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Belmer Osnabrooklyn Crew gewinnt die Deutsche Breakdance-Meisterschaft
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Deutsche Meisterschaft

Belmer Osnabrooklyn Crew gewinnt die Deutsche Breakdance-Meisterschaft

Osnabrück/Belm. Sie tanzen, als wären sie menschliche Flummis, bewegen sich mal abgehackt, dann wieder schlängelnd und dabei immer zum Beat: die rund 200 Tänzer, die am Wochenende an der deutschen Breakdance-&-Electric-Boogie-Meisterschaft in Osnabrück teilgenommen haben.

 
 
Auch die „Kidz“ der Osnabrooklyn Crew waren bei den deutschen Meisterschaften der Breakdancer am Start. Foto: Jörn Martens  Vergrößern

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Ohrenbetäubend laut ist es im Veranstaltungsort an der Industriestraße in Osnabrück, es hämmert Hip-Hop-, Electro- und Funk-Musik aus den Boxen. Doch außer bewundernden Rufen und Klatschen ist mündliche Konversation auch gar nicht gefragt an diesem Tag. Wichtig ist, was auf der Tanzfläche passiert. Und da bewegt sich so einiges. Von den „Back-Spins“, bei denen sich die Tänzer auf dem Rücken drehen bis zu den in „Head-Spins“ auf dem Kopf stehend haben die männlichen und weiblichen Teilnehmer der deutschen Meisterschaft nämlich alles drauf.

„Rund 200 machen in diesem Jahr mit“, erzählt Michael Hull von der Tanzschule Hull Dance&Events. Er ist der Ausrichter der Veranstaltung, die eine Premiere zu bieten hatte: Am Samstag hat die erste integrative deutsche Para-Meisterschaft stattgefunden. Darauf ist Hull sehr stolz: „Bei diesem bisher ersten Turnier war das Zuhause von Integration und sozialer kultureller Inklusion im Tanz deutlich zu spüren.“

Und er ist sich sicher, dass das „nicht unser letztes integratives Para-Turnier“ war. Grund hierfür mag auch sein, dass viele Tänzer der Tanzschule unter den Gewinnern dabei sind wie die erstplatzierten Lisa-Marie Werremeyer und Celena Pieper (in der Kategorie Hip-Hop-Duo Para), Simone Ruppin (Hip-Hop-Solo Girls Para) und die Gruppe Dream Colors (Hip-Hop-Team Para) und Freshness (Hip-Hop Battles).

Doch ob integrative oder normale Meisterschaft: Getanzt wird allein, zu zweit oder im Team. Und während bei Breakdance neben den Bewegungen auch der „Respekt und die Toleranz innerhalb der Gruppen bewertet werden, ist Electric Boogie eine Art Computertanz, bei dem der Tänzer abgehackte Bewegungen zum besten gibt, erklärt Hull.

Besonders spannend wird es, wenn sich die Gruppen gegenüberstehen. Bei diesen sogenannten „Battles“, also Kämpfen, versuchen sie, sich in ihren Bewegungen, den „Moves“, zu übertreffen. Klappt das, gibt es Applaus von den Zuschauern und sogar anerkennende Blicke vom Gegner. Klappt es jedoch nicht, ernten die Tänzer von ihrem Gegenüber nur ein müdes Lächeln.

„Es ist ein Kampf ohne Fäuste, den wir da austragen“, erklärt Alexander Allerborn von der Belmer Breakdancegruppe Osnabrooklyn Crew. 2009 war sie deutscher Meister und sogar Weltmeister. „Wichtig ist, sich gut zu bewegen und auf den Beat zu hören“, so Allerborn. Wenn das dann noch gut aussieht, ist man ein wahrer „Beat-Killer“. Seit 1999 gibt es die Osnabrooklyn Crew, erzählt der 25-Jährige. Gegründet wurde sie in der Tanzschule Hull, „mit der wir immer noch super zusammenarbeiten und dort auch Kurse geben“. Zudem wird die Gruppe von der Gemeinde Belm unterstützt, die öfters die Fahrzeuge stellt, damit Meisterschaften in anderen Orten besucht werden können.

Bei der Meisterschaft in Osnabrück müssen die Belmer im Kampf um Platz 1 gegen die Funktacticz Crew aus Ibbenbüren antreten und gewinnen mit 2:1 Stimmen von den Preisrichtern. Nun ist der Jubel groß – und auch die Erleichterung: „Das war knapp: Die waren echt gut“, sagt Allerborn.


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