witze, Bücherempfehlungen, Briefe und Aufsätze bilden deren Inhalt.

Schule in der Zukunft: Auch dieses Thema beschäftigte in den Projekttagen so manchen Lehrer und die Schüler. Einen unbekümmert weiten Sprung in die Zukunft der Institution Schule wagten die Kinder der 4a. In der Zukunft nämlich sind die Lehrer überflüssig und werden von Robotern abgelöst sein. Auch das lästige Lernen ist hinfällig geworden. Einmal einen Helm aufsetzen, die Wissensinhalte abrufen und schon ist das Gehirn fertig programmiert, so könnte die Schule der Zukunft aussehen, lautete ihre Vision.

Am Samstag jedoch geht es beim Schulfest erst einmal ganz real zu. So werden aus dem Schularchiv etliche Fotos, Klassenbücher und Dokumente aus der Schulgeschichte ausgestellt. Geisterbahn, Armbrustschießen, Hüpfburg, Ponyreiten, Torwand und Dosenwerfen für die jungen Besucher, Ansprachen, Gespräche und Erfahrungsaustausch für die Erwachsenen und nicht zuletzt die Versorgung des leiblichen Wohls mit Kaffee, Kuchen und mehr – das bleibt wohl für eine Weile noch Inhalt eines Festes in einer Schule von heute und von morgen.

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