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Stadionsanierung in Aschendorf auf Eis
gs Aschendorf. Steht die Sanierung des Otto-Dölle-Stadions in Aschendorf auf der Kippe? Die Stadt Papenburg macht die Instandsetzung der sportlichen Anlagen an der Emdener Straße von einer Übernahme der Betriebskosten durch den TuS Aschendorf abhängig. Bei zu geringen Zugeständnissen des Vereins könne die Sanierung nicht erfolgen, heißt es in einer Sitzungsvorlage für den Aschendorfer Ortsrat, die in dem Stadtteilgremium am Dienstag für Empörung gesorgt hat.
Gas, Wasser, Strom: Der TuS Aschendorf sieht sich außerstande, die Bewirtschaftungskosten für das Stadion künftig vollständig selbst zu tragen. „Das ist utopisch. Eine finanzielle Leistung in diesem Maße kann kein Verein der Stadt erbringen“, sagte FDP-Ortsratsherr Karl-Heinz Assmann, der auch TuS-Vorsitzender ist.
Keine konkreten Zahlen
Assmann taxierte die Kosten auf 14000 bis 16000 Euro pro Jahr, der Leiter des städtischen Fachbereiches für Soziales, Jugend, Schulen und Sport, Bernd Jordan, siedelte sie hingegen „deutlich darunter“ an –insbesondere dann, wenn die sportlichen Anlagen wie vorgesehen energetisch saniert werden. Konkrete Zahlen nannte Jordan jedoch nicht. Er verwies lediglich darauf, dass BW Papenburg für den Betrieb des Sportparks Obenende jährlich Kosten „im vierstelligen Bereich“ zahle.
Jordan machte außerdem deutlich, dass die Stadtverwaltung mit der Übertragung der Unterhaltungskosten auf die Vereine auf eine kostenbewusste Nutzung der Anlagen durch die Vereinsmitglieder setzt. „Wir wollen ein anderes Nutzerverhalten“, sagte Jordan. Es müsse ja nicht unbedingt sein, dass beispielsweise das Flutlicht so lange brennt, bis der Letzte aus der Dusche kommt.
Überdies werde der städtische Sportausschuss in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag, 21. Juni, ab 16.30 Uhr (nicht öffentlich) über ein neues Sportförderkonzept beraten, das Vereinen finanzielle Anreize für die Nachwuchsarbeit biete. Damit könnten die Vereine beispielsweise einen Teil ihrer Betriebskosten decken.
Jordan hob zudem die aus Sicht der Verwaltung besondere Situation Papenburgs im Hinblick auf seine rasensportgebundenen Vereine hervor. Demnach betreiben Eintracht und Blau-Weiß vereinseigene Anlagen und zahlen seit mehreren Jahren alle Kosten selbst. Kleinere Vereine wie der SV Herbrum, SV Tunxdorf/Nenndorf und SV Aschendorfermoor könnten die Bewirtschaftungskosten der städtischen Sportanlagen hingegen nicht komplett alleine tragen und seien deshalb gesondert zu betrachten. Ziel sei es, „eine gewisse Gerechtigkeit“ zwischen den Vereinen zu erzielen, so Jordan.
TuS-Versammlung
Der TuS Aschendorf ist Vereinschef Assmann zufolge durchaus bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen – laut einer schriftlichen Mitteilung 5000 Euro. „Aber man macht die Vereine kaputt, wenn man sie an den Rand der finanziellen Belastbarkeit bringt“, betonte Assmann. Deshalb werde es auch auf der Generalversammlung des rund 1500 Mitglieder zählenden Traditionsvereins am Donnerstagabend im Kolpinghaus (19.30 Uhr) keinen entsprechenden Beschluss geben. „Wir können doch keinen Vertrag abschließen, der uns auf Jahre hinaus belasten wird“, sagte Assmann.
Ortsbürgermeister Hans-Michael Goldmann (FDP) prophezeite ein Austrittsszenario mit bedrohlichen Ausmaßen, wenn für die Übernahme der Bewirtschaftungskosten in einem Vielspartenverein wie dem TuS die Mitgliedsbeiträge erhöht werden müssten. Leuten, die ehrenamtlich im Verein arbeiteten, auch noch Kosten aufzubürden sei nicht der richtige Weg, fügte Assmann hinzu.
Die geplante Sanierung des Umkleidegebäudes sowie der Außenanlagen des Otto-Dölle-Stadions ist mit insgesamt 900000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien beginnen.
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