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Schwagstorf: Wenn ein Experiment danebengeht
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Quelle: jesc/Bersenbrücker Kreisblatt 09. Juni 2011 18:34 Uhr

Übung der Feuerwehren

Schwagstorf: Wenn ein Experiment danebengeht

jesc Fürstenau. Am Mittwoch gellten um 18.30 Uhr die Feuerwehrsirenen in der Samtgemeinde Fürstenau. Die sieben Feuerwehren wurden zur jährlichen Samtgemeindeübung nach Schwagstorf gerufen. Das Übungsszenario ging von einem durch eine Explosion ausgelösten Brand in der Marienschule nach einem Experiment im Chemieraum aus. Personen mussten gerettet und versorgt und die Brandherde bekämpft werden.

 
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Auch Drehleiter und Lüfter kamen bei der Feuerwehrübung im Schwagstorfer Marienstift zum Einsatz.Fotos: Jürgen Schwietert Impressionen von der Feuerwehrübung im Schwagstorfer Marienstift. Auf der Drehleiter kam die Trage für die Personenrettung zum Einsatz. Fotos: Jürgen Schwietert Aus der ganzen Samtgemeinde kamen Einsatzfahrzeuge. MIt der Ankumer Drehleiter wurden Verletzte geborgen. Die Verletzten wurden in der Turnhalle versorgt. Unter schwerem Atemschutz ging es in die Schule. Verstärkerpumpe läuft! MIt Interesse verfolgten die Zuschauer die Übung. Die SEG kümmerte sich um die Verletzten. Auch Schlauchbrücken wurden errichtet. Auch der Hochleistungslüfter war mit dabei. Einsatz mit Schnellangriffseinrichtung. Die Einsatzleitung in Aktion. Zum Abschluss gab es Manöverkritik.

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Neben den Feuerwehren aus der Samtgemeinde und der Drehleitereinheit der Samtgemeinde Bersenbrück aus Ankum waren die Jugendfeuerwehr Fürstenau und die Schnelle Einsatzgruppe (SEG I) vor Ort. Zahlreiche Beobachter überzeugten sich von der sehr qualifizierten Arbeit der vereinten Kräfte.

Das von Stefan Brüwer und Heino Krehe ausgearbeitete Übungsszenario gab nach der Explosion brennendes Mobiliar und Zimmerdecke vor. Die Flammen drohten auf benachbarte Klassenräume überzugreifen. Das erste und das zweite Obergeschoss wurden stark verqualmt. Kinder und Lehrer im Chemieraum zogen sich Brandverletzungen zu und standen unter Schock. Weitere Kinder mussten aus dem Gebäude gerettet werden.

Zügig trafen die Feuerwehren aus der Samtgemeinde sowie die Drehleiter aus Ankum ein, um unter der Regie von Einsatzleiter Josef Hemme die Arbeiten in Angriff zu nehmen. Hemme teilte zwei Brandabschnitte ein. Im Brandabschnitt A leitete Hendrik Oevermann, im Brandabschnitt B Heinz-Gerd Wrigge die Arbeiten. Die vereinten Kräfte rüsteten sich zügig mit schwerem Atemschutz aus und gingen in das Gebäude vor, um die Personen zu retten und die Brandherde zu bekämpfen. „Hilfe, Hilfe“, rief ein Kind am Fenster des stark verqualmten Klassenraumes. Es wurde vom Drehleiterteam gerettet und wie auch die anderen Verletzten der SEG übergeben. Diese hatte in der Turnhalle eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

Erste Angriffe wurden mit den Tanklöschfahrzeugen und den Wasser führenden Löschgruppenfahrzeugen gefahren. Gleichzeitig wurde mit zwei Unterflurhydranten die Wasserversorgung aufgebaut. Um Fahrzeuge, Geräte und Strahlrohre zu versorgen, wurden mehrere Hundert Meter B- und C-Leitungen verlegt. Nach gut einer Stunde kam das Kommando „Zum Abmarsch fertig“.

Bei der Besprechung im Feuerwehrhaus Schwagstorf hieß Ortsbrandmeister Stolle Einsatzkräfte und Gäste willkommen. „Ich danke besonders dem Marienstift mit Schwester Barbara an der Spitze dafür, dass sie uns das Objekt zur Verfügung gestellt hat“, betonte Stolle. „Wir haben eine hervorragend ausgearbeitete Übung gesehen“, meinte Gemeindebrandmeister Heinrich Brinkers. Die Idee, einen Zug mit Rüstwagen, Tanklöschfahrzeug und Einsatzleitwagen für den Ernstfall in Bereitschaft zu halten, fand allgemeine Anerkennung. „Es sah ganz imposant aus, die Feuerwehrfahrzeuge von allen Seiten anrücken zu sehen“, betonte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Rudolf Lühn. Dem schloss sich Brandabschnittsleiter Nord, Ralf Auf dem Felde, uneingeschränkt an. Anschließend gingen die weiteren Beobachter Reiner Berndsen, Franz Kruse, Hugo Thünker und Günther Middendorf auf verschiedene Details der Übung ein. Neben den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und der SEG waren 159 Feuerwehrkräfte im Einsatz.


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