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„...und das Baby kann kommen“
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Autor: Hlawatsch Carolin 30. Mai 2011 16:42 Uhr

15 ausgebildete Trainerinnen messen ihre Fähigkeiten beim Wettwickeln und Tragetuchbinden

„...und das Baby kann kommen“

Osnabrück. So ein Wettbewerb findet wahrlich nicht alltäglich statt: Im Wickeln und Tragetuchbinden maßen sich jetzt die 15 frisch ausgebildeten Trainerinnen des Projekts „Fit für den Start – und das Baby kann kommen“ in der katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück.

 
Wickeln macht Spaß: einige der frischgebackenen Trainerinnen beim Wettwickeln. Foto: Thomas Osterfeld  Vergrößern

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Der Song „It’s a kind of magic“ von Queen ertönt im Saal. „Magie ist immer mit im Spiel“, meint Projektleiterin Dagmar Teuber-Montico und bittet zur Wettkampfaufstellung an die Wickeltische zu den Versuchs-Babypuppen. Die Trainerinnen, die nach der Fortbildung als Multiplikatoren wirken werden, wickeln nun nicht auf Geschwindigkeit, sondern langsam und passend zur Musik. Man merkt, mit welcher Freude sie bei der Sache sind, alle haben ein Lächeln im Gesicht.

Bewertungskriterien sind am Ende der gute Sitz der Windel und der liebevolle Umgang mit dem Kind. Michael Prior, Geschäftsführer der Bohnenkamp-Stiftung, die das Projekt „Fit für den Start“ finanziell unterstützt, zeigt beim Wettwickeln an seinem eigenen Nachwuchs, dass dies keine reine Frauensache ist. Auch Alfred Gloger kann perfekt wickeln und ein Tragetuch binden. Er ist Trainer und Kursleiter des speziellen Moduls „Väter an den Start“. Als Hausmann und Vater zweier Kinder weiß er, wovon er spricht, wenn er die werdenden Väter unterrichtet. Gespannt beobachtet Kristina Heuermann besonders die wickelnden Männer. Sie studierte Psychologie an der Universität Osnabrück und beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit der Bedarfsanalyse für die Vätermodule. Sie ließ sich nun auch als Trainerin und somit Multiplikatorin ausbilden und arbeitet zusätzlich noch als Beraterin in der Babysprechstunde Osnabrück.

Auch die anderen neu Ausgebildeten kommen mit beruflichen Vorerfahrungen aus dem medizinischen, pädagogischen oder psychologischen Bereich. Kerstin Möllenberg ist Kinderkrankenschwester am Klinikum Melle und gab schon vor ihrer Trainerausbildung Eltern-Baby-Kurse. „Für mich ist diese Ausbildung eine große Bereicherung“, schwärmt sie. Auch Ina Schoen leitet Eltern-Baby-Kurse. „Ich habe schon länger das Gefühl, dass es für viele Eltern schön wäre, sich schon vor der Geburt auf das Leben mit einem Baby vorzubereiten“, berichtet sie aus ihrer Erfahrung.

„Fit für den Start“ vermittelt werdenden Eltern, wie der Alltag mit einem Kind nach der Geburt tatsächlich aussieht, und zeigt die Anforderungen auf. „Jedes Elternpaar trägt die Ressourcen in sich, gute Eltern zu sein“, meint Dagmar Teuber-Montico. Nach ihrer Meinung kommt es nur auf die richtige Vorbereitung an. Die Medien vermitteln oft ein falsches Bild. Bei prominenten Eltern sieht alles kinderleicht aus, aber entspricht das auch der Realität?

Die katholische Familienbildungsstätte ließ die 15 Frauen als neue Multiplikatorinnen ausbilden, damit noch mehr Eltern als bisher im Landkreis Osnabrück von „Fit für den Start“ profitieren können. Das Projekt versteht sich als Plus neben der Geburtsvorbereitung und ergänzt die Schwangerschaftsvorsorge und Betreuung der gynäkologischen Praxen und Hebammen.

Aktuelle Termine und Kurse sowie weitere Informationen im Internet: www.fitfuer-den-start.de.

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